Frauengesundheit: Was die Intimzone verrät

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Frauengesundheit: Was die Intimzone verrät

Jede Frau kennt das milchig-weiße Sekret, das täglich aus der Scheide austritt. Viele Frauen wissen jedoch nicht, dass diese kleine Menge Ausfluss ganz normal ist und gehen deswegen zum Frauenarzt. Der tägliche Ausfluss, auch Weißfluss genannt, hat seine Schutzfunktion. Die in ihm enthaltenen Milchsäurebakterien erzeugen ein saures Scheidenmilieu und wehren Eindringlinge ab. Der Ausfluss kann sich aber auch verändern und krankhaft werden.

Bei welchen Veränderungen muss man zum Arzt?
Die ersten Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, findet man im Ausfluss - Geruch, Farbe und Konsistenz verändern sich auffällig. Vor allem durch Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Trichomonaden kann sich der Ausfluss verändern. Ist die Beschaffenheit sehr wässrig, schleimig, schaumig oder krümelig und verbunden mit anderen Symptomen wie Juckreiz, Schwellungen, Rötungen, Schmerzen beim Wasserlassen oder unangenehmem Geruch, ist eine Untersuchung durch den Arzt unbedingt erforderlich. Aber auch Hormonschwankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente und die Psyche spielen beim weiblichen Zyklus, und dadurch auch beim Ausfluss, eine wichtige Rolle.

Für eine gesunde Scheidenflora empfiehlt es sich auf stark reizende und parfümierte Duschgels und übermäßige Hygiene zu verzichten - diese stören das Gleichgewicht und bieten Bakterien und Pilzen traumhafte Bedingungen. Hilfreich sind Milchsäurepräparate, die die natürliche Vaginalflora unterstützen und milde Intimwaschlotionen.  Lesen Sie wann der Ausfluss besorgniserrgend werden kann:

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1. Weißfluss
Meistens tritt Weißfluss einige Tage nach dem Ausklingen der Menstruation auf, wenn Östrogene mehr werden und sich der Körper erneut auf den Eisprung vorbereitet. Normaler Ausfluss hat in der Regel eine weißliche Färbung und verursacht keinen Geruch. Durch das Sekret wird die Scheide vor Krankheitserregern geschützt. Ist der Ausfluss jedoch krümelig und wird von starkem Jucken begleitet, deutet dies auf eine Pilzinfektion hin.
2. Gelber Ausfluss
Gelblicher, nicht dehnbarer Ausfluss tritt häufig in der Phase nach dem Eisprung auf. Bedenklich ist dünnflüssiger Ausfluss mit gelblich bis bräunlicher Färbung oder  grünlicher Färbung. Scharfer Geruch und Symptome wie Jucken und Brennen können in diesem Fall auf eine Scheidenentzündung durch Trichomonaden hindeuten. Eine Gebärmutterhalsentzündung äußert sich durch sehr starken, gelben Ausfluss, verbunden mit Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung und Symptomen wie Fieber und Unterbauchschmerzen. 
 3. Farblos bis gräulicher Ausfluss
Ist der Ausfluss besonders stark und hat außerdem einen unangenehmen, fischartigen Geruch ist das meistens ein Zeichen für eine bakterielle Vaginose. Das Scheidenmilieu ist in diesem Fall gestört und die angestiegene Anzahl der schlechten Bakterien verursacht den unangenehmen Geruch.
4. Brauner & blutiger Ausfluss
Ein bis zwei Tage vor der Menstruation kommt es zu braunem oder butigem Ausfluss - dieser ist unbedenklich. Hell- bis dunkelbräunlicher und schleimiger Ausfluss kann auf Polypen hindeuten. Auch unregelmäßige Blutungen treten in diesem Fall auf. Bei bösartigen Tumoren im Bereich der Geschlechtsorgane tritt stark riechender wässriger und teilweise blutiger Ausfluss auf, dazu kommen Schmerzen im Beckenbereich und Blutugnen außerhalb der Regel.
5. Eitriger Ausfluss
Stark und unangenehm riechender, eitriger Ausfluss weist auf eine Entzündung an Eileitern doer Eierstöcken hin. Starke Schmerzen im Unterleib und Fieber können bei einer akuten Eileiterentzündung hinzukommen. Ein eitriger und gelb-grünlicher Ausfluss mit Brennen beim Wasserlassen und schmerzhaften Schwellungen ist ein Anzeichen für eine Infektion mit Geschlechtskrankheiten wie Syphilis.

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