Haare

Für immer dichte Haare

Die besten Tipps gegen Haarprobleme

Oft sind die Haare trocken, fettig, brüchig, zu dünn oder fallen vermehrt aus. Hier finden Sie die möglichen Ursachen und erhalten die besten Tipps für eine volle Haarpracht.

Sie haben die Haare schön und sind mit einem gesunden, kräftigen Haupthaar gesegnet? Dann können Sie sich glücklich schätzen. Viele Frauen leiden unter dünnen, kraftlosen, brüchigen trockenen oder fetten Haaren oder gar Haarausfall, so sehr sie ihren natürlichen Kopfschmuck auch hegen und pflegen. Doch gerade die äußeren Einflüsse wie Föhnen, Glätten, Färben, starke Hitze durch Sauna oder die falschen Pflegeprodukte können unsere Haarqualität negativ beeinflussen.  Auch innere Ursachen wie Vitamin- oder Mineralstoffmangel, hormonelle Probleme, psychische Belastungen, aber auch genetische Faktoren bestimmen die Haarstruktur. Verlieren Sie täglich mehr als 100 Haare oder hat sich Ihr Haar stark verändert, wäre ein Besuch beim Hautarzt ratsam, um die Ursache zu finden und an der (Haar-)Wurzel zu packen.

Ursachen für Haarprobleme 1/6
Mineralstoffmangel
Die Haarfollikel benötigen Vitamine und Spurenelemente. Eisen- und andere Nährstoffmängel können Haarausfall verursachen und die Struktur des Haares verschlechtern.

Sensibles Organ

Haare sind über die Haarwurzel mit der Haut verankert und nehmen dort am Stoffwechselgeschehen teil. Alle Abbauprodukte des Körpers lagern sich während des Verhornungsprozesses in der Haarstruktur ein. Falsche Ernährung, Stoffwechselprobleme, hormonelle Umstellungen oder Krankheiten haben daher direkte Auswirkungen auf unser Haar. Fehlen wichtige Vitamine oder Mineralstoffe, wird das Haar brüchig, spröde und fällt aus. Eisen, Zink sowie die Vitamine des B-Komplexes übernehmen eine wichtige Rolle bei der Zellteilung. Auf Stress reagiert das Haar sehr empfindlich. Jede Haarwurzel agiert wie ein eigenes Organ mit neuronaler Kompetenz und kann eigene Stresshormone produzieren. Die Produktion der Stresshormone stoppt das Haarwachstum, das Haar wird schütter oder ergraut schneller.

Ernährung für gesunde Haare 1/8
Vitamin H
Vitamin H (Biotin) ist besonders wichtig für schönes Haar und wirkt gegen Haarausfall. Reichlich ­Vitamin H steckt in Vollkornprodukten, Fleisch, Eigelb, Milch oder Nüssen.

Suche nach der Ursache

So vielfältig die unterschiedlichen Haarstrukturen von Mensch zu Mensch sind, so vielseitig sind auch die Ursachen. Um den Haarproblemen auf den Grund zu gehen, steht eine Zahl moderner Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Beim ­Trichogramm werden verschiedene Haare ausgezupft und festgestellt, ob sich diese im Gleichgewicht zwischen den einzelnen Haarzyklusphasen befinden. Häufig steht jedoch nicht nur das Haar selbst im Fokus der Analyse. Auch die Überprüfung der Kopfhaut sowie des Haarbodens und vor allem der Haarverteilung sind wichtige Bestandteile einer Haaranalyse. Weiters wird ein Blutbild gemacht, der Hormonstatus erhoben und nach anderen möglichen Ursachen gesucht. In seltenen Fällen kann es notwendig sein, das Haar bis in sein Innerstes zu durchleuchten. Durch spezielle labortechnische Untersuchungen am Haar direkt lässt sich etwa eine Schwermetallbelastung feststellen.

Einfluss der Hormone 1/3
Geschlechtshormone
Östrogenmangel oder ein Überschuss an männlichen Hormonen können dünne Haare oder Haarausfall verursachen. Die Androgene (Testosteron und das Hormon DHT) verringern die Dauer der Wachstumsphase des Haares und lassen das Haar dünner werden und vermehrt ausfallen. Ein erhöhter Prolaktinspiegel (eventuell durch ein Adenom in der Hirnanhangdrüse) kann Haarausfall begünstigen. Eine hormonelle Behandlung beziehungsweise hormonähnliche Pflanzenwirkstoffe (Isoflavone, enthalten in Soja oder Kürbis) können die hormonelle Balance wiederherstellen.

Schluss mit Haarausfall

Ist die Diagnose gestellt, wird mit einer geeigneten Therapie begonnen. Je früher diese startet, desto größer ist die Chance, möglichst viele Haare zu retten. Besteht ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel und kann dieser nicht durch eine Ernährungsumstellung ausgeglichen werden, kommt man um Nahrungsergänzung wohl nicht herum. Genetischer Haarausfall kann durch lokale Anwendung mit dem Wirkstoff Minoxidil bei 70 bis 80 Prozent gestoppt werden. Bei 30 Prozent stellt sich sogar ein Haarneuwuchs ein. Nach Absetzen schreitet der Haarausfall jedoch fort. Liegt ein hormonelles Problem vor, ist die Behandlung durch einen Hormonspezialisten erforderlich. Zunächst wird der Hormonstatus erhoben und so die Ursache gesucht. Sind bestimmte Hormonwerte zu hoch, werden sie reduziert, sind sie zu niedrig, werden sie ergänzt. Hormonähnliche Pflanzenwirkstoffe (Isoflavone) können zum Beispiel das den Haarausfall fördernde Hormon DHT binden und unschädlich machen, ohne den Hormonhaushalt des Körpers weiter zu beeinflussen. Gute Erfolge zeigen die Eigenblutbehandlungen. Die im Blutplasma enthaltenen Wachstumsfaktoren wirken auf die Kopfhaut wie eine Verjüngungskur und regen das Wachstum der Haarwurzeln an.