Mit diesen Tipps nimmt man in der Adventzeit nicht zu

Genuss im Advent

Mit diesen Tipps nimmt man in der Adventzeit nicht zu

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Höhere Mengen an Fett, Zucker oder Alkohol können sich nicht nur auf die Hüften schlagen, sondern auch dem Organismus schaden. Doch das bedeutet nicht, dass wir verzichten müssen. So klappt Genuss ohne Extra-Ballast!

Mit zucker- und fettreichen Nahrungsmitteln, Salz und Alkohol sollte man eigentlich sparsam umgehen. Doch in der Adventzeit verleiten verlockende Leckereien zum Schlemmen. Das liegt einerseits an der Atmosphäre auf den Weihnachtsmärkten und dem Duft der Köstlichkeiten, andererseits am sozialen Aspekt des gemeinsamen Genießens.

Isst man aber zu viel sowie ungesund, kann man rasch zunehmen und auch die Gesundheit gefährden. Denn vermehrter Alkoholkonsum und Köstlichkeiten wie Langos, Crêpe, Lebkuchen und Co. sorgen nicht nur für Extra-Kilos. Sie schaden darüber hinaus dem Darm, legen ihn lahm und übersäuern den Organismus. Das kann infolge zu Entzündungen, Erschöpfung, Schlafstörung, Stimmungsschwankungen und typischen Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit etc. führen. Möchte man sein Gewicht halten, nicht in Kalorienfallen tappen und gesund bleiben, sollte man beim Genießen einige Strategien befolgen.

Tipp: Kalorientabelle und Energiebilanz

Halten sich der Energiebedarf und die Energiezufuhr die Waage, bleibt das Gewicht stabil, erklären Prof. Ursel Wahrburg und Prof. Sarah Egert in „Kalorien & Nährwert Tabelle“. Zu einer Gewichtszunahme kann es aufgrund einer Energie-Dysbalance zwischen den konsumierten und den verbrauchten Kalorien kommen. Deswegen sollte man sich bewusst machen, wie viel Energie man dem Körper tatsächlich zuführt und wie viel man benötigt. Laut den Autor:innen beträgt der Energiebedarf für Frauen etwa 1.700 bis 1.900 Kilokalorien (kcal) und für Männer 2.100 bis 2.400 Kilokalorien (kcal) pro Tag. Das gilt für Personen mit nur wenig Bewegung wie etwa in einem sitzenden Bürojob. Der Bedarf erhöht sich bei höherer körperlicher Aktivität in der Freizeit oder im Beruf. Beispiel: Eine Frau mit einem Tagesumsatz von 1.800 Kilokalorien (kcal) sollte optimalerweise drei nährstoffreiche, sättigende Mahlzeiten zu insgesamt 1.300 kcal einplanen. Für Leckereien am Weihnachtsmarkt bleiben dann noch 500 kcal übrig.

Tipp: Vor dem Schlemmen Ballaststoffe essen

Man darf Zucker zu sich nehmen, Alkohol trinken sowie Lieblingsgerichte ­genießen und kann dabei auch das Gewicht halten, solange man sich an gewisse Regeln hält, meint Biochemikerin Jessie Inchauspé. Mit speziellen Hacks sorgt man für eine flache Glukosekurve – also einen flachen Blutzuckerspiegel und bleibt dadurch schlank, verrät sie in ihrem Buch „Der Glukosetrick“. Einer der Tricks ist das Konsumieren einer grünen Vorspeise vor dem Essen. Das können gekochtes oder rohes Gemüse mit oder ohne Dressing, ein grüner Salat, eingelegte Artischocken, Oliven oder Karotten sein. Sie sollte rund 30 Prozent der Mahlzeit ausmachen. Außerdem sollten nicht mehr als zwei Stunden zwischen dem Salat und dem Rest der Mahlzeit liegen. Hält man sich an diesen Hack, sorgt man für eine schlanke Linie, stärkt das Darmmikrobiom und verhindert Müdigkeits- sowie Heißhungerattacken. Durch die grüne Vorspeise hat man darüber hinaus niedrigere Glukosespitzen, weniger freigesetztes Insulin und verhindert Entzündungen und Zellschäden.

Tipp: Körperliche Aktivität nach dem Schlemmen

Innerhalb von 70 Minuten nach einem süßen oder stärkehaltigen Essen sollte man sich laut Inchauspé für mindestens zehn bis zwanzig Minuten bewegen. Sportliche Aktivität regt die Zellen im Magen an, die den Nahrungsbrei weiterleiten. Ein flotter Spaziergang eignet sich genauso zum Gewichthalten wie ein Workout. Das optimale „Fett weg“-Workout finden Sie HIER. Diese Methode wirkt noch besser, wenn man vor dem Essen ein großes Glas Wasser mit Apfelessig trinkt – siehe nächsten Tipp von Inchauspé.

Tipp: Fettverbrennung und Übersäuerung

Trinken Sie Essigwasser (1 EL Essig in einem großen Glas Wasser) mit einem Strohhalm, bevor Sie etwas Süßes essen. Entweder maximal 20 Minuten vorher oder währenddessen. Essig­säure versetzt den Körper in den Fettverbrennungsmodus, sorgt laut der „Glucose-Goddess“ für den Verlust von Viszeralfett und hält den Triglyzeridspiegel niedrig. Zucker, Alkohol, Farbstoffe, Softdrinks, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe übersäuern außerdem den Körper. Apfelessigwasser, aber auch Zitronenwasser wirken basisch, reinigend und entgiftend. Sie unterdrücken die Ansammlung von Körper- und Leberfett und regen die Verdauung an.

Tipp: Verborgene Gesund- und Schlankmacher

Trinkt man zu viel Alkohol, kann das nicht nur die Magenschleimhaut reizen und das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen. Auch die Leber wird belastet und man kann davon zunehmen. Nimmt man Bitterstoffe in Tropfen oder als Pulver, fördert man die Verdauung und regt den gesamten Stoffwechsel an. Sie wirken positiv auf den Magen, die Galle sowie die Bauchspeicheldrüse und sorgen für einen flachen Bauch. Sie helfen auch gegen Blähungen, Sodbrennen und Völlegefühl. Die Phytotherapie kennt drei Gruppen von Bitterstoffen. Amara aromatica wie der Gelbe Enzian oder Löwenzahn wirken auch krampf- und entzündungshemmend. Amara tonica wie beispielsweise Wermut, Salbei oder Melisse sind tonisierend und stärkend. Amara acria mit Scharfstoffen wie zum Beispiel Ingwer oder Galgant regen an.

Eine positive Wirkung kann man auch mit Gemüsesorten, die Bitterstoffe enthalten, bewirken wie Artischocken, Endivien, Chicorée oder Radicchio. Auch Bittersalz oder Epsom-Salz – wurde nach der englischen Stadt Epsom benannt – soll beim Abnehmen helfen und Giftstoffe ausleiten. Das gelöste Magnesium soll durch die Haut in den Körper gelangen und die Bauchspeicheldrüse anregen. Die Drüse soll dann mehr Verdauungsenzyme produzieren und so beim Abnehmen helfen. Diese Wirkung auf die Bauchspeicheldrüse wird noch in Studien untersucht.

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