Detox für Anfänger: So entlastet du deinen Körper

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Detox für Anfänger: So entlastet du deinen Körper

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Toxine lauern überall. In unserem Genussmittelkonsum, in der Luft, in Kosmetika und auch in unseren Lebensmitteln. Wir wundern uns deshalb nicht, dass der Begriff Detox in den letzten Jahren immer populärer wurde.

Für die meisten klingt Detox immer noch nach Aufwand, Kasteiung, Askese – dabei geht Detoxen ganz easy. Ich zeige dir, wie das geht.

Detox in den Alltag integrieren

Detox lässt sich fast unbemerkt in den Alltag integrieren. Denn jeder von uns kennt das: Wir fühlen uns belastet durch zu viel Essen, zu viel Wein, zu wenig Bewegung und oft damit einhergehend zu wenig Schlaf. Mal sind es private Abendessen, mal berufliche Events, mal Urlaub, mal Feiertage - und immer ist Essen und Trinken im Spiel.

Jetzt gehe ich mal davon aus, dass uns zumindest die meisten Events Freude bereiten, aber die Realität sieht oft anders aus. Wir »fürchten« uns vor der nächsten Einladung, auch wenn wir dort schöne Begegnungen erwarten, können. Warum ist das so? Weil sich diese vielen Verpflichtungen bereits in Stress für unseren Körper niederschlagen.

Da spreche ich noch gar nicht von der Waage, die höchstwahrscheinlich ein Plus an Kilos anzeigt. Auch wenn Ausgehen Freude macht und wir gerne unsere Freunde und Familie bei einem guten Essen treffen - so sehnen wir uns doch auch immer wieder nach einer Entlastung. Warum nicht dem Körper ganz bewusst eine Pause gönnen?

Da kommt ein Detox Day wie gerufen. Ich empfehle das nicht nur meinen Klientinnen, sondern praktiziere es auch selbst. Unter dem Jahr schiebe ich den einen oder anderen Detox Day zwischen herausfordernde Arbeits- oder Feiertage oder nach einem genussreichen Urlaub. Eine wunderbare Möglichkeit, Körper und Geist zu entlasten und die Batterien neu aufzuladen.

Was bedeutet eigentlich Detox?

Detox kommt aus dem Englischen und steht für »entgiften«, tatsächlich ist es ein moderneres Wort für »Entlastung«. Nun sind wir zwar nicht »vergiftet«, obwohl wir uns manchmal so fühlen, gerade nach Feiertagen oder Urlauben, trotzdem kennen wir alle dieses Gefühl der Übersättigung. Fast schämen wir uns ein wenig vor uns selbst, weil wir doch wieder in alte Verhaltensmuster gerutscht sind. Keine Sorge, du bist nicht allein damit.

Nähren & Entgiften

Um gesund und energievoll zu sein und zu bleiben, ist unser Körper mit zwei grundsätzlichen Aufgaben - Nähren und Entgiften - beschäftigt. Was unseren Körper in herausfordernden Zeiten besonders belastet, ist eben zu viel Alkohol oder Tabak, zu viel Zucker, zu viel Fleisch und Fett, zu viel Weizen, zu viel Salz, zu wenig Bewegung an der frischen Luft, daher zu wenig vom guten Sauerstoff, zu wenig Schlaf, zu viel Stress im Beruf, vielleicht sogar Stress zu Hause. All das belastet unseren Körper und beeinträchtigt unser Wohlbefinden. Unser körpereigenes »Entgiftungssystem« (Haut, Lunge, Leber, Nieren, Darm und Lymphsystem) braucht Unterstützung. Mit »Detox« ist also im weiteren Sinne die Unterstützung der natürlichen Selbstreinigungskräfte des Körpers gemeint. Es gibt Phasen, in denen unser Körper durch zu viel von Ungesundem belastet wird, und das kann unsere Gesundheit, auch unser Aussehen beeinträchtigen.

So konnte dein persönlicher Detox Day aussehen

  1. AM MORGEN startest du mit einem Zitronenwasser aus einem Liter Wasser und dem Saft von zwei Bio-Zitronen. Einen halben Liter davon auf nüchternen Magen trinken, den Rest bis mittags.
  2. ALS FRÜHSTÜCK empfehle ich dir einen grünen Booster-Smoothie oder ein wärmendes Porridge. Nun nimmst du die Zubereitung deiner Detox-Suppe in Angriff. Am besten bereitest du eine große Portion vor, damit du den ganzen Tag, wann immer du Lust hast, zugreifen und genießen kannst.
  3. MITTAGS isst du 200 g gekochte Kartoffeln, dazu reichlich Gemüse gekocht oder aus dem Rohr oder einen frischen, bunten Salat bestehend aus viel Rohkost wie Karotten, Gurken und Paprika und frischen Kräutern (Dressing aus Olivenöl und Zitrone).
  4. FRÜHABENDS isst du reichlich von deiner delikaten, reichhaltigen Gemüsesuppe. Wenn du möchtest, kannst du auch schon ab Mittag die Suppe essen.
  5. Hauptsache, du verzichtest an deinem Detox Day auf Kaffee, Schwarz- und Grüntee, Milch, Joghurt und alle anderen tierischen Lebensmittel wie Fleisch und Fisch, Käse, Eier sowie Weizen, Alkohol und zusätzlichen Zucker. Falls du Kopfschmerzen bekommst, und das ist gut möglich, dann besorge dir vor deinem Detox Day in der Apotheke ein Minzöl und reibe dir die Schläfen damit ein.
  6. Trinke tagsüber viel Kräutertee und Zitronenwasser, gehe an die frische Luft, lies ein gutes Buch oder beginne eine neue Serie zu schauen, vor allem aber entspanne dich. Schenke dir einen Me-Time-Tag und mache nur angenehme Dinge.
  7. Wenn du Lust hast, kannst du auch zwei Tage hintereinander detoxen, dafür eignet sich besonders ein Wochenende. Siehe diese Entlastungstage als Geschenk an, das du dir selbst machst, und dein Körper und dein Geist werden es dir danken – und die Waage bestimmt auch! Mehr zu diesem wichtigen Thema findest du in der easy eating-ABNEHMBIBEL (Verlag Amalthea)

Rezept für die easy eating Detox-Wundersuppe

Zutaten:

  • 1 weiße Zwiebel
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Stangen Staudensellerie 1⁄2 Knollensellerie
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 4 Karotten
  • 5 Tomaten, geschält (oder 1 Dose)
  • 2 Zucchini
  • 4 mittlere Kartoffeln
  • 1 Fenchel und / oder
  • 1⁄2 Karfiol
  • 1 Handvoll Fisolen (optional)
  • 1 Zitrone, unbehandelt

Zum Würzen:

  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Wacholderkörner
  • 1 TL Koriandersamen
  • 2–3 Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner
  • Meersalz

Zubereitung

  1. Gemüse in gleich große Stücke schneiden. Zwiebel mit zwei Esslöffel Olivenöl in einem großen Topf scharf anbraten. Dann nach und nach das Gemüse beigeben.
  2. Zwei Liter Wasser darüber gießen, kurz aufkochen lassen und bei kleiner Flamme eine Stunde auf dem Herd köcheln lassen.
  3. Bei der Würze ist Folgendes zu beachten: Von der unbehandelten Zitrone lediglich die Zeste (etwas geriebene Schale) verwenden, und die Wacholderbeeren gehören gut zerdrückt.
  4. Danach kommt die Wundersuppe vom Herd. Man lässt sie etwas auskühlen, püriert sie mit einem Stabmixer fein oder grob. Man kann sie auch als Minestrone belassen. Die einen mögen lieber eine wohlige, cremige Suppe, die anderen eine »bissfeste«. Die Suppe lässt sich im Kühlschrank drei bis vier Tage aufbewahren. Sie eignet sich auch gut zum Portionieren und Einfrieren und daher als Meal Prep Variante.

Mehr zu diesem spannenden Thema findest du im easy eating-WORKBOOK (Verlag Amalthea)

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