Coronavirus: Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind

Vulnerable Gruppe

Coronavirus: Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind

WHO und ECDC zählen Menschen über 60 Jahren zu besonders gefährdeten Gruppen.

Die umfassenden Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens zielen auf die Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus ab. Besonders gefährdet sind vor allem ältere Menschen, die am effektivsten durch die Reduktion von sozialen Kontakten vor Ansteckungen geschützt werden können, sind sich Experten einig. Unter den bisherigen Corona-Toten ist der Anteil von Personen über 60 besonders hoch.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zählt ältere Menschen zu den "vulnerablen" - also am meisten gefährdeten - Gruppen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat "Menschen im Alter von über 60 Jahren" neben Personen mit Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen wie etwa COPD und Krebs auf der Liste der besonders gefährdeten Menschen.

Innerfamiliäre Übertragung spielt wichtige Rolle

Auch wenn laut Schätzungen lediglich rund 15 Prozent der Erkrankten einen schwereren Verlauf entwickeln und vier bis fünf Prozent eine Intensivbehandlung benötigen, gilt insgesamt, dass Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein höheres Risiko für Komplikationen tragen. Erste Analysen zu Verbreitungswegen in China legen nahe, dass der innerfamiliären Übertragung eine wesentliche Rolle in der Ausbreitung des Covid-19-Erregers zukommt. Kinder spielen hier demnach eine zentrale Rolle. Als Hauptüberträgergruppe des Coronavirus werden Menschen zwischen 14 und 30 Jahren angesehen.

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Symptome des Coronavirus

Bei einer SARS-CoV-2-Ansteckung dauert es laut neuesten Schätzungen zwei bis 14 Tage, bis sich die Krankheit bemerkbar macht. Die Symptome von COVID-19 sind

  • Fieber
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Atembeschwerden

Bei mildem Verlauf verläuft sie sogar unbemerkt, was zur Folge hat, dass Infizierte unwissentlich das Virus weitergeben. Sollten Sie die oben angeführten Symptome beobachten, rufen Sie bitte 1450 oder 0800 555 621. Endgültige Klarheit schafft der Labortest!

Vorbeugende Maßnahmen
Hand-Hygiene
Regelmäßiges Händewaschen ist der einfachste Weg, um Infektionen zu vermeiden, indem Viren nicht verschleppt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: In jeden Fall Seife verwenden und mindestens 60 Sekunden reinigen, um wirklich alle Erreger abzutöten. Auch Desinfektionsmittel töten Viren ab, dazu müssen sie jedoch zumindest „begrenzt viruzid“ sein. Das bedeutet, dass sie gegen behüllte (oder lipophile) Viren wirksam sind.
 
Kontakt reduzieren:
Unnötigen Kontakt mit Keimen vermeiden: Tragen Sie in öffentlichen Bereichen Handschuhe und greifen Sie „fremde“ Gegenstände nicht unnötig an (z. B. beim Shoppen oder im öffentlichen Verkehr). Sehr wirkungsvoll: Fassen Sie sich wenig ins eigene Gesicht – so gelangen Keime nicht an die Schleimhäute. Auch das Meiden großer Menschenmengen hilft, ebenso wie der Verzicht auf Händeschütteln oder innige Begrüßungen.

Allgemeine Sauberkeit:
Reinigen und desinfizieren Sie Viren-Hotspots wie Türgriffe, Armaturen, Lichtschalter, Computertastatur etc. häufig.
 
Maßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die Haltegriffe in U-Bahn und Straßenbahn können ebenso gefährliche Viren beherbergen wie die Griffe von Einkaufswägen. Dabei gilt: Metalloberflächen sind besser als Plastik, weil sie Ionen abgeben, die Viren abtöten. Tipp: Handschuhe anziehen!
 
Elektronische Geräte richtig reinigen:
Der ständige Griff zu Handy und anderen elektronischen Geräten wie Tablett oder Computer bleibt nicht folgenlos: Viel benutzte Geräte sind mit Keimen und oft mit Erregern belastet. Der beste Schutz ist auch hier die Desinfektion der Geräte.

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