Reiseapotheke: Das sollten Sie einpacken

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Reiseapotheke: Das sollten Sie einpacken

Im neuen gesund&fit Magazin finden Sie die besten Tipps für den Sommer. Erfahren Sie, was Sie bei der Zusammenstellung Ihre Reiseapotheke unbedingt beachten sollten.

Darauf sollten sie achten 1/5
Dauermedikamente Medikamente, die regelmäßig genommen werden müssen, dürfen keinesfalls vergessen werden.
Sonnenschutz Klar zieht es uns im Sommerurlaub vor allem Richtung Sonne. Daher darf eines keinesfalls im Koffer fehlen: eine dem Hauttyp entsprechende Sonnencreme.
Achtung: Hitze Die macht nicht nur uns ganz schön zu schaffen, sondern kann auch die Wirksamkeit unserer Präparate in der Reiseapotheke negativ beeinflussen. Deshalb die Reiseapotheke niemals im Auto oder in der prallen Sonne liegen lassen. Wichtig: Manche Präparate (z. B. Insulin) gehören sogar gekühlt gelagert.
Zeitgerecht Verschieben Sie doch die Kleiderauswahl auf einen späteren Zeitpunkt, denn Gesundheit hat eindeutig Priorität. Deshalb sollten Sie Ihre Reiseapotheke nicht in der letzten Sekunde packen, sondern zeitgerecht zusammenstellen. Achten Sie im Vorfeld auf die Haltbarkeit und kaufen Sie gegebenenfalls abgelaufene Präparate nach.
Fragen? bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke? Wenden Sie sich doch an Ihre Apotheke – hier werden Sie fachlich beraten.
Apotheken sind mit einem speziellen EDV-System ausgestattet, das die zur Urlaubsdestination passende Reiseapotheke sowie Schutzimpfungen empfiehlt. Wir wünschen einen schönen Urlaub!

Urlaubsguide

Endlich kommt der Sommer wieder, endlich Urlaub, Sonne, Strand und Meer – endlich Zeit, abzuschalten und zu entspannen. Leider kann laut Statistik jeder zehnte Österreicher seinen Urlaub nicht in vollen Zügen genießen, da er im Laufe der Reise erkrankt oder unter leichten bis mittelschweren Blessuren leidet. Spitzenreiter neben Verdauungsproblemen und Sonnenbrand sind Blasenentzündungen, durch Klimaanlagen bedingte Erkältungen und Verletzungen. Während die gesamte Sommer-Abendgarde­robe im Koffer zu finden ist, ist die Reiseapotheke jedoch meist nur lückenhaft bestückt. Schlecht, denn ein kleines, gut bestücktes Notfallköfferchen könnte nämlich den Urlaub retten. Doch was muss mit und was darf zu Hause bleiben? Wir haben bei Experten aus den wichtigsten Fachgebieten nachgefragt und helfen Ihnen beim Kofferpacken!

Das empfehlen die Mediziner 1/8
Gynäkologie

Pilzinfektionen & Blasenentzündung

Pilzinfektionen sind keine Seltenheit. Deshalb unbedingt eine Einmal-Vaginaltablette (Canesten, rezeptfrei) und eine Scheidencreme in die Reiseapotheke ­packen. Noch einfacher in der Handhabung: eine Einmaltablette Fluconazol zum Schlucken – erspart die lästige vaginale Applikation. Bei Blasenentzündung – ein Urlaubsklassiker – hilft ein Einmalantibiotikum (Monuril).

Achtung  

Singlefrauen, die einen Partyurlaub planen, sollten eine Notfallkontrazeption („Pille danach“) mitnehmen, im Ausland schwer zu bekommen.
Derma

Sonnenschutz  

Darf in keinem Urlaub fehlen! Lassen Sie sich beraten, welcher Lichtschutzfaktor Ihrem Hauttyp entspricht – ansonsten: LSF 50 und auf einen hohen UVA-Schutz achten!

Sonnenbrand, Quallenbiss  

Bei leichtem Sonnenbrand oder Kontakt mit Quallen ist kurzfristig eine Cortisoncreme hilfreich.

Für danach  

Nach dem Sonnenbad ist eine reichhaltige Pflege durch After Sun unerlässlich. TIPP: Insektenspray mit den Wirkstoffen DEET und Permethrin.
Medizin für Kinder

Für die Kleinsten  

Das Wichtigste bei einer Reise mit Kindern ist es, ein Schmerz- oder Fiebermittel mitzuführen. Bei Flugreisen helfen Nasentropfen, den Druck besser auszugleichen. Für kleinere Verletzungen nehmen Sie ein Desinfektionsmittel und Pflaster mit. Ohrentropfen auf antibiotischer Basis werden oft benötigt, da es häufiger zu einer Entzündung im äußeren Gehörgang kommt. Neigt ein Kind zu Allergien, sollten Antihistaminika mitgeführt werden.
Urologie

Tipps & Tricks  

Besonders wichtig ist es, immer eine Flasche Wasser mitzuhaben, um Dehydrierung vorzubeugen – sonst haben Bakterien leichtes Spiel. Außerdem: nasse Badebekleidung immer gleich wechseln, um Unterkühlung zu vermeiden.

Cranberry  

Ein echter Allrounder für die Blase. Ob als Pulver zum Lösen, Tablette oder Kaudragee – Cranberry darf keinesfalls fehlen.
Augen

Sonnenschutz  

Unbedingt Sonnengläser mitnehmen – dabei auf die Kennzeichnung des UV-Schutzes achten. Bei Fehlsichtigkeit an Ersatzbrillen und/ oder Linsenpflegemittel denken.

Medikamente  

Viele Menschen leiden unter trockenen Augen – hier helfen benetzende Tropfen, Salben und Cremes. Bei bestehender Medikation (z. B. grüner Star) diese ­unbedingt fortsetzen.
Darm

Alarm im Darm  

Elektrolytlösungen, die mit Mineralwasser getrunken werden, helfen, durch Reisedurchfall bedingte Austrocknung auszugleichen. Achtung: Bei blutigen Durchfällen ist eine Antibiotikakur anzuraten – ansässige Ärzte wissen über gängige Keime Bescheid und können helfen.
Bei normalem Durchfall kann zudem der Einsatz des Medikaments Imodium helfen. Gegen Verstopfung empfiehlt sich die Mitnahme von z. B. Dulcolax.
HNO

Gehörgangsentzündung

Um einer Gehörgangsentzündung vorzubeugen, helfen Normison-­Ohrentropfen. Akut können Otalgan-Ohrentropfen helfen.

Achtung  

Schnupfen stört die Tubenbelüftung und somit den Druckausgleich – nicht tauchen! Bei einer Flugreise helfen abschwellende Nasentropfen. Allergiker sollten sich vorab über Belastungen informieren und Medikamente mitbringen.
Sport

Sonnenschutz beim Sport  

Gerade beim Sport neigt man dazu, einen Sonnenbrand zu erleiden. Deshalb eine Creme mit möglichst hohem LSF auftragen. Erwischt es einen doch, hilft Diclofenac-Gel (Voltaren). Auch zu empfehlen ist ein Basispaket an Pflastern, Verbänden & Co.

Eine bewusste Auszeit nehmen

Verzichten Sie im Urlaub auf Sport und nehmen Sie sich bewusst eine Auszeit von Ihrem Alltag!

Ich packe meinen Koffer …

Bevor es Richtung Süden, der Sonne entgegen, geht, sollten Sie das „Ich packe meinen Koffer …“-Spiel auf medizinischer Ebene spielen. Und das beizeiten, denn „generell gilt es, sich rechtzeitig zu informieren, ob – je nach Reiseziel – Schutzimpfungen anstehen“, weiß Dr. Doris Gapp, Ärztin für Allgemeinmedizin. Doch was gehört nun rein in die Reiseapotheke? „Vor Reiseantritt empfiehlt sich ein Gespräch mit dem Hausarzt, denn der kennt die individuellen Krankheitsgeschichten seiner Patienten und somit auch deren Schwachstellen.“ Wichtig neben der Basis-Apotheke:  „Wer an einer chronischen Krankheit leidet, muss zusätzlich an eine ausreichende Menge der vom Arzt verordneten Dauermedikamente denken.“

CHECK-LISTE

Bitte nicht vergessen!

Arzneimittel gegen:
✚ Fieber, Schmerzen, grippale Infekte
✚ Mund- und Rachenentzündungen
✚ Durchfall, Erbrechen, Reisekrankheit
✚ Sonnenbrand, Insektenstiche

Außerdem:
✚ Nasentropfen
✚ Augentropfen (pro Reisenden ein Fläschchen)
✚ Mineralstoffpräparate bei schwerem Durchfall
✚ Präparate zur Wiederherstellung der Darmflora
✚ für Kinder Zäpfchen bei Fieber und Schmerzen
✚ Prophylaxe-Medikamente ja nach Reiseziel

zur Versorgung von Verletzungen:
✚ Mittel zur Hautdesinfektion
✚ Wund- und Heilsalbe
✚ aluminisierter Verbandmull bei Verbrennungen
✚ elastische Binde, Mullbinden
✚ Heftpflaster

und ebenfalls Wichtig:
✚ Fieberthermometer
✚ eine Schere und eine Pinzette


Achtung: Sonne!

„Jeder Dritte bis Vierte, der in den Süden reist, verliert kostbare Urlaubstage durch eine Darmerkrankung“, weiß Darmexperte Dr. Friedrich A. Weiser. Fast ebenso häufig sind Infektionen der Harnwege, die oft nur durch Antibiotika in den Griff zu bekommen sind. Hierbei ist die Wahl des richtigen Präparats entscheidend, weiß Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Markus Marg­reiter. „Es gibt Antibiotika, die die Sonnenempfindlichkeit der Haut beeinflussen und das Entstehen eines Sonnenbrands begünstigen.“ Ihr Arzt informiert Sie gerne. Außerdem: Sonnencreme nicht vergessen – damit liegen Sie immer richtig!

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