Herzinsuffizienz: Symptome, Behandlung & Vorbeugung

Das tut Ihrem Herzen gut

Herzinsuffizienz: Symptome, Behandlung & Vorbeugung

Sänger und Komponist Udo Jürgens ist tot. Der 80-jährige starb an Herzversagen . Herzinsuffizienz (Herzschwäche, unzrueichende Funktion des Herzens) ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. In Europa udn den USA leiden insgesamt 8,5 Millionen Menschen an Herzinsuffienz.

Was ist Herzinsuffizienz?
Bei einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzmuskelschwäche) ist das Herz nicht mehr in der Lage, genug Blut in den Kreislauf zu pumpen. Die Folge: Die Durchblutung der Organe und des Gewebes ist verringert. Das kann zu einem Kreislaufversagen führen.Eine Herzinsuffizienz tritt oft als Folge anderer Erkrankungen des Herzens auf und betrifft vor allem ältere Menschen. Die häufigsten Ursachen für Herzschwäche sind Bluthochdruck (Hypertonie) und koronare Herzkrankheiten (KHK). Diese Erkrankungen schwächen die Herzleistung, die Pumpleistung lässt nach.

Es gibt frei Formen der Herzmuskelschwäche:

-          Linksherzinsuffizienz: Das Herz ist nicht mehr in der Lage ausreichend Blut in den Kreislauf zu Pumpen. Das Blut staut sich in der Lunge. Dadurch können Symptome wie Atemnot oder auch zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) auftreten.

-          Rechtsherzinsuffizienz: Das Herz kann das Blut, das von den Organen zurückkommt, nicht schnell genug weiterpumpen. Das Blut staut sich vor dem Herzen und es entsteht ein hoher Druck in den Blutgefäßen. Wassereinlagerungen (Ödeme) sind die Folgen.

-          globale Herzinsuffizienz: Die Insuffizienz betrifft beide Herzhälften. Betroffene ermüden schneller. Sie fühlen sich erschöpft und schwach. Außerdem können Probleme beim Atmen und Atemnot auftreten.

Herzschwäche wird spät bemerkt
Das Fatale: Herzschwäche wird oft erst spät bemerkt. In Österreich sind etwa 300.000 Menschen von chronischer Herzschwäche betroffen. Viele der Patienten kommen erst relativ spät zu Diagnose und Therapie.Die chronische Pumpschwäche des Herzens ist oft die Spätfolge eines Herzinfarkts oder von lange bestehendem Bluthochdruck. Ihre Gefährlichkeit wird unterschätzt. So erklärte Deddo Mörtl, stellvertretender Leiter der Arbeitsgemeinschaft Herzinsuffizienz der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft: "Nach der Erstdiagnose versterben ein Drittel der Patienten im ersten Jahr. Mit einer adäquaten Therapie können wir die Lebenserwartung der Herzinsuffizienz-Patienten verdoppeln."

Therapie
Klinische Untersuchung, EKG, Herzultraschall und die Bestimmung des Biomarkers BNP (B-Typ natriuretisches Peptid) im Blut sind die wichtigsten Diagnoseverfahren. Die Therapie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Bei einer chronischen Herzinsuffizienz kommen Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer, Betablocker und harntreibende Medikamente (Diuretika) zum Einsatz.

So kann man vorbeugen
Ein gesunder und ausgewogener Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung kann den allgemeinen Gesundheitszustand positiv beeinflussen.  Alkohol sollte nur in Maßen genossen und Übergewicht und Rauchen vermieden werden. Darüber hinaus sollte Bluthochdruck konsequent behandelt werden.

10 Strategien gegen Herzinfarkt 1/10
1. Lachen Sie! Lachen ist nicht nur gut für die Seele, sondern auch für Ihr Herz. Es aktiviert biochemische Prozesse, lockert die Muskeln und setzt Glückshormone frei. Kinder lachen bis zu 400-mal am Tag, Erwachsene nur mehr 15-mal im Schnitt. Das sollten Sie ändern! Lachen Sie, so oft es nur geht.
2. Gehen Sie zum Arzt! Nehmen Sie Vorsorgeuntersuchungen wahr. Der Arzt kann Infarktrisiken erkennen und so können Sie rechtzeitig dagegen vorgehen.
3. Sorgen Sie für eine schlanke Mitte! Studien zeigen, dass der Bauchumfang eine große Rolle in der Herzgesundheit spielt. Ein dicker Bauch erhöht das Risiko für Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck und somit auch das Herzinfarktrisiko. Bei Frauen sollte der Bauchumfang unter 88, bei Männern unter 102 cm liegen.
4. Essen Sie wie im Urlaub! Setzen Sie auf mediterrane Ernährung: viel frisches Obst und Gemüse, wenig tierische Fette und Fleisch, dafür pflanzliche Öle sollten am Speiseplan stehen. Mediterrane Ernährung ist gut für die Herzgesundheit.
5. Machen Sie Urlaub! Entfliehen Sie dem Alltag und tanken Sie neue Energien bei einem Urlaub. Diesen Luxus sollten Sie sich Ihrer Gesundheit zuliebe gönnen.
6. Machen Sie keinen Sport wenn Sie krank sind! Schnupfen, Husten, Fieber? Dann ist Sport tabu! Nach einer Grippe oder einem Infekt ist der Körper geschwächt und braucht eine Auszeit. Gönnen Sie ihm diese Pause und trainieren Sie erst wieder, wenn Sie sich richtig gesund und fit fühlen. Rund vier bis 6 Wochen Sportpause werden empfohlen.
7. Hören Sie mit dem Rauchen auf! Das wollen Sie vielleicht nicht hören (dabei wissen Sie es eh schon längst): Hören Sie mit dem Rauchen auf! Bereits nach einem Jahr als Nichtraucher ist Ihr Herzinfarktrisiko um die Hälfte gesunken. Es ist nie zu spät aufzuhören!
8. Trinken Sie Alkohol in Maßen! Männer sollten maximal 20 bis 24 Gramm Alkohol (ca. zwei Gläser Bier) pro Tag zu sich nehmen. Bei Frauen sollten es nicht mehr als 10 bis 12 Gramm (ca. ein Glas Bier) sein.
9. Machen Sie mehr Schritte! Zu Fuß einkaufen, in die Arbeit oder die Kinder von der Schule abholen - jeder Schritt zählt! Bewegen Sie sich mindestens 30 Minuten am Tag und machen Sie Ausdauersport. Bereits 2000 zusätzliche Schritte täglich senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um acht Prozent. Tipp: Legen Sie sich einen Schrittzähler zu und schauen Sie mal wie viele Schritte Sie am Tag so machen.
10. Vermeiden Sie Stress! Stress schadet dem Herzen, darum ist Entspannung nach der Arbeit besonders wichtig. Schalten Sie ab - auch das Handy! Und nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die wirklich wichtig sind und Ihnen Freude bereiten: Freunde und Familie.

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