Für immer schlank

Die besten Experten-Tipps

Für immer schlank

640 Millionen Menschen weltweit sind zu dick

Warum Adipositas am Vormarsch ist und wie Sie ein Leben lang schlank bleiben, respektive sogar Kilos verlieren, verraten unsere Experten. - Die besten Experten-Tipps aus dem neuen gesund&fit Magazin.

So viel Sport brauchen Sie 1/3
Ursachen von Übergewicht
„Eine positive Energiebilanz!“, so Dr. Kurt A. Moosburger FA für Innere Medizin, Sportmedizin, Ernährungsmedizin. „Denn die Menschen bewegen sich signifikant weniger als früher. Sekundär liegt es an der Ernährung. Ansetzen muss man aber bei der Bewegung – vor allem bei der Alltagsbewegung, die ob Lift und Rolltreppe fehlt. Ohne Bewegung nimmt die Muskelmasse ab, damit geht der Energieumsatz runter, wir werden noch träger – das setzt den Teufelskreis des Dickwerdens in Gang.

Warum wir zu-/abnehmen:
„Das Fett, das wir zu uns nehmen“, so Dr. Moosburger, „wird zu einem Großteil von unseren Muskeln verbrannt und gelangt zum anderen Teil in unsere Fettzellen. Die eingelagerten Fette werden immer wieder gespalten, um über den Blutkreislauf in alle Organe vor allem in die Muskeln zu gelangen. In den Muskelzellen werden Fettsäuren verbrannt, um Energie zu gewinnen. Ist der Vorgang zwischen Fetteinlagerung und -abbau im Gleichgewicht, bleibt der Körperfettgehalt gleich. Ist die Energiebilanz negativ, wird das Energieminus durch körpereigene Fettreserven ausgeglichen – wir specken ab. Ist die Energiebilanz positiv, wird neues Fett in den vorhandenen Fettzellen gespeichert.“



Gefährliches Übergewicht

Die Weltbevölkerung wird seit 1975 alle zehn Jahre um 1,5 Kilogramm schwerer. 13 Prozent aller Erwachsenen sind mittlerweile stark fettleibig. 39 Prozent sind übergewichtig – doppelt so viele wie noch im Jahr 1980. Übergewicht und Fettleibigkeit werden weltweit mit mehr Todesfällen in Verbindung gebracht als Untergewicht. So lauten die schockierenden Ergebnisse einer aktuellen Metastudie zum Body-Mass-Index von Erwachsenen, an der sich 700 Forscher beteiligt hatten. Setzt sich der Trend zur Gewichtszunahme fort, werden im Jahr 2025 weltweit 18 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen adipös sein. Das von der WHO deklarierte Ziel einer globalen Stabilisierung der Adipositas im Jahre 2025 auf dem Niveau von 2010 ist laut Studienautoren unrealistisch. Österreich sticht im internationalen Vergleich – anders als die Schweiz (vor allem die Frauen dort sind sehr schlank) – alles andere als positiv hervor. Auch wir werden immer dicker. 15,6 Prozent der Männer und 13,2 Prozent der Frauen sind laut den aktuellsten Erhebungen adipös. 1991 waren es noch 8,3 Prozent der Männer und 9 Prozent der Frauen. Die körperlichen Folgen von Übergewicht: u. a. Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose einhergehend mit einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen, Schlaganfall, Herzinfarkt, Gicht, Demenz – und damit eine verkürzte Lebenserwartung. Aber starten wir doch bei den Ursachen:

So viel dürfen Sie essen 1/3
Ursachen von Übergewicht
Das sagt die Expertin, Diätologin Mag. Caroline Sonnenberg, BSc:
Eine zu hohe Kalorienaufnahme durch zu große Mengen an Lebensmitteln oder durch zu kalorienreiche Produkte, wie Fett, Zucker, Alkohol, Softdrinks. Fehlernährung zieht zudem Nährstoffmangel nach sich, der zu Stoffwechselstörungen führt. Weitere Gründe: Bewegungsmangel, genetische Faktoren, krankheitsspezifische Stoffwechselstörungen, psychische Störungen, Unverträglichkeiten.


Warum werden wir immer dicker?
Die WHO formuliert im Zuge der Studie: „Der Hauptgrund für Fettleibigkeit und Übergewicht ist eine Energie-Dysbalance zwischen den konsumierten Kalorien und verbrauchten Kalorien.“ Sprich wir essen mehr, als wir verbrennen können. Ein eindrucksvolles Beispiel aus einer Hochrechnung zitiert Dr. Kurt A. Moosburger, FA für Innere Medizin, Sportmedizin, Ernährungsmedizin: Technische Errungenschaften wie die Fernbedienung und das Handy hätten uns einen Bewegungsverlust von bis zu 150 Kilometer in der eigenen Wohnung im Jahr beschert!  Allein dies kann pro Jahr zu etwa 0,5 Kilogramm mehr Fett auf den Rippen führen. Wir bewegen uns signifikant weniger, als noch vor einigen Dekaden und essen zu viel für unseren Energieumsatz . „Hierbei“, so Diätologin Caroline Sonnenberg „sind vor allem Fett, Zucker, Alkohol maßgebliche Faktoren, die letztendlich häufig auch zu Nährstoffmängeln führen – was wiederum den Stoffwechsel stört.“ Nahrung hat durch industrielle Fertigung immer weniger mit „echtem“ Essen zu tun, und fast jeder Schritt wird uns abgenommen – dabei steckt unser Organismus noch in der Steinzeit fest, als Ressourcen knapp waren. Sprich der Körper ist genetisch auf regelmäßige Aktivität und auf das Einlagern von Fett programmiert.

So steuern Sie Ihr Gehirn 1/3
Ursachen von Übergewicht
Das sagt die Expertin, Neurochirurgin & Psychiaterin Dr. Iris Zachenhofer:
Wir sind noch gleich programmiert wie Steinzeitmenschen – hatten kein genetisches Update. Wenn wir etwas Süßes sehen, wollen wir es essen und der Körper lagert es ein, damit wir nicht verhungern und über lange Strecken Energie haben. Die viele Energie, die wir aufnehmen, verbrauchen wir heute nicht mehr.
  

Was können wir tun?
gesund & fit hat aus den für das Gewicht maßgeblichen und ineinandergreifenden Feldern Bewegung, Ernährung und Neurologie (Wie ist unser Hirn programmiert? Wie kann ich es austricksen?) Kapazitäten um ihr Know-how gebeten. Sportmediziner Dr. Moosburger, Diätologin Mag. Sonnenberg und Neurochirurgin und Psychiaterin sowie Buchautorin von „Kopfsache schlank“ Dr. Iris Zachenhofer verraten in Interviews erstens: Wie viel Bewegung der Körper braucht, um sein Gewicht zu halten. Wie viel darf ich wirklich essen? Und zweitens: Was kann ich tun, um wieder schlank zu werden? Wann beginne ich Fett zu verbrennen? Wie kann ich mein Gehirn auf schlank programmieren? Dies ist keine Diät. Dies ist ein umfangreicher Leitfaden für ein langes und gesundes Leben. Je mehr Sie umsetzen können, desto besser.

Das darf Frau/Mann am Tag maximal essen, um nicht zuzunehmen 1/2
Frau (35 Jahre)
1,65 m groß, 60 kg, Büroangestellte mit wenig anstrengender Aktivität in der Freizeit. Gesamtenergiebedarf (Grundumsatz und Leistungsumsatz): 1.900 kcal.

Frühstück:
Müsli Mix
Zutaten: 5 EL Haferflocken, 1 Banane, ½ Schale Heidelbeeren, 1 fettarmes Naturjoghurt, 1 EL gehackte Walnüsse,
1 TL Leinsamen, 1 TL Kokosette.
Zubereitung: Alles gemeinsam vermengen und ein paar Minuten ziehen lassen.

Mittag:
Pute in Champignonsauce und Reis,
1 kleiner grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing

Abend:
Kichererbsensalat mit Räucherforelle
Zutaten: 130 g Kichererbsen (Dose), 1 Frühlingszwiebel, 125 g Forelle geräuchert, 50 g Gurke, 100 g Radieschen, 1 große Tomate.
Zubereitung: Die Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Tomaten würfeln, die Gurke waschen und in Stücke schneiden. Radieschen in feine Scheiben. Die Forellenfiletstücke zerteilen. Alle Zutaten miteinander vermengen. Für das Dressing Zitronensaft, Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer, Chili und Kreuzkümmel verrühren.