Höheres HIV-Risiko bei unbeschnittenen Männern

Bakterien als Ursache?

Höheres HIV-Risiko bei unbeschnittenen Männern

Bakterien, die unter der Vorhaut leben, sind erstmalig mit dem HIV-Virus in Verbindung gebracht worden.

Bereits mehrere Studien haben bewiesen, dass für Männer mit intakter Vorhaut ein höheres Risiko besteht, sich mit HIV anzustecken. Eine neue Studie zeigte jetzt einen möglichen Grund dafür auf.

Bereich mit geringer Sauerstoffzufuhr
Dr. Cindy Liu, die leitende Studienautorin, erklärt: „Wir haben festgestellt, dass heterosexuelle Männer, an denen wir bestimmten Arten von Bakterien nachweisen konnten, ein erhöhtes Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren.“ Die seien spezielle anaerobe Bakterien, die besonders in Bereichen mit geringem Sauerstoff, wie es unter der Vorhaut der Fall ist, vorhanden sind.

Diese Ergebnisse seien sehr nützlich, um neue Wege zu finden, mit denen das Risiko minimiert werden kann. Eine Reduzierung der betreffenden Bakterienarten könnte gute Erfolge erzielen. Wie genau das passieren kann, sei noch nicht erforscht, aber die Zeichen stünden gut.

Beschneidung keine Garantie
Beschnittene Männer haben zwar ein geringeres Risiko der Ansteckung. Die WHO (Weltgesundheits-Organisation) empfiehlt Beschneidung aber dennoch nur in Regionen, in denen die HIV-Raten hoch sind.

Viele Menschen auf der ganzen Welt unterschätzen die Ansteckungsgefahr immer noch. Fakt ist allerdings: Der Virus, der AIDS auslöst, ist auch heute noch nicht heilbar. Die Forschung macht zwar große Sprünge – bis zu einem definitiven Heilmittel ist der Weg aber noch weit, wie es scheint. Auch über die Symptome der Krankheit wissen viele Menschen nicht Bescheid, dabei ist Früherkennung auch bei HIV sehr wichtig.

Symptome einer HIV-Erkrankung 1/8
Körperliche Anzeichen: Fieber, Nachtschweiß, generalisierte Lymphknotenschwellung (Lymphadenopathie), Gewichtsverlust oder Durchfall unklarer Ursache, chronische Müdigkeit, Mononukleose-Symptome