Was Kinder wirklich brauchen

Mehr Vitamine

Was Kinder wirklich brauchen

Nein, pfui, das mag ich nicht! Das schmeckt mir nicht. Ich will etwas Anderes!“ Sätze, die viele Eltern nur zu gut kennen und manchmal zur Verzweiflung bringen. Und doch liegt Eltern eine richtige und vor allem gesunde Ernährung sehr am Herzen. Leider verweigert der Nachwuchs die gesunde Kost viel zu oft und greift dafür mit Freude zu Fast Food und Süßigkeiten.

Unsere Kinder sind unterversorgt
Oftmals wird angenommen, dass in einem hoch entwickelten Land wie Österreich Kinder keinen Mangel an Vitaminen und Spurenelementen haben können. Doch ein aktueller Ernährungsbericht des Bundesministeriums für Gesundheit spricht eine ganz andere Sprache. Unsere Jugend und Kinder ernähren sich oft falsch, daher fehlt dem kindlichen Immunsystem zum Beispiel Vitamin C, Vitamin D und Zink.
Wer hätte das gedacht ...

Insbesondere der Mangel an Vitamin C überrascht: Offensichtlich reicht es doch nicht, ein paar Zitrusfrüchte zu essen. Die 10- bis 14-jährigen Mädchen und 13- bis 14-jährigen Burschen unterschreiten die Referenzwerte für Vitamin C, das eine ganz zentrale Rolle in der Immunabwehr aber auch in der Bildung von Knorpel, Knochen, Haut und Zähnen spielt. Vitamin C erhöht auch die Eisenresorption und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei.

Sorgenkind Zink
Wirklich alarmierend ist die Situation beim essenziellen Spurenelement Zink. Etwa 50 Prozent der Kinder haben hier einen Mangel. Zink zählt zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Das Spurenelement trägt unter anderem zu einem normalen Säure-Basen-Haushalt bei und fördert die Verwertung von Kohlenhydraten und Fetten. Gerade im Zusammenspiel von Vitamin C und D ist dieser Mangel gravierend, weil die drei Komponenten eine wichtige Rolle haben in der Funktion des kindlichen Immunsystems.

Wie ernähre ich mein Kind richtig?
„Ihr Kind braucht auf jeden Fall ein kraftvolles Getreide-Frühstück mit Milch, Obst und Gemüse“, weiß die Wiener Ernährungswissenschaftlerin Christina Lachkovics-Budschedl. Sie empfiehlt fünf Mahlzeiten am Tag, als Snack Nüsse, Kürbiskerne, Müsliriegel und/oder Obst, eine ordentliche Schuljause und vor allem Spaß am Essen (siehe auch Kasten rechts). Sie rät zu folgenden Tipps:

10 Tipps für mehr Spaß am Essen
1. Essen Sie so oft wie möglich gemeinsam mit Ihrem Kind.
2. Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre bei Tisch (schön gedeckter Tisch, angenehme Gespräche, Fernseher aus).
3. Planen Sie für die Mahlzeiten genügend Zeit ein, insbesondere für das Frühstück!
4. Lassen Sie Ihr Kind bei den Vorbereitungen wie Aufdecken mithelfen.
5. Akzeptieren Sie, dass Ihr Kind seine Portionsgrößen selber wählt.
6. Belohnen Sie nicht mit Essen oder speziellen Lebensmitteln (Süßem).
7. Loben Sie Ihr Kind, wenn es ernährungstechnisch günstige Lebensmittel wie Obst und Gemüse isst.
8. Bestrafen Sie ihr Kind nicht mit Essensentzug.
9. Seien Sie ein Vorbild!
10. Machen Sie sich bewusst: Trinken ist genauso wichtig wie Essen.

Diese Vitamine fehlen unseren Kids:

Vitamin D
Der aktuelle Ernährungsbericht zeigt auf, dass unsere Kinder einen Mangel an Vitamin D haben. Es ist bekannt, dass Vitamin D in der Haut und unter UV-Licht gebildet wird. Aber die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden ist zwischen Oktober und April zu schwach, um dieses für Knochen und Immunsystem wichtige Vitamin ausreichend produzieren zu können. Daher ist es wichtig, Nahrungsmittel wie Eier und Champignons (die mögen Kinder) oder Hering, Lachs und Forelle zu essen. Oder auch in Form von Vitamin-D3-Tropfen aus der Apotheke täglich zuführen!

Vitamin C
Kaum zu glauben aber wahr: Unsere Kinder haben einen Mangel an Vitamin C. Es reicht also nicht , nur ein paar Orangen oder Zitronen zu essen, wie oftmals leichtfertig behauptet wird. Denn dass Zitrusfrüchte die besten Vitamin-C-Lieferanten sind, stimmt so gar nicht. Es gibt zahlreiche andere Vitamin-C-Bomben, und zwar: Vitamin-C-Königin ist die Acerola-Beere. Sie hat 1.700 mg Vitamin C pro 100 Gramm. Weitere absolute Top-Vitamin-C-Spender sind die Hagebutte, Sanddornbeere, Guave,  Brokkoli, Schwarze Johannisbeere, Paprika, Kohlsprossen, Kohl und Fenchel.

Zink
Alarmierend ist die Situation beim essenziellen Spurenelement Zink. Etwa 50 Prozent der Kinder haben einen Zink-Mangel. So hilft Zink beim Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Weitere wichtige Funktionen hat es für das Wachstum, die sexuelle Entwicklung, Fruchtbarkeit, Immunabwehr sowie für das Empfinden von Geschmack und Appetit.
Gute Zinkquellen sind: Vor allem Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milch und Käse wie Edamer und Gouda, auch Vollkornprodukte sowie Weizenkleie und Kürbiskerne.  
 

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