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Tipps: Natürliche Hausmittel für Babys & Kinder

Tipps: Natürliche Hausmittel für Babys & Kinder

Blähungen & Bauchweh

Bauchweh-Tees, Salze und Massagen helfen:  
Kinder leiden oft an Bauchweh und das hat unterschiedlichste Ursachen, ob organischer Art oder Blähungen. Das lindert:
Bauchweh-Tee – das Rezept:  
1/4 l Bio Apfelsaft, 1 Prise Zimt, 30 g Kamillenblüten, 30 g Melissenblätter und 30 g ganze Fenchelsamen, 200 ml Wasser.
Mörsern Sie einen TL der Kräuterteemischung (damit die Fenchelsamen ihren wirksamen Duft freigeben) und überbrühen Sie diese mit heißem Wasser. Bedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Danach mit dem Apfelsaft mischen. Mit Zimt abschmecken, denn dieser wirkt zusätzlich krampflösend.
Fencheltee – das Rezept:
1 TL Fenchelfrüchte mit 1 Tasse kochendem Wasser über­gießen, kurz ziehen lassen.
Bauchweh-Öl gegen Blähungen:
30 ml Mandelöl, 2 Tropfen ätherisches Kreuzkümmelöl, je ein Tropfen ätherisches Tonka- und Anisöl. Die ätherischen Öle ins Mandelöl geben und vorsichtig, langsam und beruhigend im Uhrzeigersinn auf den Bauch auftragen. Weitere Massagetechniken finden Sie im Kasten auf Seite 32.
Schüssler-Salze:
Blähungen und Winde: Magnesium phosphoricum D6 (Nr. 7).
Blähungen mit Durchfall oder Verstopfung: Natrium sulfuricum D6 (Nr. 10)
Stinkende Winde: Kalium phosphoricum D6 (Nr. 5).

Massage

Techniken, die das Baby liebt 
Eine Berührung ist heilsam. Machen Sie doch bei Ihrem Wonneproppen eine wohltuende Massage. Diese kann nicht nur Bauchweh lösen, sondern auch Stress abbauen, beruhigen und die Entwicklung des Kindes fördern. Massagen sind eine wunderbare Art und Weise, Ihrem Baby zu zeigen, wie sehr Sie es lieben.
Brustmassage: Wasserrad
Hilft bei leichtem Husten: Die Hände massieren im Wechsel. Sie beginnen unter dem Brustbein und streichen abwärts zum Schambein.
Ausstreichen mit dem Daumen. Vom Nabel weg hin zu den Seiten massieren. Die Daumen liegen flach auf.
Bauchmassage: Kreise um den Nabel 
Hilft bei Verdauungsbeschwerden: Mit der rechten Hand massieren Sie ruhig und langsam Kreise um den Nabel im Uhrzeigersinn.
Herr Pinz und Frau Panz  
Hilft bei Blähungen: Abwechselnd mit den Beinchen den Dickdarm des Babys massieren (indische Bauchpresse); dann beide Beine nach rechts, beide Beine nach links und beide Beine zur Mitte führen.

Zahnen

Das Baby kriegt Zähne!  
Durchschnittlich beginnt das Zahnen der Babys ab dem 6. Monat. Dieser Prozess ist meist eine anstrengende Zeit für die Eltern und auch das Kind! Häufiges Weinen, auch Fieber, Quengeln oder Durchfall sind die möglichen Begleiterscheinungen.
Das können Sie tun:  
Zahnungsschmerzen lindern können Sie mit gezieltem Kauen und Kühlen. Geben Sie dem Kind ein Stück hartes Brot, einen Fenchelstängel oder andere harte Obst- und Gemüsesorten, die roh verzehrt werden können, wie zum Beispiel eine  Karotte. Das wirkt beruhigend und lindernd. Denn um das Druck- und Spannungsgefühl des Kiefers beim Zahnen zu lindern, kaut Ihr Baby gerne auf etwas Hartem herum.  Auch ein Stück harter Parmesan mit Rinde ist wohltuend für Ihr Kind. Besser noch ist eine Veilchenwurzel (genau genommen Wurzel der Wilden Iris) aus der Apotheke –
kühlt, wirkt auch dem Schmerz entgegen. Oder: Beißringe, welche man zuvor für 30 Min. in den Kühlschrank gibt, verwenden.
Homöopathie:  
Chamomilla recutita in der Potenz D12. Hier gibt man anfangs 5 Globuli im Abstand von 30 Minuten, dann dreimal täglich.
Schüssler-Salze:  
Calcium fluoratum (Nr. 1)
und Calcium phosphoricum (Nr. 2), die wichtigsten Mittel für Entwicklung, Zähne und Wachstum.

Durchfall

Wird schnell gefährlich!  
Durchfall nimmt bei Babys schnell ein gefährliches Ausmaß an, da der Körper durch den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust stark geschwächt ist. Von einer reinen Selbstbehandlung mit Hausmitteln ist hier eher abzu­raten, wenn der Durchfall anhält und das Kind nichts bei sich behält. Gehen Sie daher unbedingt zum Arzt.
Das können Sie tun:  
Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken. Oft geht mit Durchfall auch Erbrechen einher. In diesem Fall unbedingt auch darauf achten, dass die verlorenen Mineralsalze wieder ausgeglichen werden. Am besten mit einem Elektrolytpulver aus der Apotheke. Rühren Sie das mit babygeeignetem ­Wasser an. Alternativ können Sie Traubenzucker in Wasser oder Tee auflösen.
Das sollte Ihr Kind essen:  
Geben Sie Ihrem Kind Reis, Banane, Kartoffeln, Zwieback, trockene ­Haferflocken, Karottensuppe usw.
Schüssler-Salze:  
Bei leichtem Durchfall: Ferrum ­phosphoricum D12 (Nr. 3).
Milchunverträglichkeit, wenn der Durchfall grünlich-gelblich ist und säuerlich riecht: Natrium phospho­ricum D6 (Nr. 9)
Klar-wässig: Natrium chloratum D6 (Nr. 8)

Wunder Po

Aua! Der Po ist rot!
Ihr Baby hat einen knallroten Po? Was nun? Das kann ein Anzeichen für Windeldermatitis (Windelausschlag) sein. Aber auch wenn es „nur“ eine Reizung durch feuchte Windeln oder Stuhlgang ist, ist ein wunder Po für Ihr Baby sehr, sehr unangenehm.
Das können Sie tun:
Zuallererst lassen Sie möglichst viel frische Luft an den Babypopo. Also ziehen Sie Ihrem Baby nur ein Oberteil an und legen Sie es mit nacktem Po auf ein Handtuch. Das lindert sofort. Wenn Sie es zeitlich nicht schaffen oder organisatorisch, weil Sie unterwegs sind, dann wickeln Sie Ihr Baby jetzt häufiger als sonst. Und lassen Sie bei jedem Windelwechseln Ihr Baby ein paar Minuten ohne Windel liegen.
Kamillentee hilft:
Reinigen Sie den wunden Po Ihres Babys mit kaltem Kamillentee. Bitte nur tupfen, nicht reiben. Ältere Kinder können kurze Sitzbäder in Kamillentee machen.
Breiumschlag und Topfen auflegen:
Machen Sie mit einer rohen Kartoffel oder Topfen einen Umschlag! So geht’s: Geben Sie eine Kompresse auf die wunde Stelle, dann die geriebene rohe Kartoffeln oder Topfen, dann wieder eine Kompresse.
Nach 20 Minuten abnehmen.