Depression

Erkrankung der Psyche

Depression: Warum Sie nicht daran schuld sind

Betroffene fühlen sich schuldig, weil sie keinen Ausweg sehen

Mentale Gesundheitsprobleme werden stark unterschätzt. Von außen ist das Leid der Betroffenen nur schwer erkennbar. Vielen sind die Symptome von psychischen Erkrankungen unbekannt. Darum wird vor allem Depressiven schädlicher Weise oft dazu geraten, sich nicht so anzustellen. Ein Gefühl der Schuld ist oft die Folge.

Was Angehörige tun können
Nicht nur Betroffene, sondern vor allem auch Angehörige sollten sich ein besseres Bild über die Entstehung und Ursache der Krankheiten machen. Viele fühlen sich in der Situation stark überfordert, denn nicht immer ist Hilfe möglich oder erfolgreich. Umso weniger Angehörige aber über eine psychische Erkrankung wissen, umso problematischer ist die Situation.
Zu betonen ist außerdem, dass bei der Entstehung einer psychischen Erkrankung niemand die Schuld trägt. Diese Erkenntnis ist nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Familie und Freunde besonders wichtig. Angehörige psychisch Erkrankter können bei Vereinen wie HPE Österreich Hilfe suchen.

Die häufigsten Anzeichen für Depressionen 1/4
Stimmung
Bei depressiven Menschen herrscht ein Stimmungstief vor, das dauerhaft anhält. Sie lassen sich nicht aufheitern, fühlen sich innerlich leer oder teilnahmslos. Oft sehen sie die Erkrankung als persönliches Versagen an. Sie haben aufgrund ihrer Depressionen Schuldgefühle und/oder ein verringertes Selbstwertgefühl.


Ursachen von Depressionen
Die Entstehung einer Depression kann von vielen Faktoren abhängen. Dafür können belastende Lebensereignisse oder eine andauernde Überforderung in Frage kommen. Auch positive Erlebnisse und Gefühle spielen eine bedeutende Rolle. Positive Erfahrungen können Menschen vor einer Depression schützen und helfen, schwierige Erlebnisse zu verarbeiten.
Auch das Verhalten der Betroffen ist von Bedeutung. Depressives Verhalten kann die Depression zusätzlich verstärken. Betroffene ziehen sich oft zurück und erhalten so weniger positive Rückmeldungen aus ihrem Umfeld.

Behandlung
Umso früher die Therapie beginnt, umso besser sind die Heilungschancen. Helfen können psychotherapeutische Ansätze, aber auch andere Methoden wie beispielsweise eine Lichttherapie. Angehörige sollten nicht versuchen, Betroffene aufzuheitern oder ihnen gar Vorwürfe zu machen. Mitgefühl und Geduld sind in diesem Fall der Weg zum Erfolg. Eine psychische Erkrankung ist eine starke Belastung und benötigt daher viel Verständnis.

Entzündungen als Ursache?
Neue Studien zeigen, dass bei Depressiven die Entzündungswerte erhöht sind. Bei diesen liegen oft entzündliche Prozesse im Gehirn vor, die für die Erkrankung verantwortlich sein könnten. Bereits seit längerem werden erhöhte Entzündungswerte mit Symptomen wie Antriebsmangel, Appetitverlust und schlechter Stimmung in Verbindung gebracht.