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So entstehen Schmerzen

So entstehen Schmerzen

Auslöser:

Ursachen der Rückenschmerzen können organische Leiden, wie Bandscheibenvorfälle, Verspannungen, Fehlbelastungen, Überlastung, aber auch Unterforderung, wie langes Sitzen, sein, weshalb Rückenprobleme, ob unserer Arbeitswelt, stark zunehmen. Nach wie vor können Schmerzen aber auch ohne ­organische Probleme entstehen – Stress, Depression und andere psychische Beeinträchtigungen können zu einem erhöhten Muskeltonus und in weiterer Folge zu Verspannungen führen. Die Verspannung wird zum organischen Ausdruck ­einer psychischen Überforderung.

Gate-Control-Theory:

Schmerzimpulse passieren auf ihrem Weg aus der Peripherie im Rückenmark eine Umschaltstelle, das sogenannte Gate. Es funktioniert wie eine Kontrollschranke, an der ein Schmerzimpuls weitergeleitet oder aufgehalten wird. Abhängig davon, wie angespannt ein Mensch auf muskulärer Ebene ist, verstärken sich Schmerzimpulse, die Schranke öffnet sich und der Impuls wird an das Gehirn gesendet oder sie werden schwächer und die Schranke bleibt geschlossen.

Vom Symptom zur Krankheit

Steht man dem Schmerz negativ, zum Beispiel ängstlich, gegenüber, wird dieser beispielsweise in den sensorischen frontalen Cortex, den Sitz der Angst, weitergeleitet – ein Teufelskreis beginnt. Denn der Schmerz braucht nun keine Ursache mehr, um fortzubestehen, wird zur Krankheit und es kommt zur Chronifizierung. Die Einstellung, die man zum Schmerz hat, und in welcher psychischen Lage man sich befindet – beides ist für die Empfindung des Schmerzes entscheidend. So sind Schmerzen immer subjektiv und nie objektiv. Abhängig von der psychischen Ausgangslage, kann ein und derselbe Schmerzreiz mit unterschiedlicher Intensität wahrgenommen werden.