Diese Kräuter haben Nebenwirkungen

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Borretsch – Vorsicht, toxisch!

Die feinen bläulich behaarten Blüten haben einen gurkenähnlichen Geschmack und werden gerne im Salat verwendet. Doch enthalten die Pflanzen einen hohen Anteil an Pyrrolizidinalkaloiden, die zwar für sich gesehen nicht toxisch wirken, doch beim Versuch, Alkaloide herauszufiltern, produziert die Leber selbst hochgiftige Stoffe. Weidetiere sind daran bereits verendet. Wer täglich Borretsch zu sich nimmt, riskiert im schlimmsten Fall einen Leberschaden. Auch hier gilt: Verzehr ja, aber bitte in Maßen!

Beinwell – gefährlich für Schwangere!

Das Küchenkraut wird immer beliebter, denn die Blätter verleihen dem Salat eine köstliche Note. Doch das Heilkraut darf nur in Maßen, bei Schwangerschaft überhaupt nicht genossen werden. Es enthält genau so wie der Borretsch Pyrrolizidinalkaloide, welche die Leber schädigen können und vermutlich auch krebserregende Wirkstoffe enthalten. Für Nichtschwangere ist es völlig in Ordnung, Beinwellblätter einmal pro ­Woche zu sich zu nehmen.

Salbei – sparsam 
verwenden!

Salbei enthält eine natürliche Form von ­Östrogen und sollte deshalb während der Schwangerschaft gemieden werden. Auch die Milchbildung kann gehemmt werden. Das Küchenkraut sollte wohldosiert und sparsam eingesetzt werden, denn jede Salbeiart enthält geringe Spuren des Nervengifts ­Thujon.

Johanniskraut – Vorsicht vor Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Das natürliche Antidepressivum kann bei einer zu hohen Dosierung in Kombination mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wie Herzglyko­siden, Gerinnungshemmern oder der Anti-Baby-Pille Wechselwirkungen hervorrufen. Zu den Nebenwirkungen gehört auch, dass das Kraut extrem sonnenempfindlich macht. Kopfschmerzen, Magenprobleme und Müdigkeit sind auch typische Symptome.

Thymian: Nur nicht zu viel!

Die Wirkung des beliebten Heil- und Küchenkrauts ist während der Schwangerschaft umstritten – deshalb sollte man es lieber in hohen Mengen meiden. Die ätherischen Öle können außerdem die Einnahme homöopathischer Mittel negativ beeinflussen. Auch wer unter zu hohem Blutdruck oder Herzinsuffizienz leidet, sollte auf zu hohe Dosen von Thymian verzichten. Das gilt genauso für Thymianbäder oder Einreibungen mit dem Öl!

Waldmeister 
verursacht Kopfweh

Das beliebte Frühlingskraut enthält Cumarin, das verantwortlich für den feinen vanilleartigen Geschmack ist. Dieser Wirkstoff jedoch entfaltet sich erst während des Welkens, das heißt, er wird für den Geruchs- und Geschmackssinn erst dann identifizierbar. Vorsicht bei der Zubereitung einer Bowle: Da man das Vanillearoma beim Ansetzen mit frischen Blättern nicht riecht, wird eine Bowle meist mit viel zu viel Waldmeistergrün zubereitet. Das führt jedoch zu starken Kopfschmerzen. Drei schon etwas welke Stängel genügen, um einen Liter Bowle zu aromatisieren. Gilt auch für die Zubereitung eines Sirups oder einer Limonade!