Diese Infektion war an Hugh Hefners Tod mitschuldig

Alltagsgefahr

Diese Infektion war an Hugh Hefners Tod mitschuldig

Die Welt trauert um den Playboy-Gründer – nun wurde die Todesursache bekannt

Hugh Hefner ist vergangene Woche im Alter von 91 Jahren gestorben. Er hinterlässt vier Kinder, seine dritte Ehefrau Crystal und ein vermutlich unsterbliches Imperium.

Todesursache(n) geklärt
Kürzlich wurde Hefners Sterbeurkunde veröffentlicht. Neben „für das Alter üblichen“ Todesursachen wie Herzstillstand und Atemversagen wurde auch eine „gegen Antibiotika hochresistente“ E.coli-Infektion angeführt. Wachsende Resistenz gegen Antibiotika ist in den letzten Jahren ein hochbrisantes Thema. Experten warnen immer wieder davor, dass viele lebenswichtige Medikamente bald ihre Wirksamkeit verlieren könnten weil sich bestimmte Bakterien-Stränge rasant weiterentwickeln. Hugh Hefner ist ein prominentes Beispiel dieser gefährlichen Entwicklung. Eine Infektion mit den alltäglich vorkommenden und sonst gut behandelbaren E.coli-Bakterien (Escherichia coli) wurde ihm zum Verhängnis.

Wachsende Resistenz
E. coli leben im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren. In den meisten Fällen infizieren sich Menschen durch verunreinigtes Essen oder Wasser mit den Bakterien. Sie können Durchfall und andere Symptome auslösen – bei gesunden Menschen kann eine Infektion aber auch unbemerkt bleiben. Schwieriger wird es bei älteren Menschen oder Kindern, deren Immunsystem nicht mit voller Leistung arbeitet.

Eine E.coli-Infektion kann im Normalfall gut (und beinahe ausschließlich) mit Antibiotika behandelt werden – in manchen Fällen jedoch nicht. Nämlich dann, wenn die Bakterien resistent gegen die verabreichten Medikamente geworden sind – wie im Fall von Hugh Hefner. Bis heute gibt es kaum adäquate Ersatztherapien für Resistenz-Fälle und so werden vormals „einfach“ zu behandelnde Infektionen zu einem großen Gesundheitsrisiko. Die Hauptursache für die waschsende Resistenz ist der jahrzehntelange zu großflächige Einsatz von Antibiotika (an Menschen und in der Tierzucht) und die hinterherhinkende Forschung.