Zähne

Wahr oder falsch?

Die größten Zahnmythen im Check

Zucker ist Gift für die Zähne, Äpfel sind die besseren Zahnbürsten und Backpulver macht weiß – was ist dran, an den gängigsten Zahnmythen?

Morgens sofort nach dem Essen die Zähne putzen, die Zähne mit möglichst viel Druck bearbeiten, damit sie auch ja sauber werden und wenn es zum Zähneputzen an Zeit fehlt, greifen wir einfach zum Apfel, der ist gesund und reinigt die Zähne – ohne Putzen. Und zum Schutz vor Löchern in den Zähnen greifen wir zu Honig, der ist zwar süß, soll aber angeblich gegen Karies wirken. Stopp, bevor hier irgendjemand noch den Selbstversuch startet – weil, was ist eigentlich dran an den Zahnmythen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden? Wir sind den Überlieferungen auf die Spur gegangen und haben beim Experten, Zahnarzt Dr. Rainer Loitzl, nachgefragt, was jetzt eigentlich wahr und was falsch ist. Zugegeben, ein paar Punkte haben uns selbst erstaunt, aber lesen Sie selbst!

Wahr oder falsch, was ist dran? 1/10
Zucker ist Gift für die Zähne!
Nicht ganz. Zucker an sich ist kein Problem – vorausgesetzt die häusliche Zahnhygiene stimmt. Problematisch wird es, wenn man nach dem Verzehr von Süßem aufs Zähneputzen vergisst. Über Nacht verrichten Bakterien ihr Werk, deren Nahrungsgrundlage der Zucker ist. Verdauen Sie diesen, scheiden Sie im weiteren Verlauf Säure aus, die Zähne demineralisiert und somit zu Karies führt.

Die Mythen beginnen in der Kindheit

Manche Erwachsene sind der Ansicht, Milchzähne bedürfen keiner besonderen Pflege. „Das ist falsch“, weiß Dr. Loitzl. „Regelmäßige Zahnhygiene wird für Kinder zur Routine, diese nehmen sie in ihr späteres Leben mit. Weiters können sich die Schäden von Milchzähnen auf das umliegende Gewebe und die zweiten Zähne übertragen.“ Doch nicht nur die Milchzähne gehören gepflegt – Zahngesundheit sollte uns alle etwas angehen, denn sie ist maßgebend für unseren Allgemeinzustand. „Im Mundraum angesiedelte Bakterien – z. B. die einer Parodontitis, können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Zudem ist ein gesundes Lächeln einfach schöner“, so Dr. Loitzl.

Ein Lächeln sagt mehr als 1.000 Worte

Sie sehen jemanden und entscheiden im Bruchteil einer Sekunde, ob das Gegenüber sympathisch ist oder mal lieber schnell von dannen ziehen sollte. Maßgeblich beeinflusst wird diese Entscheidung durch das Lächeln der Person. Kein Wunder also, dass am Wunschzettel das Hollywood-Lächeln gleich neben der Designer-Tasche steht. Das verleitet viele zu „weißmachenden“ Selbstversuchen. „Von Aufhellungsmethoden wie dem Putzen mit grobkörnigen Zahnpasten, Backpulver oder Salz rate ich meinen Patienten ab – das schädigt den Zahnschmelz. Eine gute Möglichkeit, um weißere Zähne zu bekommen, ist die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt, ein Bleaching sowie sanfte Aufhellungsmethoden mit der Kraft des Lichts.“ Und jetzt: viel Spaß beim Putzen – aber bitte richtig!