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Die 5 größten Vegetarier-Mythen

Die 5 größten Vegetarier-Mythen

1. Zu wenig Eiweiß

Fleisch ist bekannt dafür, dass es den Körper mit Eiweiß versorgt. Vor allem die sogenannten "kompletten Proteine", die der Körper nicht selbst bilden kann, müssen durch die Nahrung aufgenommen werden. Aber auch dies ist für echte Vegetarier kein Problem. Auch wenn nicht alle pflanzlichen Protein-Quellen diese essentiellen Aminosäuren enthalten, gibt es immer noch genügend Eiweiß-Lieferanten, die den Bedarf ausreichend decken können. Die Versorgung mit Eiweiß kann also auch als Vegetarier ohne Probleme erfolgen.

2. Eisenmangel

Als Top-Eisenlieferant ist die Leber, beispielsweise die Entenleber bekannt. In ihr stecken bis zu 30 Milligramm des Spurenelements. Können da pflanzliche Lebensmittel noch mithalten? Ernährungsexperten sind überzeugt, dass auch dies bei einer ausgewogenen Ernährung als Vegetarier kein Problem sein sollte. Dennoch sollten die Blutwerte gelegentlich überprüft werden.

Tipp: Nehmen Sie regelmäßig eisenhaltige Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Bohnen), Nüsse, Getreide, Trockenfrüchte und Kohl zu sich. Vitamin C kann die Eisen-Aufnahme um 60 Prozent erhöhen. Kaffee, schwarzer Tee und Cola hemmen hingegen die Aufnahme von Eisen.

3. Lebensverlängernd

Dieses Vorurteil wird von Vegetariern gerne gelesen. Tatsächlich gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Fleischverzicht und einer Reduktion von Erkrankungen wie Herzinfarkten oder Krebs feststellen konnten. Bei diesen Studien bleibt jedoch immer offen, inwiefern der restliche Lebensstil sich auf diesen Gesundheitszustand ausgewirkt hat. Aus diesem Grund sind auch diese Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Fest steht jedoch, dass Österreicher sehr viel Fleisch essen und dies der Gesundheit schaden kann. Eine fleischarme Ernährung könnte in diesem Fall tatsächlich das Leben verlängern. Ob ein gänzlicher Verzicht empfehlenswert ist, bleibt offen.

4. Fleischersatz ist ungesund

Wer als Vegetarier auf Schnitzel, Schinken und Würstel nicht verzichten möchte, greift zu Fleischersatz. Diese Produkte enthalten jedoch eine Menge an Salz, Zucker und Fett. Auch Schadstoffe wie Mineralöle und genverändertes Soja konnten bereits nachgewiesen werden. Ebenso sind die Produkte reich an Geschmackverstärkern und Aromen. Bei dieser Annahme handelt es sich leider um ein berechtigtes Gegenargument. In diesem Fall ist es wohl besser, Bio-Fleisch zu essen und auf industriell hergestellte Produkte zu verzichten.

5. Nichts für Sportler

Kann man auch ohne Fleisch körperliche Höchstleistungen vollbringen? Viele sind der Meinung, dass Fleisch ein essentielles Nahrungsmittel für Sportler ist. Schließlich werden die Proteine dringend für den Muskelaufbau gebraucht. Ernährungsexperten sind jedoch der Meinung, dass diese auch ausreichend aus pflanzlichen Quellen bezogen werden können. Eine gezielte Ernährungsberatung ist in diesem Fall allerdings von Vorteil.