Warum introvertierte Menschen keinen Kaffee trinken sollten

Kaffee-Pause

Warum introvertierte Menschen keinen Kaffee trinken sollten

Introvertierte Menschen sollten bei Leistungstiefs eher nicht zur Tasse Kaffee greifen. Warum, lesen Sie hier.

Nimmt die Konzentration ab, macht man sich gerne einen starken Espresso und schon geht es wieder weiter! Im Job hat Kaffee für viele Menschen einen wichtigen Stellenwert. Doch nicht allen tut er gleich gut. Abgesehen davon, dass Kaffee bei regelmäßigem Konsum auch Abstinenz-Kopfschmerzen verursachen kann, kann er bei introvertierten Menschen zu Dekonzentration führen.

Koffein-Kick
Dabei sollte Kaffee doch eigentlich die Konzentration fördern? So einfach ist es jedoch nicht. Der Psychologe Brian Little, Dozent an der University of Cambridge, schrieb in seinem Buch "Me, Myself and Us": "Nach etwa zwei Tassen Kaffee erledigen Extravertierte Aufgaben effizienter, wohingegen Introvertierte danach schlechter arbeiten. Dieser Effekt steigert sich, wenn es um Zahlen und Daten geht und Zeitdruck besteht."

Seine These basiert auf jener von Hans Jürgen Eysenck und auf Studien der Northwestern University: "Introvertierte und Extravertierte haben unterschiedlich aktive Zellen in ihrer Großhirnrinde und interagieren entsprechend unterschiedlich auf ihre Umwelt", so Little. Bei introvertierten Personen sind diese Zellen überstimuliert, bei extrovertierten unterstimuliert.


Nervensystem schnell überreizt
"Befinden sich Introvertierte in mit Aufregung oder Nervosität verbundenen Situationen oder nehmen sie einen Muntermacher wie Kaffee zu sich, entfernen sie sich noch mehr von der optimalen Zellstimulation - was wiederum ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigt", erklärt Little. Ein lauter Ort habe übrigens den gleichen Effekt, da das Nervensystem introvertierter Menschen schnell überreizt ist. Viel besser für ruhige, zurückhaltende Menschen, um sich wieder besser konzentrieren zu können, ist eine Pause an der frischen Luft und ein Moment Ruhe.

13 Alternativen zu Koffein 1/13
1. Trink doch mal Tee!
Steigen Sie auf Tee um. Dieser bildet in seinen verschiedensten Sorten eine  gesunde Alternative zum gewohnten Kaffee. Grüner Tee etwa verfügt über einen ähnlichen Koffeingehalt und enthält zudem Catechine, sogenannte Pflanzenmetaboliten, denen eine krebsvorbeugende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Eine aufputschende Wirkung haben auch Löwenzahn- und Mate-Tee. Die getrockneten Blätter sind in der Apotheke oder im Reformhaus erhältlich.