Der große Grippeschutz-Guide

Gezielt und wirkungsvoll vorbeugen

Der große Grippeschutz-Guide

Grippig? Nicht jede Herbst-Erkrankung mutiert zu einer ausgewachsenen Grippe. Wie Sie sich schützen und eine tatsächliche Grippe schnell erkennen:

Auch wenn der Herbst diesmal auf sich warten ließ und mit ungewöhnlich warmen Temperaturen aufwartet, können wir uns einer Sache sicher sein: Die Grippe kommt bestimmt. Doch während viele sich jetzt vor jedem Niesen ducken und das Desinfektionsspray im Daueranschlag haben, besteht kein Grund zur Panik. Viel besser als die versuchte Isolation ist es, den eigenen Körper zu „trainieren“, um mit den Erregern so gut wie möglich umzugehen.

Lebensstil als Krankheitsschutz

Die wichtigste Waffe im Kampf gegen eine Ansteckung ist stets ein gesunder Körper samt gut funktionierendem Immunsystem, das Angriffe durch Erreger abwehren kann. Ausschlaggebend für diese Abwehrkraft ist ein gesunder Lebensstil, der unseren Organismus mit allem versorgt, das er braucht. Dazu zählen gesunde Ernährung, reichlich Bewegung und psychisches Wohlbefinden. Lebensmittel mit hoher Vitamin- und Nährstoffdichte tun Ihnen jetzt besonders gut und versorgen das Immunsystem mit wichtiger Energie. Ballaststoffreiche und zuckerarme Kost bekommen darüber hinaus dem Darm sehr gut, der im komplexen Zusammenspiel der Abwehrkräfte eine tragende Rolle einnimmt. Neben der Ernährung ist regelmäßige Bewegung besonders effektiv in der Stärkung des Körpers – ein Mix aus Ausdauer- und Krafttraining ist ideal, am besten an der frischen Luft. Daneben ist gesunder Schlaf ein wichtiger Eckpfeiler eines abwehrstarken Organismus: Schlafen wir zu wenig oder ist die Qualität der Nachtruhe vermindert, schwächt dies unser Immunsystem markant. Ein gesundes Schlafverhalten reguliert nicht nur wichtige Prozesse (von Hormonen bis zu Verdauung), es reduziert nachweislich Stress – ein weiterer wichtiger Faktor. Auch gezielte Hygiene-Maßnahmen können vor Krankheitserregern schützen.
 

❯❯ Schützende Hygiene-Tipps
So reduzieren Sie Ihr Ansteckungsrisiko im Alltag:

❖ Hände waschen
Unsere Hände kommen mit sehr vielen Erregern in Kontakt. Häufiges und vor allem gründliches Waschen ist jetzt wichtig (s. Infos re.).
❖ Menschenmassen meiden
Sie müssen nicht zum Einsiedler werden: Oft reicht es schon, sich in der Straßenbahn nicht in den vollsten Waggon zu setzen.
❖ Desinfizieren
Viel berührte Schnittstellen wimmeln nur so vor Keimen. Reinigen und desinfizieren Sie deshalb Tische, Türgriffe, Lichtschalter, Mobiltelefon & Co. jetzt häufig.
❖ Kontakt reduzieren
Vermeiden Sie unnötigen Kontakt mit Keimen, etwa durch das Tragen von Handschuhen und den Verzicht auf innige Begrüßungen und Anfassen von Dingen (z. B. beim Shoppen).


Vorbeugende Hygiene

Keime und Erreger umgeben uns immer und überall. Zwar können wir ihnen niemals komplett entkommen, jedoch können wir den Kontakt reduzieren. Eine wichtige und sehr einfach umsetzbare Maßnahme ist es, jetzt häufiger die Hände zu waschen. Achten Sie hierbei vor allem auf Gründlichkeit: Die meisten Menschen waschen sich die Hände viel zu kurz und töten damit nur einen Bruchteil jener Mikroorganismen ab, die sich an den Händen sammeln. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, beim Händewaschen zweimal hintereinander das „Happy Birthday“-Lied langsam im Kopf „durchzuspielen“. Das dauert in etwa zwanzig Sekunden und sorgt dafür, dass ein Großteil der potenziell schädlichen Keime abgetötet wird. Neben Händewaschen ist die simple Kontaktreduktion sehr effektiv: Dabei zählt das überlegte Verhalten im öffentlichen Raum (beispielsweise muss beim Deko-Shoppen nicht jeder interessante Gegenstand angefasst werden oder in der U-Bahn drei verschiedene Haltegriffe), genauso wie die Vermeidung inniger Begrüßungen. Sie wissen nie, ob ein gesunder Bekannter, eine Bekannte, Krankheitserreger mit sich herumträgt und diese auf Sie überträgt. Ein einfaches „Bussi-Bussi“ kann die Ursache einer Ansteckung sein. Noch rigoroser sollten Sie bei augenscheinlich Kranken sein: Erkrankte Familienmitglieder sollten nach Möglichkeit unter „Quarantäne“ gestellt werden, um eine Ansteckung der restlichen Familie zu verhindern. Zusätzlich sollte im Haushalt, aber auch am Arbeitsplatz, für extra Sauberkeit gesorgt werden: Reinigen und desinfizieren Sie viel berührte Stellen
(z. B. Armaturen, Türgriffe, Lichtschalter, Tastatur) häufig, um die Weitergabe von Krankheitserregern auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Erkältungen, grippale Infekte und auch die Grippe werden durch Viren ausgelöst, welche mittels Tröpfcheninfektion übertragen werden – entsprechend gelten für alle genannten Erkrankungen dieselben Präventionsmaßnahmen. Dennoch sollten sie nicht in einen Topf geworfen werden: Eine „richtige“ Grippe spielt sich sehr viel anders und weit schwerer ab als ein grippaler Infekt.  

Ist es wirklich Grippe?
Die Bezeichnung „Grippe“ wird gerne leichtfertig verwendet, dabei sind die Unterschiede zwischen einer echten Influenza und einem grippalen Infekt sehr deutlich. Ein Infekt oder eine Erkältung machen sich meist schleichend bemerkbar, die Grippe hingegen setzt plötzlich ein, mit starkem Fieber (über 37,5 Grad) und einem sich rasch verschlechternden Allgemeinzustand. Achtung: Vermuten Sie eine Grippe, so ziehen Sie bitte unbedingt einen Arzt zurate! Besonders gesundheitlich vorbelastete und ältere Personen sollten Vorsicht walten lassen.

Ansteckung vorbeugen: Die besten Tipps 1/6
Immunsystem auf Vordermann

Zwar kann man gegen die Influenza nicht „immun“ sein, jedoch kann jeder Mensch wichtige Schritte zur Stärkung des Immunsystems setzen – ausschlaggebend ist hierbei ein ausgewogener Lebensstil. Vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf (mind. acht Stunden täglich) sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind die Eckpfeiler einer gut funktionierenden Immunabwehr.