Fünf Zigaretten täglich so schlimm wie eine ganze Packung

Langzeitstudie

Fünf Zigaretten täglich so schlimm wie eine ganze Packung

Eine neu veröffentlichte Studie legt nahe, dass es keine 'gesunde' Art zu rauchen gibt. Auch wenige Zigaretten am Tag beschädigen die Lunge nachhaltig - zu diesem Ergebnis kam ein amerikanisches Forscherteam, das 25.000 Teilnehmer zwischen 17 und 93 über 20 Jahre untersuchte. Rauchhäufigkeit, Krankengeschichte und Lebensstil wurden dabei berücksichtigt. Die über zwei Jahrzehnte durchgeführten Lungenfunktionstest sind die Basis der Erkenntnisse. Die Forscher stellten fest, dass sowohl ehemalige als auch aktuelle Raucher eine schlechtere Lungenfunktion hatten als Nichtraucher - und es gab keinen großen Unterschied zwischen den Lungen von leichten und starken Rauchern.

Ähnliche Rauchschäden bei starken und leichten Rauchern

Weniger als fünf Zigaretten pro Tag zu rauchen, war laut der Studie mit etwa zwei Dritteln so viel Lungenschaden verbunden wie der Konsum von 30 oder mehr Zigaretten pro Tag. Es wurde errechnet, dass ein leichter Raucher in einem Jahr ungefähr so ​​viel Lungenfunktion verliert wie ein starker Raucher in neun Monaten. Das voranschreitende Alter beeinträchtigt die Lungenfunktion.  Rauchen beschleunigt diesen Prozess und begünstigt die das Entstehen von chronischen Atemwegserkrankungen. Und wie die Forscher in der neuen Studie zeigen, scheint fast jede Rauchhäufigkeit diese Wirkung nach sich zu ziehen.

In Österreich greifen, laut Statistik Austria, insgesamt  ca. 2,3 Millionen Menschen zur Zigarette, 1,8 davon täglich (24 Prozent der Gesamtbevölkerung). Die verheerenden Folgen des übermäßigen Tabakkonsums: 10.000 Tote jährlich, 1.029 davon alleine durch den Passivrauch.

Endlich Nichtraucher: Die Methoden 1/5
Es gibt zahlreiche Nichtraucher-Programme.  Wem was hilft, ist individuell verschieden.
Raucherberatung 
Vom Spezialisten Dazu zählen Allgemeinmediziner, auch Nichtraucherkurse und Spezialinstitute (z. B. Nikotininstitut in Wien und Niederösterreich, örtliche Stellen der Gebietskrankenkasse,  Lungenabteilungen in Krankenhäusern) können helfen. Dabei wird gemeinsam mit Experten ein Therapieplan erstellt und eine individuell passende Methode ausgewählt und der Entwöhnungswillige in regelmäßigen Treffen beraten, um Rückfälle zu vermeiden. 

Akupunktur 
Alternative Methode Sie kann starke Entzugssymptome zu Beginn eines Nikotinentzugs mildern und die Gier nach einer Zigarette dämpfen. Besonders eignet sich dafür die beruhigende Ohrakupunktur, die durch die Körperakupunktur unterstützt werden kann. Diese Methode ist nicht bei jedem gleich effektiv.
 
Hypnose
Umprogrammierung  Bei der Hypnose kann der Therapeut in das Unbewusste  des Rauchers einwirken und dabei Anweisungen zur Verhaltensänderung geben oder das Nichtrauchen mit positiven Gefühlen in Zusammenhang bringen. Diese Methode ist wissenschaftlich nicht erfasst.
 
Niktotinersatzpräparate
Erfolgsrate erhöhen Helfen können dabei ­Inhalatoren, Kaugummis, Pflaster, Tabletten
oder Nasensprays . Zu beachten: Nikotinersatzprodukte erhalten den Dauerschockzustand aufrecht; möglich ist daher die Entwicklung einer Abhängigkeit vom  Nikotinersatzprodukt.
 
 
Medikamentöse Therapie
In Österreich stehen derzeit zwei rezeptpflichtige Präparate zur Verfügung:
Zyban (Wirkstoff Bupropion). Die Wirksamkeit von Bupropion ist wissenschaftlich belegt, der dahinterliegende Mechanismus ist unbekannt.
Champix (Wirkstoff  Vareniclin). Vareniclin besetzt direkt die verantwortlichen Rezeptoren im Gehirn. Symptome des Nikotinentzugs werden dadurch gelindert.
 

Psychologische Methoden
Verhaltenstherapeutisch orientierte Methoden zielen darauf ab, den Betroffenen Selbstkontrolltechniken anzubieten. Raucher sollen lernen, ihr Suchtverhalten zu beobachten, zu analysieren und Situationen, in denen sie rauchen, zu verändern. Dadurch soll der Konsum schrittweise ­reduziert und alternative Verhaltensalternativen antrainiert werden.
 
 
PDM/dopadyn
 
 „Glückskick“  Die Teilnehmer erkennen die negative Wirkung des  Nikotins, erhalten psychodynamische Autosuggestionstechniken/Meditationen (kurz PDM)  bzw. „Guided Images“, um innerlich aufzuräumen und den Nikotinentzug zu erleichtern. Dazu kommt ein konditionierendes Duftöl (Orange, Zitrone, Zimt) und Dopadyn (natürlicher Extrakt aus Vitaminen, L-Tyrosin, Acetyl-L-Carnitin, Rosenwurzelextrakt, Ginseng etc.). Gute Erfolgsquote laut Expertin Grohs.

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