40 Tipps für über 40

Für immer jung

40 Tipps für über 40

Aus medizinischer Sicht beginnt der Alterungsprozess bereits mit dem 40. Lebensjahr. Rund 30 Prozent des Alterungsprozesses sind genetisch bedingt, 70 Prozent haben wir selber verursacht. Nun zeigen sich die Auswirkungen unseres Lebensstils und die „Sünden“ unserer Jugend. Rauchen, ungesunde Ernährung, durchzechte Nächte und wenig Bewegung waren in der Jugend vielleicht cool, lassen uns spätestens ab 40 jedoch alt aussehen. Zurückdrehen können wir die biologische Uhr nicht, mit einigen kleinen Tricks können wir den Alterungsprozess zumindest anhalten und gesund und fit in die nächsten 40 Lebensjahre starten.  

Macht der Hormone
Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnen bei vielen Frauen bereits die Wechseljahre (Klimakterium). Dabei kommt es zu einer Umstellung des Hormonsystems. Die Tätigkeit der Eierstöcke lässt nach, der Eisprung bleibt immer öfter aus und die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone wird reduziert. Dies hat einen großen Einfluss auf den Organismus. „Es gibt drei Hormongruppen, die bei der Frau in den Eierstöcken gebildet werden“, erklärt Gynäkologe und Hormonspezialist Univ.-Prof. DDr. Johannes Huber. „Das sind die Östrogene, Progesteron und die männlichen Hormone (Testosteron)“, so der Experte. Viele Beschwerden durch Hormonmangel – wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder ausbleibende Regelblutung – sind bekannt. Dass Östrogenmangel zu trockenen Augen, Gelenksschmerzen, erhöhtem Blutdruck oder fehlendes Progesteron zu vermehrtem Kollagenabbau in der Haut führen kann, ist weniger bekannt. Um diese Mängel auszugleichen, wurden früher künstliche Hormone – meist in zu hoher Dosierung – verabreicht. In den letzten Jahren haben sich neue Ansätze in der Hormonersatztherapie entwickelt, wobei möglichst niedrig dosiert Hormone aus bioidentischen Wirkstoffen zugeführt werden.

Hormonzufuhr über die Haut

„Die bioidentischen Hormone muss man nicht schlucken, sie können auch auf die Haut aufgetragen werden“, erklärt Dermatologin Dr. Sabine Schwarz. Der Vorteil: Der Wirkstoff wird nicht durch den Leberstoffwechsel verändert und auch nur in geringen Mengen vom Körper resorbiert. „Nimm das Hormon dort, wo es gebraucht wird und überschwemme nicht den Körper mit einer Hormontherapie“, so die Ärztin. Wenn ab 40 die Haare dünner und feiner werden, sich Haarausfall bemerkbar macht, können bioidentische Hormone als Tinktur oder Shampoo lokal an der Haarwurzel wirken. Gegen schlaffe Haut und Bindegewebe ist die lokale Hormontherapie über die Haut auch bestens geeignet. „Durchblutung, Feuchtigkeit und Kollagenbildung werden erhöht. Die Haut wird glatt“, erklärt Dr. Schwarz. Eine Alternative stellen in vielen Fällen auch hormonähnliche Stoffe, die in vielen Pflanzen enthalten sind, dar.

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1. Stoffwechsel
Ab 40 wird der Stoffwechsel gedrosselt. Der Energieverbrauch sinkt. Wichtig: zuckerfreie, fettarme Ernährung (richtige Fette!), viel Obst und Gemüse.
2. Zigaretten
Rauchen ist gesundheitsschädlich und macht alt. Laut Statistik kommen Raucherinnen auch früher in die Wechseljahre. Daher: Stopp dem Rauch!
3. Sport
Täglich mindestens 30 Minuten Bewegung verbessert die Durchblutung, ist gut         für Herz, Knochen und Nerven und sorgt für eine schlanke, straffe Figur.
4. Falten
Die Haut wird trockener, Fältchen werden zu tieferen Falten und der Schutz der         Hautbarriere verringert sich. Richtige Pflege: Straffen und vitalisieren!
5. Haare
Das Haar wird feiner, trockener und lichtet sich manchmal sogar. Dies kann ein         Zeichen für einen Mangel an Hormonen oder Spurenelementen sein.
6. Wasser
Trinken Sie sich jung! Flüssigkeitsmangel führt zu vermehrter Faltenbildung. Trinken Sie ausreichend Wasser – das ist gut für die Nieren und eine pralle Haut.
7. Schlaf
Frauen ab 40 leiden besonders häufig an Schlafstörungen. Mögliche Ursachen: hormonelle Schwankungen in den Wechseljahren, Stress oder Sorgen. Oft helfen Entspannungsübungen.
8. Vorsorge
Jährliche gynäkologische Checks (Gebärmutterhalskrebs, Brustuntersuchung), alle zwei Jahre Hautkrebs-Screening, Nieren-, Herz-Kreislauf-Checks und Diabetes-Untersuchungen. Männer sollten ab 40 die Prostata kontrollieren lassen. Ab 50: Stuhluntersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung, alle zwei Jahre Brustmammografie.
9. Augen
Ab 40 beginnt ein kritisches Lebensalter für die Augen. In diesem Alter kommt es nicht nur die Alterssichtigkeit, sondern entwickelt sich auch der Grüne Star (Glaukom). Auf zum Augenarzt!
10. Knochen
Ab 40 beginnt der Knochen, mehr Substanz ab- als aufzubauen. Wichtig: Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, Sport (Belastung stärkt den Knochen), Hormonstatus (Östrogen) überprüfen.
11. Verhütung
Nach dem 40. Lebensjahr gibt es viele ungewollte Schwangerschaften. Die Fruchtbarkeit sinkt zwar, es gibt aber noch fruchtbare Eizellen bis etwa 50.
12. Zellteilung
Freie Radikale schädigen die Körperzellen und tragen zum Altern bei. Antioxidantien stoppen diese Zellkiller. Aminosäuren (Arginin, Methionin), das „Schlafhormon“ Melatonin oder das Wachstumshormon Somatropin begünstigen die Zellteilung und verzögern den Alterungsprozess. Dinner-Cancelling regt die Freisetzung der Hormone an.
 

Alle 40 Tipps lesen Sie in Ihrem aktuellen gesund&fit am 31.August!

Autor: Regina Modl
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