Sport

Schnell fit für den Sport

Dank moderner Therapiemethoden zur Top-Leistung

Chronische Reizungen durch Überlastung im Muskel und an den Sehnenansätzen erfordern oft eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden.

Triathlon ist ein Mehrkampf aus den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die unmittelbar nacheinander zu absolvieren sind. Dieser sportliche Dreikampf stellt große Anforderungen an die Fitness der Athleten und bedeutet ­eine extreme Belastung für den Körper. Alena Schuss zählt zu Österreichs talentiertesten Triathleten. Bei ihrem ersten EM-Antritt verpasste sie mit dem vierten Rang nur knapp einen Platz auf dem Podest bei der topbesetzten Triathlon-EM im Mai in Lissabon. „Ich lag nach dem Schwimmen an der zweiten Stelle“, erzählt die junge Sportlerin, „doch beim Laufen hatte ich solche Schmerzen, da bin ich dann auf den vierten Platz zurückgefallen.“ Eine Muskelentzündung am Oberschenkel erwies sich beim Laufen als zu großes Handicap. 

Mit verschiedenen Therapien gegen die Schmerzen: 1/3
Stoßwellentherapie
Technologie. Stoßwellen sind kurze, energiereiche mechanisch-akustische Wellen, die sich im Gewebe ausbreiten. Ursprünglich wurden Stoßwellen verwendet, um Nieren- und Gallensteine zu entfernen. Mittlerweile ist diese Therapieform auch fixer Bestandteil in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Stoßwelle führt zu mechanischen Reizen, ist schmerzlindernd und durchblutungsfördernd. Zellen, die für die Gewebeneubildung zuständig sind, werden vermehrt ausgeschüttet, Regeneration und Heilungsprozesse angeregt und verbessert.

Formen. Bei der radialen, minderenergetischen Stoßwelle verteilt sich der Stoßwellenimpuls radiär (kugelförmig) im zu behandelnden Gewebe, das bedeutet mehr in die Breite als in die Tiefe. Diese Form eignet sich für oberflächliche Gewebsschichten und wird oft bei Muskelproblemen verwendet. Die Behandlung ist jedoch schmerzhaft.
Die fokussierte, hochenergetische Stoßwelle hingegen dringt gezielt in die tieferen Gewebeschichten vor, kann sogar Knochenzellen anregen und ist nahezu schmerzfrei.

Chronische Schmerzen

Durch ständige Überlastung des Muskels kommt es zu Einrissen, die zu Verhärtungen und in Folge zu einer Verkürzung der Muskulatur führen. Da der Muskel in die Sehne übergeht, kann die Verkürzung der Muskulatur auch  eine Reizung und Entzündung der Sehne verursachen. Seit rund zwei Jahren kämpft Alena immer wieder mit Beschwerden in den Beinen – vorwiegend an Waden und Oberschenkeln. Eine Entzündung des Muskel-Sehnen-Bandes (Tractus), das außen über die Hüfte bis zum Knie verläuft und diese stabilisiert, versursachte quälende Schmerzen. „Ich war verzweifelt“, so Alena. „Ich war bei zahlreichen Ärzten, habe Kortisoninjektionen bekommen. Doch diese haben nur kurzfristig geholfen. Gerade in der Zeit, in der die Wettkämpfe stattfanden, konnte ich oft keinen Schritt laufen.“ Alena hatte schon die Hoffnung aufgegeben, an den ­Bewerben teilnehmen zu können, als ihr Dr. Birner vom Orthopädie- und Schmerztherapiezentrum Meidling (OSZM) empfohlen wurde.

Experten für diese Methoden: 1/8
Dr. Gregor Aigner:
Facharzt für Orthopädie und
orthopädische Chirurgie
7163 Andau, Hauptgasse 2
Tel.: 0676/888 094 568
www.aigner-orthopaedie.at

Effiziente Schmerztherapie

Die Kortisoninjektionen, die Alena bisher bekommen hatte,  helfen laut dem Experten nur gegen die akuten Schmerzen, die Ursache – die Entzündung – wurde dadurch nicht behoben. „Die chronische Reizung durch Überlastung im Muskel und an den Sehnenansätzen haben wir mit einer Kombination aus Stoßwellen-, Magnetfeld-, Stromtherapien und Ultraschall behandelt“, erklärt Dr. Birner. Faszientherapie und physikalische Behandlungen standen für Alena ebenfalls am Therapieplan. „Wobei die Stoßwelle den Hauptteil getragen hat, um gegen die chronische Reizung zu arbeiten. Die Stoßwelle hat den Muskel viel besser durchgelockert, als jeder Masseur das machen kann“, so der Orthopäde. Durch die Kombination der Stoßwelle mit sanften Behandlungen wie Magnetfeldtherapie kann das Gewebe nicht nur leichter gelockert, sondern auch  besser durchblutet werden. „Bei akuten Schmerzen ist die Stoßwelle meist nicht so gut, da dies für die Patienten zu schmerzhaft ist“, so Dr. Birner. Da ist die schmerzlose Magnetfeldtherapie angenehmer. Alena ist Schmerzen gewohnt und hat gleich mit der Stoßwellenbehandlung begonnen.

Endlich schmerzfrei

Die Behandlung zeigte Erfolg. „Am nächsten Tag war es zwar noch schmerzhafter, aber nach vier Behandlungen, im Abstand von jeweils einer Woche, waren die Schmerzen weg“, so die junge Sportlerin. Nach vier Wochen Behandlung konnte sie – endlich schmerzfrei – die Wettkämpfe bestreiten. „Der Leistungssport“, so Dr. Birner, „fordert nicht nur den Arzt, sondern auch die Geräte. Man  sieht erst wirklich, was diese leisten können, wenn man an die Grenzen geht.“ Dies ist im Leistungssport – so  wie bei Triathletin Alena Schuss – der Fall.