Erstmals mehr Fettleibige als Untergewichtige

Erschreckende Zahlen

Erstmals mehr Fettleibige als Untergewichtige

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gibt es weltweit mehr fettleibige Menschen als Untergewichtige. Das geht aus einem Bericht mit dem Titel "Mangelernährung - Jedes Kind zählt" hervor, den die Kinderrechtsorganisation Save the Children am Dienstag in Berlin vorstellte.

1,9 Milliarden Menschen übergewichtig

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind über 1,9 Milliarden Menschen übergewichtig - das sind fast 30 Prozent der Weltbevölkerung. Unter ihnen sind 600 Millionen, die als fettleibig gelten. Eine Vergleichszahl unterernährter Erwachsener wird in Entwicklungsländern zwar nicht erhoben, wohl aber die Zahl unterernährter Kinder. Davon hochgerechnet geht die Organisation davon aus, dass es insgesamt mehr Fettleibige als Unterernährte gibt.

Gute Gründe zum Abnehmen 1/10
1. Geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Jeder Zentimeter weniger um den Bauch reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Bauchumfang sollte bei Frauen unter 88 cm und bei Männern unter 102 cm liegen.
2. Mehr Beweglichkeit Mit jedem Kilo weniger steigt die Beweglichkeit. Was vorher vielleicht Probleme gemacht hat, geht plötzlich wieder: Treppen steigen, dem Bus nachlaufen,...
3. Blutdruck sinkt Bei Übergewichtigen sinkt ab 10 kg weniger auch der Blutdruck.
4. Weniger Komplikation in der Schwangerschaft Normalgewichtige Frauen haben deutlich weniger Komplikationen in der Schwangerschaft.
5. Körper wird entlastet Übergewicht strapaziert den Bewegungsapparat. 15 kg zu viel entsprechen in etwa dem Gewicht einer Kiste Bier. Stellen Sie sich vor, dass sie immer eine Kiste Bier mit sich herumschleppen müssen.
6. Diabetes-Risiko sinkt Wer zu viele Kilos auf die Waage bringt, hat auch ein höheres Risiko an Diabetes zu erkranken.
7. Wieder mehr Luft bekommen Wer sein Übergewicht reduziert, dem fällt auch das Atmen wieder leichter.
8. Wohlfühl-Effekt Wer sich in seiner Haut wohl fühlt, bekommt weniger seelische Probleme wie Depressionen.
9. Lust auf Sport Mit jedem Kilo weniger fallen auch viele Sportarten wieder leichter. Sport mach Spaß!
10. Weniger Schwitzen Sie kommen nicht mehr bei jeder kleinen Bewegung ins Schwitzen.

159 Millionen Kinder leiden unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen

Seit 1990 hat sich die Zahl der Kinder, die nicht ausreichend ernährt werden, um mehr als ein Drittel reduziert. Trotzdem leiden aktuell immer noch 159 Millionen Kinder unter ernährungsbedingten Wachstumsverzögerungen.

Save the Children geht davon aus, dass das 2015 verabschiedete UN-Ziel, Mangelernährung bis 2030 zu beseitigen, verfehlt wird, "wenn wir so weitermachen wie bisher". Die Hilfsorganisation schätzt, dass es ohne ein Umsteuern im Jahr 2030 immer noch 129 Millionen Kinder mit Wachstumsverzögerungen geben wird. Zu den wichtigsten Gegenmaßnahmen zählt sie eine "universelle Gesundheitsversorgung". Außerdem sollten Regierungen von Ländern, die durch Wetterextreme gefährdet sind, in Nahrungsmittelreserven investieren. Diese müssten dann auch so verwaltet werden, dass Lebensmittel für die Ärmsten bezahlbar blieben.

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