Stressfrei in den Urlaub

Ferienzeit

Stressfrei in den Urlaub

Im letzten Jahr unternahmen 5,7 Millionen Österreicher (76,6 %) zumindest eine Urlaubsreise (Statistik Austria). Viele von uns freuen sich zumeist schon das ganze Jahr auf die entspannten Sommerferien!  Ob alleine, als Paar oder mit der ganzen Familie – die Ansprüche an den Erholungsfaktor dieser wenigen Wochen im Jahr sind zumeist enorm hoch. Schließlich gilt es, die Batterien für die nächsten Monate aufzuladen. Und genau da liegt bereits  der erste Irrtum – denn auf Knopfdruck stressfrei gibt es leider nicht.

15 praktische Tipps.
Um die gewünschte Ruhe im Urlaub zu finden  – und damit Sie das Leben auch wirklich wieder erleben und es nicht in Zeitraffer an Ihnen vorbeizieht –, hier ein paar Tipps, wie Sie richtig abschalten und runterkommen können . Diese Profi-Strategien verhelfen zu einer relaxten Urlaubszeit mit sich selbst, dem Partner und/oder Kindern.
 
1. Lassen Sie sich Zeit
Stürzen Sie sich nicht gleich in den ersten freien Sekunden ins Auto oder Flugzeug, um auf Urlaub zu fahren. Entschleunigen Sie bereits zu Hause –  fahren Sie entspannt weg.  
2Seien Sie entbehrlich
Stressfaktor Nummer eins ist und bleibt das Handy. Zum Entspannen und Abschalten ist es also nicht hilfreich. Tipp: Wenn Sie ein Firmenhandy haben, lassen Sie dieses einfach zu Hause. Falls Sie Ihre Geschäfte auch auf dem Privathandy durchführen, kaufen Sie sich vor Ihrem Urlaub ein Wertkartenhandy (kein Smartphone) und geben Sie die Nummer nur den Personen, die sie wirklich erreichen sollen. Nehmen Sie sich so einfach eine Zeit lang „aus dem Spiel“. Das relaxt!
 
3. Erzwingen Sie es nicht
Akzeptieren Sie, dass sich das Urlaubsfeeling nicht gleich einstellt. Je mehr Sie dieses erzwingen wollen, umso unwahrscheinlicher wird es kommen. Deswegen entspannen Sie sich und lassen Sie auch zu, wenn der Stress nicht gleich weggeht.
 
4. Haben Sie ein erstes Mal
Besonders gut funktioniert es abzuschalten, wenn Sie etwas zum ersten Mal machen, sei es Yoga, Tischtennis oder ein Salsakurs. Tipp:  Haben Sie ein erstes Mal auf Ihrem Urlaub. Neue Reize setzen, alte Muster außer Kraft und Sie kommen besser in den Moment.  

5. Legen Sie die Zeit ab
So einfach ist es natürlich nicht, aber etwas, was hilft, den eigenen Rhythmus zu finden und auch zu leben, ist, einfach die Uhr und alle anderen Zeitträger abzulegen.

6. Kein Plan
Nehmen Sie sich dezidiert Tage vor, wo Sie sich genau nichts vornehmen. Paradox, aber gut.

7. Seien Sie ineffizient
Wir sind in unserer Gesellschaft getrieben von Effizienzgedanken. Genau diese lassen uns nicht zur Ruhe kommen. Wir wollen in das Minimum von Zeit das Maximum an Leistung oder Erlebnis packen. Abschalten ist das Gegenteil von Effizienz. Also funktioniert es erst, wenn Sie sich nicht mehr denken, wie Sie am besten in kürzester Zeit das meiste erledigen. Paradoxerweise schaffen Sie es, durch das Abschalten wieder leistungsfähiger zu werden und die Ineffizienz ist am Ende de facto effizient.

8. Bewegen Sie sich

Bewegung bringt den Hormonhaushalt in Ordnung und löst Endorphine aus. Es muss kein Sport sein, einfach nur Bewegung.

9. Umarmen Sie
Sind Sie mit dem Partner oder/und Kindern unterwegs, nutzen Sie die Zeit für ausgiebige Umarmungen. Die bringen Sie wieder auf den Boden der Realität zurück.

10. Sprechen Sie mit Fremden und hören Sie zu
In unserem Alltag sind wir gewöhnt, dass jede Konversation ein klares Ziel hat. Eine gute Übung im Urlaub ist, einfach nur mit Leuten zu sprechen, die Sie nicht kennen, um eine angenehme Zeit zu verbringen. Das heißt nicht, dass Sie, wenn es fad ist, bleiben müssen.

11. Summen Sie...
... vor sich hin. Das entspannt. Wenn Sie ein extrovertierter Mensch sind, können Sie auch leise oder lauter singen. Studien zeigen, dass wir durch unser Verhalten unsere Befindlichkeit beeinflussen können. Also, wenn wir uns so verhalten, als wären wir fröhlich und entspannt, werden wir es auch. Wenn Sie komisch angeschaut werden, erfreuen Sie sich an den Blicken und an Ihrer eigenen Stärke, sich durch diese in Ihrer Fröhlichkeit nicht beeinträchtigen zu lassen.

12. Lieben Sie...
... geistig und auch körperlich. Sei es Ihren Partner oder eine romantische Begegnung. Liebe und Sex lassen uns absolut abschalten und im Moment ankommen.

13. Lesen Sie

Lesen bedeutet, in eine andere Welt einzutauchen. Dafür gilt es, im Moment zu sein. Das entspannt ungemein. Probieren Sie es aus – nicht nur im Urlaub, sondern auch im stressigen Alltag.

14. Momente alleine bzw. zu zweit genießen
Wenn Sie als Paar reisen, suchen Sie sich jeweils auch Momente, in denen Sie nur mit sich selbst sind. Diese Momente der Einsamkeit bringen Klarheit in die Gedanken. Plus: Sie werden sehen, wie Sie sich nach ein paar Stunden alleine wieder auf das Zusammensein freuen. Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, machen Sie sich Zeiten aus, die der Partner bzw. Sie mit dem Kind/den Kindern verbringen und wo der jeweils andere ein paar Momente mit sich und seinen Gedanken alleine sein kann. Wichtig: Besonders für Eltern ist es neben Family Time und Einsamkeit wichtig, für genügend Zeit zu zweit sorgen, damit der Familienurlaub auch ein Urlaub für die Eltern wird. Hierzu eignen sich z. B. Familienhotels, in denen es ausreichend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder gibt.

15. Schauen Sie in die Gegend
Setzen Sie sich allein oder mit Ihrem Partner an einen Ort mit einer schönen Aussicht, und schauen Sie einfach in die Gegend. Mit Kindern ist das vielleicht nicht ganz leicht bzw. nicht lange möglich, aber vielleicht ergibt es sich in den Momenten, in denen Sie alleine sind.

Und falls es doch Streit gibt ...
Der Experte rät, die Zeit im Urlaub auch zu nutzen, um in die Gedankenwelt des Partners tiefer einzutauchen. Fragen Sie in einer ruhigen Minute: „Wie geht es dir eigentlich?“ Konzentrieren Sie sich bei der Antwort darauf, bei sich selbst zu bleiben und in keine extreme Emotion zu gehen. Wenn es im Urlaub doch einmal kracht, nicht gleich verzagen. Das hat auch damit zu tun, dass es oft die einzige Zeit ist, in der man einmal wieder wirklich in Kontakt kommt und offen miteinander spricht. Da tauchen eventuell Themen auf, die im Alltag unterdrückt werden. Wenn Sie den Konflikt gut lösen, ist die Beziehung nachher besser als zuvor. Denn wie auch im Business Kontext gilt: Jeder Konflikt ist eine Chance zur Beziehungsbildung. Das Wichtigste im Urlaub zu zweit ist und bleibt jedoch, dass sich beide Partner wohlfühlen. Faustregel: Das Wohl des Partners ist genauso Ihr Wohl in einer Beziehung – und auch im Urlaub!

Egal, wohin die nächste Reise geht, mit diesen Tipps kommen Sie dem Projekt „Erholung“ auf jeden Fall einen Schritt näher! Wir wünschen eine relaxte Urlaubszeit!

Stress: Fakten 1/4

Allgemein
 

Stress ist in seiner kurzfristigen Form eine ganz natürliche Reaktion des Körpers und des Geistes. Dauert er länger an und wird chronisch, macht er krank.
 
 

Arten von Stress
 

Zum einen unterscheidet man körperlichen von geistigem/emotionalem Stress. Weitere Unterteilungsmöglichkeiten: Akuter Stress – wird in Eustress (positiv) und Distress (negativ) unterschieden, episodisch-akuter Stress (diese Art ist bereits schädlich. Er entwickelt sich, wenn dem Körper nicht genügend Ruhe gegeben wird, um sich von der letzten Stressphase zu erholen), chronischer Stress (gefährlichste Art).  
 
 
 
 

Auswirkungen
 

Körperlich: Verspannungen oder Zittern.  In weiterer Folge auch Herzrasen, erhöhter Blutdruck, Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme können auftreten.
Geistig: Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, verlängerte Reaktionszeiten oder auch Blackouts können die Folgen sein.
Psychisch: Resignation, Panikgefühle, Freud- und Antriebslosigkeit, allgemeine Überforderung, depressive Verstimmung etc. werden ausgelöst.
Verhaltenstechnisch:  Veränderungen im Essverhalten, übertriebene Reaktionen oder gesteigerter Konsum von Alkohol/Kaffee/Nikotin sind möglich.
 
 
 

Hilfe/Therapie
 

Akuter Stress: Sport, Meditation, Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
Chronische Formen: Betroffene sollten sich über Auslöser klar werden und diese fortan vermeiden. Dabei kann ein Psychologe helfen. Kognitive Verhaltenstherapien haben bei Stresspatienten gute Behandlungserfolge erzielt.

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