Blutwerte

Blutwerte im Check

Was unser Blut verrät

Ein Tropfen Blut verrät bereits viel über unsere Gesundheit

Rund fünf Liter Blut fließen durch den Körper eines erwachsenen Menschen. Es versorgt den Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen, transportiert Abfallstoffe, verteilt Hormone und Wärme. Blut ist jedoch weit mehr als eine Flüssigkeit, in der Medizin wird es als eigenständiges Organ angesehen. Der lebenswichtige Saft setzt sich aus festen Blutzellen und dem flüssigen Plasma zusammen. In einem Kubikmillimeter Blut befinden sich etwa fünf Millionen rote und bis zu 10.000 weiße Blutkörperchen sowie 300.000 Blutplättchen.

Blut sagt mehr als 1.000 Worte
Unser Blut ist ein Spiegel des gesamten Stoffwechsels. Es verrät viel darüber, wie gesund wir sind, wie gut die Organe funktionieren oder ob das Risiko für eine Krankheit besteht. Daher haben Blutuntersuchungen in der Medizin einen hohen Stellenwert und fast jeder musste schon einmal ein Blutbild machen lassen. Dabei handelt es sich um Standardtests zur labortechnischen Untersuchung der wichtigsten Parameter, die auch die Basis jeder Vorsorgeuntersuchung darstellen.
 

Die wichtigsten Werte im Check 1/10
Harnsäure
Harnsäure entsteht, wenn der Körper Purin abbaut, und wird vor allem über die Nieren ausgeschieden. Purine sind wichtige Bausteine des Zellkerns und der Erbinformation. Ist die Konzentration der Harnsäure im Blut zu hoch, lagert sie sich in den Gelenken ab und kann zu Gicht oder Nierensteinen führen.


Laborwerte als Anhaltspunkt
Im Labor können alle Blutbestandteile untersucht werden. Um einordnen zu können, ob die gemessenen Blutwerte normal sind, werden sie mit den sogenannten Referenzwerten verglichen. Bei diesen Werten handelt es sich um Richtwerte, die ermittelt werden, indem man den Wert bei sehr vielen gesunden Menschen misst und einen Bereich bestimmt, in dem 95 Prozent der Werte liegen. Dies bedeutet, dass bei rund fünf Prozent der gesunden Menschen der Messwert abweicht. Daher bedeutet eine Abweichung vom Referenzwert nicht automatisch, dass der Patient krank ist. Andererseits kann bei Werten innerhalb des Referenzbereiches der Patient dennoch krank sein. Der Arzt sollte sich bei der Diagnose daher nicht nur nach Messwerten richten, sondern auch andere Faktoren berücksichtigen.
 

Verschiedene Standardtests
Je nachdem, welche  Blutbestandteile bestimmt werden, unterscheidet der Arzt verschiedene Blutbilder:

- Das kleine Blutbild:
Basisform, beinhaltet Werte der Blutzellen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) und des roten Blutfarbstoffes.    
- Differenzialblutbild:
Hier werden alle Untergruppen der weißen Blutkörperchen erhoben und gezählt.  
- Das große Blutbild:
Setzt sich aus dem kleinen und dem Differenzialblutbild zusammen.


Regelmäßiger Blutcheck
Eine Blutuntersuchung sollte dennoch nicht nur vor Opera­tionen, sondern regelmäßig ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden. Ab dem 40. Geburtstag sollte man sein Blut alle zwei Jahre und ab dem 50. Geburtstag jährlich untersuchen lassen, um Erkrankungen  rechtzeitig auf die Schliche zu kommen.
 

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