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Die wichtigsten Fakten im Überblick

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Definition

Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea), die aus Aderhaut, dem Ziliarkörper (Strahlenkörper) und der Regenbogenhaut (Iris) besteht. Nach dem anatomischen Ort der Entzündung teilt man eine Uveitis in drei Formen ein: vordere, mittlere und hintere Uveitis.

Vordere Uveitis

Oberbegriff für verschiedene Entzündungen im vorderen Augenabschnitt, vor allem der Iris (Regenbogenhaut)  und des Ziliarmuskels. Eine Entzündung der Regenbogenhaut – auch Iritis genannt – ist die häufigste Form der Uveitis. Symptome: Die vordere Uveitis kann akut auftreten aber auch chronisch verlaufen. Bei einer akuten Entzündung ist das Auge meist stark gerötet, schmerzt, ist lichtempfindlich und tränt. Bei einem chronischen Verlauf macht sich die Entzündung erst spät durch Sehverminderung, Blitze, Flocken- oder Schattensehen bemerkbar. Als Komplikationen kann es zu Verklebungen zwischen Regenbogenhaut und der vorderen Fläche der Linse, Linsentrübung, Sehbeeinträchtigungen, erhöhtem Augeninnendruck bis hin zur Erblindung kommen.

Mittlere Uveitis

Etwa ein Drittel aller Entzündungen im Augeninneren betreffen den mittleren Bereich des Auges, der Teile des Ziliarkörpers, der äußeren Netzhaut und der Aderhaut umfasst. Zwei Altersgruppen sind besonders betroffen: Kinder und Jugendliche zwischen dem 5. und 15 Lebensjahr sowie Erwachsene um das 35. Lebensjahr. Bei Kindern ist dies dies eine der häufigsten Augenentzündungen. In fast 80 % der Fälle erkranken beide Augen.
Symptome: Die mittlere Uveitis macht sich oft erst dann bemerkbar, wenn der Patient Schlieren oder Flöckchen vor den Augen sieht oder die Sehschärfe eines Auges deutlich nachlässt. Der Verlauf der Erkrankung ist meist chronisch, die Krankheitsdauer kann eher Jahrzehnte betragen. Der Verlauf lässt sich schwer voraussagen: Die mittlere Uveitis hat meist einen milden Verlauf, kann aber auch zu schweren Komplikationen wie Makulaödem, Erhöhung des Augendrucks, langsamer Trübung der Linse oder Netzhautriss mit folgender Netzhautablösung führen.

Hintere Uveitis

Bei der hinteren Uveitis kommt es zu einer Entzündung der Aderhaut, eventuell auch der Netzhaut und häufig sind auch der Glaskörper oder die Pigmentschicht, die eine Grenze zwischen Netzhaut und Aderhaut darstellt, in Mitleidenschaft gezogen. Symptome: Betroffene sehen oft Schatten, Punkte oder Flecken vor dem Auge oder klagen über Nebel- oder Schleiersehen bis hin zu Gesichtsfeldausfällen. Die Entzündung kann ein- oder beidseitig auftreten und bei Entzündung des Glaskörpers sogar zur Netzhautablösung und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen.

Ursachen

Auslöser einer Uveitis können Infek­tionen durch Viren (z. B. Herpes), Bakterien (z. B. Tuberkulose), Pilze oder Parasiten, Erkrankungen des Immunsystems, rheumatische Erkrankungen, entzündliche Darm- oder Nierenerkrankungen sowie Gelenkentzündungen sein.