Anti-Stress-Guide für Weihnachten

Slow XMAS

Anti-Stress-Guide für Weihnachten

Wir haben die besten Tipps für entspannte Tage vor und nach dem Fest.

Der besinnlichsten Zeit des Jahres geht oftmals die stressreichste voraus: Zwischen Jahresabschluss, Besorgungen und Vorbereitung für die Festtage verlieren wir uns schnell in Hektik und Stress. Bewusst planen und feiern. So geht’s!

Für viele beginnt im Dezember ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Jahresende rückt näher und die Liste an Erledigungen wird länger und länger. Und dabei sollte der Ausklang des alten Jahres doch diesmal ganz anders, ohne Hektik und ohne Terminkollisionen, stattfinden? Wir verraten, wie das Vorhaben gelingt.

Hausgemachter Stress
Wenn sich die Arbeit, To-dos und Terminanfragen stapeln und der Terminkalender zur Verlängerung des Selbst geworden zu sein scheint, dann haben wir häufig das Gefühl, wir würden unser Leben nicht mehr selbst steuern. Wir glauben, der Stress sitzt am Lenkrad und wir sind ringende Beifahrer auf der rasanten Tour ins Jahresende. Tatsächlich sind viele Stressfaktoren hausgemacht – auch wenn es nicht so scheint. Es liegt an Ihnen, wie Sie auf Situationen reagieren – auf berufliche Aufgaben genauso wie auf Einladungen und Vorhaben. Ein häufiger Fehler, der zu Überforderung und Endspurt-Stress führt, ist die schlechte Planung. Wir schieben die Rubrik „Weihnachten“ ewig vor uns her, bis es fast zu spät ist. Die Folge: Stress und schlechtes Gewissen ob all der unerledigten Dinge. Und diese sind meist zahlreich: Geschenke für die gesamte Verwandtschaft besorgen, Keksebacken mit den Kindern, Weihnachtstreffen mit den Freunden, das Wohnzimmer-Regal noch vor den Feiertagen montieren und, und, und. Eine sehr hilfreiche Taktik: Planen, was sich planen lässt – und das ist sehr vieles. Bereits im November etwa können Sie Geschenke besorgen, die Termine mit der Verwandtschaft samt Verpflegung planen und spaßige Unternehmungen mit Freunden oder Familie überlegen und koordinieren. Wer gut plant, ist entspannter und kann die (Vor-)Weihnachtszeit mehr genießen. Wichtig: Übernehmen Sie sich mit Ihrer Planung nicht! Das erzeugt wiederum Stress und schlechte Laune, wenn etwas nicht klappt oder kurzerhand abgeändert werden muss. Besonders bei Unternehmungen mit Kindern oder bei solchen, wo mehrere Beteiligte involviert sind, sollte Spielraum gelassen werden. Und ebenso wichtig: Nehmen Sie sich genügend Zeit für sich selbst. Wenn nötig, dann setzen Sie auch die „Für mich“-Zeit terminlich fest und halten Sie sich daran. Übernehmen Sie das Steuer, planen Sie Ihre Route und halten Sie regelmäßig an! 
 
Fokus bewahren
Besonders rund um die Weihnachtsfeiertage kann es passieren, dass wir unseren gesunden Fokus verlieren. Die Zeit ist häufig von Erwartungen und dem Glauben geprägt, dass Dinge auf eine bestimmte Art getan werden sollten: Kekse müssen selbst gemacht sein (mindestens dreierlei!), am Heiligen Abend muss ein Gänsebraten mit vier Beilagen aufgetischt werden, sämtliche vorweihnachtliche Traditionen müssen abgearbeitet werden? Stimmt nicht! Lösen Sie sich von diesem Erwartungsdruck an sich selbst und helfen Sie sich zu mehr Entspanntheit. Selbstbestimmung tut nicht nur Ihnen gut, sondern entstresst ganz nebenher auch Ihre Liebsten. 
 
Balance muss sein
Damit die Feiertage auch körperlich entspannt bleiben, sollten Sie jetzt besonders auf Ihr physisches Wohl achten und Signale Ihres Körpers ernst nehmen. Neben konsequenter Stressreduktion sind auch ausreichend Schlaf und ausgewogene Ernährung wichtige Eckpfeiler des Wohlbefindens. Versuchen Sie, trotz prall gefüllter Teller und locker sitzender Korken, nicht sämtliches Bewusstsein für richtige Ernährung aus dem Fenster zu werfen. Denn nicht nur klettert so die Kalorienbilanz rasant nach oben, auch unser Stoffwechsel ächzt unter der Last und gerät ins Straucheln: ­Neben Verdauungsproblemen verursacht allzu deftiges Zulangen Lethargie und gedrückte Stimmung.
 
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1. Bessere Vorbereitung 
 

Auch wenn Spontaneität eine gewisse Romantik mitbringt, so kann sie Ihr Stresslevel in himmlische Höhen treiben. Besonders wenn Sie viel beschäftigt sind, nebst Beruf auch Familie und mehr managen, tun Sie sich mit Planungsverweigerung wenig Gutes. So einfach geht’s: Überlegen und besorgen Sie Geschenke am besten schon einige Zeit vor der Bescherung (wenn die Einkaufsstraßen noch nicht aus den Nähten platzen) und planen Sie die feiertäglichen Familienzusammenkünfte am besten noch im November. So wissen Sie um Ihr Zeitbudget Bescheid und es gibt keine Terminkollisionen oder fehlende Relax­zeiten. Auch logistische Eckpunkte wie Verköstigung und Vorbereitungsarbeiten für die Ankunft der Verwandtschaft lassen sich gut vorab fixieren. So können Sie Erledigungen und Aufgaben gut an andere delegieren. Lassen Sie zudem prophylaktischen Raum für Unvorhersehbares: Krankheit oder Spätkommen etwa verbreiten rasch schlechte Stimmung – vor allem dann, wenn große Pläne dadurch ins Wasser fallen. Sorgen Sie daher für flexible Unternehmungen, die zur Not verkürzt werden können.