Werden Männer leichter krank als Frauen?

Mythos oder Wahrheit

Werden Männer leichter krank als Frauen?

Die kalte Jahreszeit scheint nun definitiv angekommen zu sein und bedeutet Husten, Schnupfen & Co für unsere warmverwöhnten Atemwege. Viele Frauen fürchten in den Wintermonaten ein altbekanntes Klischee – das der „wehleidigen“ Männer.

Unterschiede im Immunsystem
Während Frauen die Augen verdrehen und sich sicher sind, dass der Partner die Symptome schamlos übertreibt, meinen die Männer selbst hingegen oft, dass sie öfter und ausgeprägter Schmerzen haben.

Tatsächlich gibt die Wissenschaft den Männern zum Teil recht. Die Immunologin Beatrix Grubeck-Loebenstein der Universität Innsbruck verriet kürzlich der „Welt“: „Grob vereinfacht lässt sich feststellen, dass Männer durch die Unterschiede in der Immunantwort häufiger krank werden können.“ Frauen haben in Sachen Immunabwehr einen kleinen Vorteil, da das Hormon Östrogen die Vermehrung spezifischer Immunzellen unterstützt. Testosteron hingegen bewirkt das Gegenteil und kann spezifische Immunzellen (jene Zellen, die ganz bestimmte Krankheitserreger bekämpfen) reduzieren.

Keine faulen Ausreden
Konkret heißt das also, dass Frauen ein besseres Immunsystem haben als Männer. Allerdings bedeutet das nicht, dass Männer gravierendere Symptome erleben oder Krankheiten schwerer verlaufen. Es bedeutet schlicht, dass manche Männer öfter krank werden als ihre Partnerinnen. Dieser Unterschied trifft allerdings nicht universell zu, da die Immunabwehr von sehr vielen Faktoren beeinflusst wird und natürlich auch Frauen ein geschwächtes Immunsystem haben können.

15 Tipps für ein gesundes Immunsystem 1/15
1. Lüften Frischluft minimiert die Keime in der Luft und sorgt für ein feuchteres Klima, das die Atemwege schont.
2. Sonne tanken Eine kleine Dosis Sonne kann Wunder wirken – besonders in der trüben Jahreszeit. Nutzen Sie die Sonne, wenn sie sich zeigt. 15 Minuten in der Sonne füllen das Vitamin-D-Depot auf, das besonders wichtig für das Funktionieren des Immunsystems ist.
3. Druckentlastung Die meisten von uns stehen im Alltag unter gehörigem Druck. Zum Ausgleich ist es wichtig, dass wir sozialen Ausgleich haben und Kontakte und Beziehungen pflegen. Stress ist nämlich Gift für das Immunsystem.
4. Schlaf Schlaf ist für einen gesunden Körper enorm wichtig. Nur wenn wir genügend Schlaf bekommen (mindesten sieben Stunden pro Nacht), kann er sich regenerieren und Vitalität tanken.
5. Gesunde Routine Ein geregelter Tagesablauf ist eine Wohltat für den Körper. Stehen Sie täglich zu einer ähnlichen Zeit auf, achten Sie auf regelmäßiges Essen (idealerweise gesund und ausgewogen) und gehen Sie auch zu ähnlichen Zeiten ins Bett.
6. Hände waschen Waschen Sie die Hände – besonders in der „Krankheitszeit“ – mehrmals täglich. Dadurch reduzieren Sie das Keimrisiko gewaltig und entlasten Ihr Immunsystem.
7. Küssen Küssen kann das Immunsystem stärken! Wie? Indem es die Mikroorganismen des Partners kennenlernt, die durch das Küssen in den eigenen Körper gelangen.
8. Lachen Die Psyche wirkt sich auf den Körper aus. Wer viel lacht, regt damit die Produktion von Abwehrstoffen an.
9. Bewegung Sport ist für die Kreislauf-Gesundheit sehr wichtig. Darüber hinaus aktiviert körperliche Betätigung die Immunzellen und sorgt für eine besser Abwehr.
10. Atmung Atmen Sie an kalten Tagen vorwiegend durch die Nase. Die kalte Luft wird so besser gefiltert und gelangt gewärmt und keimfreier in den Körper.
11. Gesicht wenig berühren Um die Verteilung von Bakterien zu minimieren ist es wichtig, dass Sie auch sich selbst wenig berühren. Keime, die an Ihren Fingern haften, gelangen durch das Berühren des Gesichts in Atemwege oder Augen und können leichter Infektionen auslösen.
12. Spülen Fördern Sie den Abtransport von Keimen! Nasenspülungen oder –sprays helfen dabei, die Keime, die vom Atmen in den Naseneingängen und –härchen festsitzen, loszuwerden.
13. Nicht zu kalt Viele Menschen habens im Schlafgemach gerne kalt, damit es sich unter der Decke noch wohliger anfühlt. Was in der Theorie gesund klingt, kann jedoch Stress für den Körper bedeuten. Ist es nämlich zu kalt, muss der Körper Extraarbeit in Form von Warmhalten leisten. Das Schlafzimmer-Klima sollte daher nicht unter 18 Grad liegen.
14. Schützen Für ein Halstuch kann es nicht früh genug sein. Sie müssen nicht gleich in voller Wintermontur unterwegs sein, aber ein leichtes Halstuch kann bereits gute Schutzdienste und das Krankheitsrisiko gering halten.
15. Saisonal essen Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund und Ihr Körper kann besser arbeiten. Besonders wohltuend ist saisonales und regionales Gemüse und Obst: es ist besonders nährstoffreich.

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