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Gesund bleiben beim Sex

Gesund bleiben beim Sex

Vorsicht bei Oralverkehr  

Oralverkehr wird allgemein als sicher gesehen. Doch sowohl beim Cunnilingus – der Mann befriedigt die Frau – als auch bei der Fellatio – sie befriedigt ihn – ist Vorsicht geboten. Denn bereits kleine Wunden in der Mundschleimhaut sind für die Ansteckung mit Infektionskrankheiten (HIV, Gonorrhoe) ausreichend. Zudem ist die Mundschleimhaut mit zahlreichen Keimen besiedelt, was beim Cunnilingus nicht selten in einer Blasenentzündung endet.

Beckenboden stärken  

Ein starker Beckenboden ist der Schlüssel zu gutem Sex. Doch auch gesundheitliche Gründe sprechen für eine Kräftigung des Muskels: So kann bei Frauen beispielsweise einer Harninkontinenz – die statistisch gesehen zu signifikanter Frequenzabnahme des GV führt – entgegengewirkt werden.

Die richtige Verhütung finden

Die verbreitetste Verhütungsform ist die Verwendung eines Kondoms – es bietet Schutz vor Infektionskrankheiten und Schwangerschaft. Abraten würde ich von Spermiziden, spermienabtötenden Präparaten, die direkt in die Vagina appliziert werden, da sie den vaginalen pH-Wert verändern. Die Milchsäurebakterien sterben ab und Infekte sind unausweichlich. Bei abgeschlossener Familienplanung ist die Vasektomie – Durchtrennung der Samenleiter – eine willkommene Methode. Zwar ist eine Schwangerschaft dann unmöglich, aber VORSICHT, Schutz vor Geschlechtskrankheiten besteht keiner.

Lassen Sie sich testen  

Und zwar sich selbst und Ihren Sexualpartnern zuliebe – beim Geschlechtsverkehr hat man eben nicht nur Spaß, sondern auch Verantwortung zu tragen. Setzen Sie nicht Ihre Gesundheit und schon gar nicht die anderer aufs Spiel.

Scheidenflora stärken  

Die Scheide ist alles andere als steril. Und das ist gut so! Hier angesiedelte Keime dienen dem Schutz der Scheide vor krankmachenden Keimen. Leiden Sie häufig an Infektionen oder Blasenentzündungen, kann es sein, dass das bakterielle Gleichgewicht Ihrer Scheide ins Ungleichgewicht geraten ist. Hier helfen milchsäureproduzierende Dörderleinsche Stäbchen, die es in der Apotheke in Kapselform zu kaufen gibt. Kostengünstiger ist es, einen Tampon in Naturjoghurt  einzutunken und anschließend in die Vagina einzuführen.

Escherichia Coli

Der Schrecken vieler Frauen. E. coli sind Keime, die den Darm besiedeln und ihn – ähnlich wie Milchsäurebakterien die Vagina – vor „bösen Keimen“ schützen. Verirren sie sich allerdings – meist beim GV – in die Vagina und besiedeln diese, sind Infektionen vorprogrammiert. So kommt es, dass E. coli Hauptauslöser vieler wiederkehrender Harnwegsinfekte ist. Hygiene beim Sex ist alles – seien Sie achtsam!

Scheidentrockenheit

Ein häufiges Phänomen, das vor allem nach den Wechseljahren auftritt und Sex zu einem schmerzhaften Erlebnis macht. Bei jüngeren Frauen sind die Ursachen meist psychischer Natur. Eine Einschränkung muss Scheidentrockenheit dank Gleitgels – am besten auf Wasserbasis – keine darstellen.

Gewicht reduzieren

Übergewicht drückt auf die Lust und birgt langfristig gesundheitliche Risiken. Ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Sport helfen, Gewicht zu verlieren und heizen – vor allem Bewegung – der Libido ein.

Unterschiedliche Orgasmen  

Der weibliche Orgasmus ist ein Mysterium und unterscheidet sich von Frau zu Frau. Während manche Frauen bei vaginaler Stimulation zum Höhepunkt kommen, liegt bei anderen der Fokus auf der Klitoris oder den inneren Schamlippen – sogar anale Orgasmen sind möglich. Übrigens: Auch bei Männern gibt es unterschiedliche Orgasmen. Einerseits durch die Reibung des Penis und andererseits durch die Stimulation der Prostata.

Ab wann zum Arzt?

Treten Symptome im Genitalbereich – seien es Schmerzen, Veränderungen, Brennen beim Wasserlassen, tastbare Knötchen, Blut im Urin etc. – auf, sollte unbedingt ein fachkundiger Arzt konsultiert werden.