Food-Guide für Ferienländer

Schlank im Urlaub

Food-Guide für Ferienländer

Was soll ich an meinem Ferienort essen?

Schon gemein, irgendwie: Erst kasteit man sich wochenlang, um im Bikini eine gute Figur zu machen. Und dann ist innerhalb von zwei Wochen wieder alles auf  den Hüften...Aber dieses Jahr nicht! Denn wir verraten die  besten Strategien, wie Sie typische Figur-Fallen in den Ferien umgehen:

1 . Schnell ein Eis...
Die Falle: Ist die Hitze groß, steigt das Verlangen nach Abkühlung. Was liegt da näher als der kühle Genuss am Stiel? Doch Eis enthält in den meisten Fällen nicht nur viel Zucker, sondern auch Fett (im Schnitt 8 Prozent; bei cremigen Varianten sogar 15).
Ihre Strategie: Nutzen Sie fruchtige Alternativen! Gut gekühlte Melonen erfrischen und haben nur 40 Kalorien pro 100 Gramm. Meist sind die Früchte im Süden auch noch viel süßer als bei uns. Und wenn es schon ein Eis sein muss, dann am besten Fruchtsorbet! Dieses enthält kaum oder gar kein Fett. Ist der Anteil an Obst groß (bis zu 50 Prozent), stecken auch noch Vitamine drin.

2 . All-Inclusive-Buffets
Die Falle: 8.00 bis 10.30 Uhr Frühstück, 11.00 bis 12.30 Snacks, 13.00 bis 15.30 Uhr Mittagessen, zwischendurch Kuchenbuffet. Dann natürlich ab 18.00 Uhr Abendessen. Das heißt: Man isst im Urlaub rund um die Uhr – und kann schwer Nein sagen, wenn alles „vor der Nase“ steht.
Ihre Strategie: Befreien Sie sich vom Buffet-Diktat! Figurtechnisch am besten: Sie buchen gar nicht erst all-inclusive, sondern nur Frühstück oder Halbpension. Dann haben Sie keinen „Buffet-Stress“ und können in Ruhe Urlaub machen – und die Umgebung erforschen...

3. Schlechte Durstlöscher
Die Falle: Wüstenhitze – da könnte man trinken wie ein Kamel! Und greift gerne zu Limonade oder Cola-Getränken, am besten in XL-Bechern. Doch kaum getrunken, verspüren Sie schon wieder stechenden Durst, weil der Mund so süß klebt ... Was Sie erst später merken, sind Hunderte von Kalorien, die dabei auf Ihr Hüft-Konto wandern...
Ihre Strategie: Wasser! Wenn Ihnen das zu fad ist: Wasser mit Zitronensaft. Wenn Ihnen das zu fad ist: Fruchtsaft (Apfel, Johannisbeere, Marille) mit viel Wasser! Das erspart im Vergleich zu Cola (88 kcal pro Glas) etwa 60 Kalorien. Auch Früchtetee eisgekühlt ist ein erfrischendes Getränk und hat überhaupt nur zwei  Kalorien pro 200 ml. Also trinken Sie sich schlank!

4. Faul auf der Liege
Die Falle: Bequem am Pool oder Meer liegen und es sich einfach gut gehen lassen – darauf haben wir uns schon den ganzen Winter gefreut. Und bei 30 Grad im Schatten hat man ja auch gute Gründe für Bequemlichkeit. Bewegung ist viel zu anstrengend!
Ihre Strategie: Es muss ja nicht gleich joggen sein – Dauerläufe durch den Sand machen auch im Spazier-Tempo fit! Die Füße durch das Meereswasser streifen, hilft gegen Überhitzung. Oder probieren Sie einen neuen Wassersport aus! Beim Segeln verbraucht man zwischen 180 bis 270 Kalorien in der Stunde; beim Wakeboarden, Surfen oder Wasserski noch deutlich mehr. Auch gut: Sport am Abend betreiben – so wie die Einheimischen in Mittelmeerländern.

5 . Die Verdauung streikt
Die Falle: Längere Anreisezeiten im Auto, Bus oder Flugzeug bedeuten Bewegungsmangel – auch für unseren Darm. Dazu konsumieren wir gerade auf Reisen häufig Snacks mit wenig Faserstoff-Anteilen, was die Darmaktivität zusätzlich lähmt. Fazit: Die Verdauung streikt – und wir haben einen Blähbauch. Fatalerweise greifen dann viele zu Abführmitteln, was das Grundproblem der Darmträgheit verschlimmert. Denn die Mittel schwemmen Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium aus dem Körper, die für eine funktionierende Verdauung gebraucht werden.
 Ihre Strategie: Beugen Sie vor! „Es ist sinnvoll, gerade vor der Sommer- und Urlaubszeit die Elektrolyt-Speicher aufzufüllen, um Darmträgheit vorzubeugen“, rät etwa Pharmazeut und Vitalstoffexperte Norbert Fuchs (siehe Interview links).  Das heißt: Kalium- und magnesiumhaltige Nahrung wie Kartoffeln, Vollkornprodukte und Nüsse essen und viel trinken. Hilfreich sind auch Elektrolyt-Präparate aus der Apotheke, welche  die Verdauungsaktivität anregen und die Darmflora auf natürlich-biologische Weisestärken (wie zum Beispiel OviLac®).

6 . Alles durchkosten!
Die Falle: Frittierte Calamares, fettiges Gyros oder üppige Eisbecher – Kaloriensünden lauern im Urlaub leider an jeder Ecke. Und sind die guten Vorsätze erst einmal über Bord, gibt es oft kein Halten mehr. Und man will sich doch auch was gönnen...
Ihre Strategie: Natürlich sollen Sie sich nicht alles verbieten – Genuss muss und darf sein! Aber Sie sollten sich auch nicht alles erlauben. Wie wäre es mit einer kleinen Sünde pro Tag? Gönnen Sie sich Ihr Lieblingsessen ohne schlechtes Gewissen. Aber werden Sie nicht bei jeder Gelegenheit schwach. Eine Tabelle mit Kaloriensünden und leichteren, figurfreundlichen Varianten für die beliebtesten Urlaubsländer finden Sie auf Seite 49.

7. Fette Extras
Die Falle: Sie sitzen auf der Terrasse Ihres Lieblingsrestaurants. Wenige Augenblicke später stellt der Ober einen Brotkorb und Knoblauchmajonäse vor Sie hin. Herzhaft langen Sie zu, um kurz darauf die Aioli nachzubestellen. Wenn das Hauptgericht kommt, sind Sie eigentlich schon satt – und haben pro Weißbrotscheibe etwa 60 Kalorien und pro Esslöffel Mayonnaise sogar 85 Kalorien zu sich genommen. Ähnlich tückisch: Brot mit Salz und Olivenöl (enthält zwar gesündere Fette, aber deshalb nicht weniger Kalorien).
Ihre Strategie: Den Brotkorb als Vorspeise ignorieren  und nur das Hauptgericht verzehren. Sollte der Hunger bereits allzu groß sein, lieber wenig Brot plus Oliven, Gemüse-sticks oder Tomatensalsa nehmen als reichlich Weißbrot, Mayonnaise, Öl und Obers-Dips.

8.  Zu grosses Angebot
Die Falle: Hoteliers und Clubbetreiber meinen es oft gut mit Ihren Gästen und fahren gigantische Buffet-Landschaften auf. Dort gibt es einfach alles. Und von allem viel. Da schlagen Sie natürlich zu!
Ihre Strategie: Mit Plan agieren! Sie können nicht an jedem Tag alles essen. Heute entscheiden Sie sich für Pasta, morgen für den frisch gegrillten Fisch. Sinnvoll ist es auch, den ersten Appetit mit einem frischen Salat (auf leichtes Dressing achten!) zu dämpfen.

Ernährungsguide nach Ferienländern 1/8
Spanien
Gazpacho: Die kalte Tomatensuppe ist ein Leichtgewicht (ca. 300 kcal).
Paella: Viel fettiges Fleisch macht die Pfanne zur Falle (circa 750 kcal).