Erste Hilfe bei Vergiftungen

Kann diese Zimmerpflanze tödlich sein?

15.02.2016

Wichtigste Maßnahmen bei Vergiftungen

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Zimmerpflanzen sorgen für eine besonders entspannte und gemütliche Atmosphäre in den vertrauten vier Wänden. Sie sollen die Raumluft verbessern und nachweislich die Stimmung aufhellen. Die Dieffenbachia ist eine der Pflanzen, die besonders gerne als Zimmerpflanze aufgestellt wird, weil sie als pflegeleicht gilt. Die wenigsten wissen aber, welche Gefahren von diesem kleinen Pflänzchen wirklich ausgehen.

Das Gift der Dieffenbachie
Diese beliebte Pflanze ist tatsächlich stark giftig. Der Pflanzensaft kann zu starker Hautreizung führen und ist schädlich für die Augen. Besonders der Verzehr ist schädlich. Bei kleinen Kindern und Tieren sollte verstärkt darauf geachtet werden, die Zimmerpflanze außer Reichweite zu stellen. Bei oraler Einnahme führt das Pflanzengift nämlich zu Übelkeit, Durchfall bis hin zu Lähmungen und Herzrhythmusstörungen. In den meisten Fällen wird die Pflanze jedoch sofort wieder ausgespuckt, weshalb sich die gesundheitsschädigenden Auswirkungen zum Glück in Grenzen halten.

Erste Hilfe bei  Vergiftungen
Im Notfall wenden Sie sich bitte an die Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) oder suchen das nächste Krankenhaus oder die nächste Arztpraxis auf. Bei der VIZ berät toxikologisch geschultes Personal rund um die Uhr. Geben Sie bekannt was zu der Vergiftung beigetragen hat (idealer Weise der botansiche Name der Pflanze) , auf welche Art und wie viel vom Gift genommen wurde und wer davon betroffen ist.

Vergiftungen bei Kindern
Da Kinder die Pflanzen normalerweise sofort wieder ausspucken, brauchen Sie bei einer Vergiftung mit der Dieffenbachia nichts Schlimmeres zu befürchten. Entfernen Sie die Reste der Pflanze aus dem Mund, lassen Sie das Kind mit Wasser ausspülen und geben Sie ihm etwas Wasser zum Nachtrinken. Das Kind sollte auf keinen Fall Erbrechen, diese Maßnahme gilt als veraltet und führt nur zu einer erneuten Reizung des Mundes.
Im letzten Jahr gab es ca. 1900 Anrufe bei der VIZ aufgrund von giftigen Zimmerpflanzen. Lediglich ein einziges Mal musste jedoch eine ärztliche Behandlung erfolgen, weil die Schleimhäute des Mundes gereizt waren.

Die ToxHelp – App
Vorbeugende Maßnahmen können mit Hilfe der Tox-Help-App getroffen werden. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der österreichischen Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) entwickelt. Anwender bekommen hier regelmäßige Infos zu Produkt- oder Lebensmittelwarnungen und Hilfestellungen, wie sie sich im Notfall verhalten sollten. Den Notruf der VIZ soll diese App jedoch nicht ersetzen. Sie dient vielmehr als zusätzliche Informationsquelle und zur Vorbeugung.

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