Vorsicht bei der Filmwahl!

Traurige Filme sind Dickmacher

17.03.2015

Wer sich einen traurigen Film anschaut, riskiert fiese Fressattacken.

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© Getty Images
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Kino ohne Popcorn? Unvorstellbar! Ob die Tüte bereits nach ein paar Minuten leer ist, kommt anscheinend auf das Filmgenre an, wie ein Experiment zeigt. Beim Kinobesuch neigen viele von uns dazu, mehr zu naschen als normal. Nachos, Popcorn, Eis, Schokolade und Softdrinks gehören zu einem Filmabend einfach dazu, oder? Oft wird daraus eine unkontrollierte Fressattacke und der Tagesbedarf an Kalorien wird um ein vielfaches überschritten. Ein wissenschaftliches Experiment aus New York ist dem Phänomen "Fressattacken im Kino" auf den Grund gegangen.

Ungesundes Zeug
Bei einer Fressattacke werden hauptsächlich ungesunde Lebensmittel konsumiert - und das unkontrolliert und meist auch zu viel. Das führt auf Dauer zu Übergewicht. Forscher der Cornell University haben Versuchsgruppen verschiedene Filme gezeigt - mit dem Ergebnis: Die unterschiedlichen Filmgenres führen auch zu unterschiedlichem Verhalten beim Essen. Menschen, die sich eine Tragödie ansahen, konsumierten während des Films doppelt so viel Popcorn wie die Vergleichsgruppe, die eine Komödie zu sehen bekam. Wissenschaftler Aner Tal: "Das, was auf der Kinoleinwand geschieht, kann emotionales Essen auslösen. So kompensieren Menschen ihre Traurigkeit".

Fressattacke
Abenteuer- und Actionfilme führen zu ähnlich starken Fressattacken wie Tragödien. Und auch die Essgeschwindigkeit passt sich der Geschwindigkeit des Films an. Je spannender und schneller eine Szene ist, desto schneller futtern wir unser Popcorn. Im Experiment wurde auch deutlich, dass es völlig egal ist, was genau im Mund landet - hauptsache viel davon. Damit Sie also gar nicht erst in Versuchung kommen,kaufen Sie beim nächsten Kinobesuch mal keine Nachos, sondern greifen Sie zu gesünderen Alterntiven.

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