Endometriose

12.03.2014


Alles über Endometriose.

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Unter Endometriose bezeichnet man das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutterhöhle. Endometriose kann jedes Organ betreffen, tritt aber meist im kleinen Becken in unmittelbarer Nähe zur Gebärmutter auf. Die Gründe für die Entstehung einer Endometriose sind unbekannt.

Symptome
Die Symptome der Erkankungen hängen mit dem Zyklus zusammen, weil die verlagerte Gebärmutterschleimhaut, genauso wie die normale, daran gebunden ist. Die Hälfte aller Patientinnen lebt beschwerdefrei, häufig kommt es bei Erkrankten aber auch zu Regelschmerzen, schmerzhaften Regelblutungen, Dauerschmerzen denen eine Schädigung des Gewebes zugrunde liegen kann, Schmerzen im Kreuz, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Menstruationsstörungen oder Unfruchtbarkeit. In seltenen Fällen beobachtet man Blut im Urin oder im Stuhl.
Der Verlauf der Krankheit und die Symptome (Merkmale und Intensität) können von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt sein. Endometrioseherde finden sich in verschiedenen Organen:

Rücken: Manche Frauen haben vor und während der Periode chronische Rückenschmerzen.
Magen-Darm: Viele Patient:innen sind betroffen von abdominalen Beschwerden wie etwa Krämpfe, Verstopfung oder Durchfall. Ein Leitsymptom ist der "Endobelly" - der zyklische Blähbauch, der sehr schmerzhaft sein kann.
Kopf: Manche Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Endometriose kann auch die Psyche stark belasten.
Lunge: Endometrioseherde können sich in seltenen Fällen in der Lunge ansiedeln und Beschwerden wie Husten oder Kurzatmigkeit verursachen.
Weibliche Organe: Betroffen sind meist die Gebärmuttermuskulatur. Auch auf den Eierstöcken und den Eileitern finden sich Ansammlungen von gebärmutterschleimhautartigem Gewebe.
Harntrakt: Die Blase und die Harnleiter können häufig und die Niere sowie Harnröhre selten betroffen sein. 

Ursache
Die genauen Ursachen sind noch nicht geklärt allerdings geht man davon aus, dass die Gebärmutterschleimhaut durch Umwandlung aus anderen Gewebearten gebildet wird und außerhalb der Gebärmutterhöhle auftritt. Andere Theorien gehen von einer Verschleppung der Zellen der Gebärmutterschleimhaut aus.

Diagnose
Die Symptome der Krankheit gleichen meist einfachen Regelbeschwerden. Erst durch eine Bauchspiegelung wird die Krankheit sicher nachgewiesen. Auch bei einer gynäkologischen Untersuchung kann der Arzt zum Beispiel vergrößerte Eierstöcke ertasten oder auf Ultraschallaufnahmen sehen, wenn die Endometriose die Eierstöcke betrifft. Meist kommt neben der Ultraschalluntersuchung auch eine Computertomographie zum Einsatz, um das Ausmaß der Organveränderungen festzustellen.

Therapie
Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung notwendig. Wenn die Erkrankung keine Beschwerden verursacht oder kein Kinderwunsch besteht, kann sie unbehandelt bleiben. Chirrugische oder medikamentöse Maßnahmen können in vielen Fällen zum Einsatz kommen, die wirksamste Therapie ist eine Operation, bei der der Endometrioseherd entfernt wird.

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Endometriose: Ein Überblick
Moderne Therapien bei Endometriose   

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