Migräne-Simulator

Wie sich Migräne wirklich anfühlt

04.07.2016

Experiment veranschaulicht, wie sich Migräne für Betroffene anfühlt

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© Getty Images
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Wer unter Migräne leidet, stößt oft auf wenig Verständnis. Auch wenn die Schmerzen von außen nicht sichtbar sind, so können Migräneattacken den Alltag von Betroffenen erheblich einschränken. Wer bis jetzt Migräne nur als eine Art von Kopfschmerz verstanden hat, wird überrascht sein, mit welchen Symptomen viele Migräniker zu kämpfen haben. Der Migräne-Simulator soll helfen, dass Freunde und Verwandte das Leid der Betroffenen besser nachvollziehen können.

Mehr als nur Kopfschmerzen

Neben stark pochenden Kopfschmerzen leiden Migräniker oft auch an der sogenannten Aura. Bei diesen neurologischen Störungen treten vor allem Sehstörungen auf, ebenso können Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen einen Migräneanfall ankündigen. Diese Symptome dauern etwa 20 bis 45 Minuten an und werden meist von starken Kopfschmerzen gefolgt. Auch Schwindel, Empfindungsstörungen und Ohrgeräusche zählen zu den Aura-Symptomen.

Häufige Migräne-Symptome

starke Kopfschmerzen (4-72 Stunden Dauer)

Kennzeichen:
einseitiger Schmerz
pulsierender Schmerz
mittlere bis hohe Schmerzintensität

Begleitsymptome:
Übelkeit, Erbrechen
hohe Licht- und Geräuscheempfindlichkeit

 

Um Menschen, die nicht von Migräne betroffen sind, zu zeigen, wie sich solche Sehstörungen äußern, hat der Schmerzmittel-Hersteller "Exedrin" einen Migräne-Simulator gebaut. Die Versuchspersonen erleben durch den Simulator ein eingeschränktes Sichtfeld. Bei manchen Mikränikern fühlt es sich an, als würden sie erblinden. Andere sehen unscharf oder helle Blitze. Die Testpersonen sind von dem Gezeigten schockiert und dies noch mehr, als sie erfahren, dass es sich hierbei nur um Begleiterscheinungen handelt. Den eigentlichen Kopfschmerz mussten sie noch nicht erleben. Zum Glück können sie den Simulator wieder abnehmen und für sie bleibt dies eine einmalige Erfahrung. Für Migräniker hingegen gehören diese Symptome oft zum Alltag.

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