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Wichtige Infos zur Bänderverletzung im Sprunggelenk

24.06.2016

Wichtige Infos zur Bänderverletzung im Sprunggelenk

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Bänder im Sprunggelenk

Aufbau Das Sprunggelenk ist das Verbindungsgelenk zwischen dem Unterschenkel und dem Fuß. Man unterscheidet zwischen dem oberen Sprunggelenk und dem unteren Sprunggelenk. Das obere Sprunggelenk wird von den unteren Enden des Schienbeins und des Wadenbeins sowie vom Sprungbein gebildet. Das obere Sprunggelenk wird an der Außenseite durch drei einzelne Bänder, an der Innenseite durch ein fächerförmiges Innenband stabilisiert. Zusätzlich verfügt das obere Sprunggelenk noch über eine starke Bandverbindung zwischen Schien- und Wadenbein – das sogenannte Syndesmoseband.

Verletzungsarten

Unfall  Bänderverletzungen des oberen Sprunggelenks , vor allem eines Außenbandes,  gehören zu den häufigsten Verletzungen bei Fußballern. Sie treten als Zerrung, Teil- oder als kompletter Abriss auf. Meist  entsteht ein Bänderriss durch Umknöcheln während des Laufens. Man unterscheidet Ein-, Zwei-, Dreibandverletzungen, je nachdem, wie viele Außenbänder verletzt sind. Bei einem Bänderriss treten sofort sehr starke Schmerzen und eine Schwellung auf, der Fuß kann nicht mehr belastet werden. Charakteristisch für einen Riss ist die Instabilität.

Behandlung

Maßnahmen Wird ein Bänderriss nicht ­behandelt und heilt das zerrissene Band schlecht aus, kann das Gelenk instabil bleiben. Erster Schritt: abschwellende Maßnahmen, kühlen, Krücken, hochlagern.
Einbandverletzung: meist konservative Therapie. Im Gegensatz zu früher kein Gips! Der Patient trägt eine Bandage oder abnehmbare Schiene für 4 Wochen bei Teilriss und 6 Wochen bei komplettem Riss. Sofort Belastung bis zur Schmerzgrenze möglich und es erfolgen Bewegungsübungen sowie abschwellende Maßnahmen.
Zwei- oder Dreibandverletzungen: Wird nicht operiert, ist für 6 Wochen ein starrer Verband (Gips oder Aircast Walker, Stiefel) nötig. Bei Profi- oder Leistungssportlern sollte operiert werden. Die Bänder werden entweder direkt genäht oder an der Stelle, wo sie abgerissen sind, mit Knochenankern wieder befestigt. Nach der OP ist kein Gips notwendig, nur eine Bandage oder Orthese, Vollbelastung (außer bei Knorpelverletzungen) und Bewegungsübungen sind gleich möglich.
Innenbandverletzungen müssen meist operiert werden.
Sport:  Bei Teilriss oder Einbandverletzung nach 3–4 Wochen, bei OP nach 6–8
Wochen.

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