Sport bei Hitze

Wasservergiftung durch zu viel Leitungswasser

21.07.2015

Zu viel Leitungswasser ist auch nicht das Wahre. Wie eine kühle Erfrischung tragische Folgen haben kann.

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Der Ironman in Frankfurt endete für einen der Teilnehmer tödlich. Grund dafür war eine Wasservergiftung, die sich der Teilnehmer dadurch zuzog, dass er zu viel Leitungswasser zu sich genommen hat. Aber wie kann es so weit kommen?

Gerade bei sportlicher Betätigung in der Hitze wird der Körper vor eine besondere Herausforderung gestellt. Er muss in diesem Fall nicht nur mit Flüssigkeit, sondern auch mit den notwendigen Inhaltsstoffen versorgt werden um seinen Energiehaushalt aufrechterhalten zu können.

Die Flüssigkeitsaufnahme wurde dem Athleten zum Verhängnis. Zwar trank er fleißig das Leitungswasser, das ihm während dem Laufen gereicht wurde, dadurch löste er aber auch gleichzeitig jenen Effekt aus, der dann tödlich für Ihn endete. Durch die starken Körperausdünstungen, denen die Athleten während Ihrer kraftraubenden Tätigkeit nun einmal ausgesetzt sind, rutschte sein Elektrolyt- Haushalt dramatisch in ein Ungleichgewicht. Durch die weitere Zufuhr von einfachem Leitungswasser verschlimmerte sich diese Situation. Sein Körper musste einen schweren Natriummangel verzeichnen, der dann letzten Endes ein Hirnödem auslöste.

Was sind die genauen Ursachen?
Forscher berichten, dass bei einer Wasservergiftung vor allem die Zusammensetzung des Wassers die entscheidende Rolle spielt. Obwohl die Mindeststandards des Leitungswassers immer eingehalten werden müssen, kann es so durchaus vorkommen, das der Gehalt an Mineralstoffen Unterschiede aufweist, da sich das Wasser von Region zu Region unterscheidet.
Durch das Schwitzen verliert der Körper jedoch viele Salze, die ihm auch wieder zugeführt werden müssen. Durch zu viel Wasseraufnahme entsteht somit oftmals ein Ungleichgewicht zwischen der Menge an Flüssigkeit und der an Salz.
Die Folgen sind der Natriumarmut. Das bedeutet, dass das aufgenommene Wasser nicht mehr im Blutsystem gebunden werden kann und die Flüssigkeit in das umliegende Gewebe austritt.  So kann es dazu führen, dass sich das Wasser im Gehirn ansammelt und eine Hirnschwellung hervorruft. In diesem Fall könnte da Schlimmste eintreffen, das auch bei dem verstorbenen Athleten eingetroffen ist, es führt zum Tod. Allerdings muss eine Wasservergiftung nicht immer tödlich enden.

Wie erkenne ich einen Natrium-Mangel?
Das merken Sie relativ schnell. Oft bekommt man pochende Kopfschmerzen, fühlt sich verwirrt, müde oder es setzt eine Keuch-Atmung ein. Krämpfe können auch eine Nebenerscheinung sein.

Was kann ich dagegen tun?
Achten Sie gerade bei sportlicher Betätigung darauf, dass Sie Ihrem Körper eine natriumhaltige Flüssigkeit zuführen. Somit können Sie einem Mangel und etwaigen Folgeschäden vorbeugen.

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