Stimme

Mehr als nur ein Laut

So bleibt Ihre Stimme gesund

Die Stimme ist mehr als erzeugter Schall. Sie verleiht Gehör, transportiert Emotionen, überzeugt und verführt. Wie die Stimme entsteht und wie sie lange gesund bleibt, lesen Sie hier.

Wir benutzen sie täglich, ohne über sie nachzudenken. Schon mit dem ersten Schrei des Lebens benutzt das Neugeborene die Stimme im Reflex. Ob hoch, tief, laut, leise, sanft, kratzig oder rau – die Stimme jedes Menschen ist individuell und unverwechselbar. Sie vermittelt oft mehr Inhalt als bloße Worte und verrät viel über die Persönlichkeit. Am Klang der Stimme lassen sich Launen, Emotionen und sogar Charakterzüge oder das Alter erkennen. Wer dieses hochkomplexe Instrument optimal beherrscht, hat im Alltag erhebliche Vorteile. Ob bei Vorträgen, im Kundengespräch oder beim ersten Date – unsere Stimme ist unser Kapital, auf das wir achten sollen. Hier finden Sie ein paar einfache Tipps, mit denen Sie Ihre Stimme stärken und länger gesund halten können.  

Die besten Tipps für eine starke Stimme 1/7
Entspannen & Stärken 
Bei Menschen mit Sprechberufen, die wiederholt zu Heiserkeit aus Überlastung neigen, empfiehlt der HNO-Arzt die regelmäßige Anwendung gezielter Entspannungstechniken zur Erholung des Kehlkopfes. Ebenso gibt es zahlreiche Techniken zur Stärkung der Stimme. Dies wird oft gemeinsam mit einem Logopäden erarbeitet und beugt sogenannter „Schrei- oder Sängerknötchen“ an den Stimmbändern vor.

Wie Stimme entsteht

Die Stimmbildung ist ein komplexer Vorgang. „Für die Entstehung der Stimme sind drei Funktionseinheiten verantwortlich“, erklärt HNO-Arzt Dr. Nikolaus Redtenbacher. „Die Atmung, der Kehlkopf als Schwingungsgenerator und der darüberliegende anatomische Bereich, der auch als das Ansatzrohr bezeichnet wird. Dieser Raum, bestehend aus Mundhöhle, Nase und Nasennebenhöhlen, ist verantwortlich für den Klang der Stimme“, so der Experte. Beim Atmen strömt die Luft durch die Stimmritze, die von den beiden Stimmlippen (auch Stimmbänder genannt) gebildet wird. Um Töne zu erzeugen, werden die Stimmlippen angespannt und die Stimmritze dadurch verengt. Der Druck des Luftstroms versetzt die Stimmlippen  in Schwingungen. Die Spannung der Stimmlippen und somit die Geschwindigkeit der Schwingungen bestimmt die Tonhöhe.

Was Sie über die Stimme wissen sollten 1/3
✏ Wie Stimme entsteht
Für die Entstehung der Stimme sind drei Funktionseinheiten verantwortlich: Die Atmung, der Kehlkopf als Schwingungsgenerator und der darüber liegende anatomische Bereich, der auch als „Ansatzrohr“ bezeichnet wird. Dieser Raum, bestehend aus Mundhöhle, Nase und Nasennebenhöhlen, ist für den Klang der Stimme verantwortlich. Beim Atmen kann die Luft durch die Stimmritze, die von den beiden Stimmlippen (auch Stimmbänder genannt) gebildet wird, ungehindert ein- und ausströmen. Um Töne zu erzeugen, werden die Stimmlippen angespannt und die Stimmritze verengt. Der Luftstrom versetzt die Stimmlippen in Schwingungen.  

Stimmstörungen

Ist die Leistungsfähigkeit der Stimme eingeschränkt und verändert sich ihr Klang, spricht man von einer Stimmstörung. „Wir unterscheiden zwischen organischen und funktionellen Stimmstörungen“, so Dr. Redtenbacher. „Diese breite Palette reicht also von Fehl- oder Neubildungen bis zu Lähmungen der Stimmbänder. Das Leitsymptom ist immer Heiserkeit.“  Eine eindeutige Diagnose der Ursache kann nur der HNO-Facharzt durchführen.

Starke Stimme bis ins Alter

Wer seine Stimme länger stark und gesund halten möchte, das gilt vor allem für Menschen in Sprechberufen oder Sänger, sollte darauf achten, Überlastungen zu vermeiden. Der Experte empfiehlt gezielte Entspannungstechniken zur Erholung des Kehlkopfes sowie spezielle Techniken zur Stärkung der Stimme. Schreien, Flüstern, Räuspern führen schnell zu stimmlicher Überlastung aber auch Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum oder chemische und physikalische Reizstoffe belasten Stimmlippen und Schleimhäute. Regelmäßige Stimmübungen und ein achtsamer Einsatz der Stimme stärken die Stimmlippen und können dem alterungsbedingten Verlust der Spannkraft des Kehlkopfapparates entgegenwirken.