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Typische Altersbeschwerden und geeignete Behandlungen

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Es gibt bestimmte Krankheiten, die im Alter verstärkt auftreten. Viele davon lassen sich durch einfache und gut erprobte Behandlungen in den Griff bekommen. Wichtig ist, dass die vorliegenden Krankheiten zeitnah und richtig diagnostiziert werden. 

Im Folgenden werden einige klassische Altersbeschwerden vorgestellt und die entsprechenden Therapien erläutert.  

Sehschwächen im Alter therapieren

Im Alter kommt es immer wieder zu Sehbeschwerden. Einige davon sind auf eine natürliche Veränderung der Netzhaut zurückzuführen. Solche Schwierigkeiten lassen sich gut durch eine Brille oder Kontaktlinsen in den Griff bekommen. Theoretisch ist es auch möglich, eine Laserbehandlung zu nutzen, um die Netzhaut so zu verändern, dass die gewünschte Sehkraft erreicht wird. Einige Beschwerden sind jedoch auf vorliegende Krankheiten wie einen grauen oder grünen Star zurückzuführen.

Gerade bei diesen beiden Erkrankungen ist eine genaue Diagnose wichtig. Das liegt daran, dass beide zu einer Verschlechterung der Sehfähigkeit führen, jedoch unterschiedliche Behandlungen nötig machen. Bei einem grauen Star trübt sich die Augenlinse immer mehr ein, wohin gegen der grüne Star unterschiedliche Augenerkrankungen umfasst, die beispielsweise den Sehnerv und das Gesichtsfeld betreffen. Während ein grauer Star nur operativ behandelt werden kann, muss bei einem grünen Star der Augeninnendruck durch verschiedene Methoden reduziert werden.

Mit einer TURP die Prostata behandeln

Ein weiteres Problem, das im Alter immer wieder auftaucht, ist Inkontinenz. Diese kann unterschiedliche Formen annehmen, von denen die Stressinkontinenz und die Stuhlinkontinenz nur einige sind. Viele Probleme mit Inkontinenz sind auf eine vergrößerte Prostata zurückzuführen. Immer häufiger entscheiden sich Ärzte und Patienten dafür, dieses Problem mit einer TURP (transurethralen Resektion der Prostata) zu behandeln.

Bei einer TURP handelt es sich um ein erprobtes Verfahren, das in vielen Kliniken bereits Anwendung findet. Bei der Operation unter Narkose werden Harnröhre und Blase mit einem Endoskop untersucht. Eventuell vorliegende Krankheiten wie Tumore oder Steine können so festgestellt werden. Gutartig vergrößerte Areale der Prostata können entfernt werden, was häufig bereits zu guten Erfolgen führt.

Arthritis und Arthrose

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Moderne Untersuchungen erleichtern die Diagnose einer vorliegenden Krankheit. 

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Bei der Arthritis handelt es sich um Gelenkentzündungen, die im Alter häufig auftreten. Sie sind in vielen Fällen in den Händen, den Füßen oder den Beinen lokalisiert. Entsprechend fallen Betroffenen alltägliche Aufgaben wie Gehen oder Schreiben schwer, weil es zu unangenehmen Schmerzen kommt. Bei einer Arthritis können verschiedene Gelenke betroffen sein. Die Arthrose ist eine Sonderform der Arthritis und wird auch als Gelenkverschleiß bezeichnet. Hierbei haben sich die Knorpeloberflächen in den Gelenken so abgenutzt, dass es zu Schmerzen kommt.

Bei einer Arthrose beziehungsweise Arthritis helfen unterschiedliche Therapien. Unter anderem kommt es darauf an einen gesunden Ernährungsplan zu entwickeln und ausreichend Bewegung und Sport in den Alltag zu integrieren. Zudem gibt es verschiedene Medikamente und Naturheilmittel, auf die zurückgegriffen werden kann. Sprechen Sie hier gegebenenfalls mit einer ärztlichen Fachkraft, die Sie beraten kann und Ihnen dabei hilft, die richtige Kombination aus Ernährung, Bewegung und weiteren Maßnahmen zu finden. Ebenso bietet sich in einigen Fällen der Einsatz von Krankengymnastik und Ergotherapie an, in anderen Situationen werden aber auch Operationen nötig.

Demenz und Alzheimer

Bei vielen älteren Menschen lässt das Gedächtnis mit der Zeit nach. Wenn dies nicht auf natürliche Entwicklungen zurückzuführen ist, kann eine Krankheit wie eine Demenz oder Alzheimer vorliegen. Hierbei handelt es sich um weit verbreitete Probleme, da Demenzerkrankungen die zweithäufigsten neurologischen Krankheiten im fortgeschrittenen Alter darstellen.

Demenz und Alzheimer gibt es in frühen, mittleren und späten Stadien. In den ersten beiden Stadien helfen häufig Antidimentiva und Antidepressiva gegen die bestehenden Leiden. Wenn auf nicht-medikamentöse Behandlungen zurückgegriffen werden soll, bieten sich beispielsweise eine Ergo- und Musiktherapie an. Hierbei geht es insbesondere darum, negative Emotionen in den Griff zu bekommen und für mehr Lebensqualität bei den betroffenen zu sorgen.

Diabetes

Die als Zuckerkrankheit bekannte Diabetes Mellitus ist im Alter häufig ein erhebliches Problem. Oftmals ist diese Krankheit auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen, der beispielsweise eine Ernährung mit zu viel Zucker umfasst. Des Weiteren können Autoimmunkrankheiten zu einer Diabetes führen. Um eine geeignete Therapie empfehlen zu können, ist es erforderlich die Ursache für die Zuckerkrankheit genau zu bestimmen.

Die optimale Behandlung einer Diabetes hängt davon ab welcher Diabetes-Typ vorliegt. Unter anderem gilt es, die Lebensgewohnheiten zu ändern und beispielsweise einen gesunden Ernährungsplan aufzustellen. Des Weiteren sollte mehr Bewegung in den Alltag integriert werden, um den bestehenden Symptomen entgegenzuwirken. Außerdem bietet es sich an, auf das Rauchen zu verzichten und Medikamente einzusetzen, um den Zucker in den Griff zu bekommen.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten, die vermehrt im Alter auftreten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Betroffene mit einer Einschränkung ihrer Lebensqualität leben müssen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl erprobter und erfolgreicher Behandlungen, mit denen viele solcher Beschwerden in den Griff bekommen werden können. Wichtig ist, dass die vorliegende Krankheit korrekt diagnostiziert und die für den individuellen Fall optimale Therapie ausgewählt wird.