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Transparente Zahnspange (Invisalign)

Transparente Zahnspange (Invisalign)

Vorbereitung:  

In einem ersten Beratungsgespräch werden die Probleme und individuellen Bedürfnisse des Patienten sowie das Behandlungsziel besprochen. Röntgenbilder, Gipsabdruck des Gebisses und medizinische Anamnese sind dafür erforderlich. Der spezielle Silikonabdruck wird dann nach Amerika geschickt und dort mittels 3D-Computergrafik-Verfahren daraus eine ­Serie maßgefertigter, transparenter Schienen (Invisalign-Aligner) aus stabilem medizinischem Kunststoff hergestellt.  

Tragephase:  

Jedes Set Schienen wird zwei Wochen lang Tag und Nacht getragen. Nur zum Essen und zur Zahnpflege werden die Schienen herausgenommen. Bei Invisalign werden in jeder Phase nur bestimmte Zähne bewegt, um effizienten Druck auf die einzelnen Stellen auszuüben. Der Behandlungszeitraum richtet sich nach dem Umfang der Zahnkorrektur und somit nach der Zahl der Schienen. Dafür bieten Zahnärzte verschiedene Pakete an: Invisalign i7 beinhaltet sieben Schienen für kleine Zahnkorrekturen. Das Lite-Paket mit 14 Schienen und das Full-Paket für komplexe Fälle mit 30 bis 60 Schienen. Für Jugendliche gibt es ein spezielles Teen-Paket mit einem Überprüfungspunkt zur Tragekontrolle und der Möglichkeit, kostenlos nachzubestellen, wenn die Schiene verloren geht. Wurde jede Schiene der Sets getragen, ist die Behandlung abgeschlossen. Wichtig ist nun – gerade am Anfang – das Ergebnis zu halten und zu verhindern, dass die Zähne die gewünschte Position wieder verlassen.  Dies kann durch Tragen einer Schiene in der Nacht oder Kleben eines dünnen Drahtes innen an den Zähnen (Retainer) erfolgen. Durchschnittlich dauert die Behandlung ein Jahr.

Vorteile / Nachteile:  

Die Vorteile der abnehmbaren, transparenten Zahnspange sind die Bequemlichkeit und leichte Abnehmbarkeit, etwa beim Essen oder der Zahnreinigung. Die Zahnspange ist kaum sichtbar, enthält keine Metallmaterialien wie Drähte oder Metallspangen, die zu Reizungen oder Entzündungen führen können. Invisalign kann sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen eingesetzt werden und eignet sich für die Behandlung von Eng- oder Lückenstand sowie bei komplexeren Problemen wie Über-, Unter- oder Kreuzbiss.
Nachteile: Die Behandlungsdauer ist meist länger als bei einer festsitzenden Spange. Am Anfang kann es Probleme mit dem Sprechen geben.