Transidentität: Gefangen im falschen Körper

Neue Forschungen

Transidentität: Gefangen im falschen Körper

Insgesamt wurden die Daten von 101 jugendlichen Transidenten untersucht und festgestellt, dass die Teilnehmer keinen ungewöhnlichen Hormonspiegel hatten.
Hirnforscher Georg Kranz von der Medizinischen Universität in Wien erklärt hierzu, dass man davon ausgehen kann, dass die Anlagen zur Transidentität bereits im Mutterleib entwickelt werden und nicht mehr umkehrbar sind.  Die geschlechtliche Prägung des Körpers und des Gehirns geschehen während der Schwangerschaft zeitlich getrennt voneinander. Wenn nun also im ersten Drittel der Schwangerschaft viel Testosteron ausgeschüttet wird und gegen Ende weniger, so wird das geborene Kind biologisch ein Mann sein, allerdings mir weiblichen Prägungen.

Geschlechtliche Identität?
In der US Studie wird beschrieben, dass sich die meisten Teilnehmer im Schnitt im Alter von ca. 17 Jahren geoutet haben, nachdem Sie schon etwa 10 Jahre in dem Wissen gelebt haben, dass Sie sich im falschen Körper befinden. Transmännern (biologischen Frauen mit männlicher Prägung) fällt es im Schnitt auch leichter Ihre männliche Geschlechterrolle auszuleben als Transfrauen (biologischen Männern mit weiblicher Prägung). Unter den Untersuchungsteilnehmern fanden sich allerdings auch 10% die sich weder wie eine Frau noch wie ein Mann fühlten.

Es bleiben Spuren
Transsexualität zählt in unserer Gesellschaft noch nicht unbedingt zu den akzeptiertesten Lebensweisen, was die Betroffenen mit einem irrsinnigen Druck belastet. Oftmals führt dies zu starkem Übergewicht oder der Flucht zu Drogen. Auch Depressionen sind bei Transsexuellen 3-4 Mal so häufig als bei Heterosexuellen.
Darum planen die US Forscher nun Hormontherapien, die es Jugendlichen mit einer anderen Geschlechtswahrnehmung ermöglichen sollen, sich selbst zu verwirklichen und normal leben zu können.

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