Was tun bei kalten Fingern und Zehen?

"Eishände"

Was tun bei kalten Fingern und Zehen?

Dr. Tamara Kopp, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, antwortet.

Frage: Meine Finger und Zehen werden plötzlich kalt und blau-rot. Was kann das sein? Was hilft?

Antwort: Wenn Finger oder Zehen bei Kälte oder Stress weiß werden, schmerzen, sich dann blau und rot verfärben, steckt eine Durchblutungsstörung – das „Raynaud-Syndrom“ – dahinter. Ursache: Krämpfe der Blutgefäße in der Haut. Durch Kälte ziehen sich die Arterien in Fingern und Zehen plötzlich zusammen, diese sind kaum noch durchblutet, werden erst weiß und dann blau. Die Krämpfe dauern bis zu einer halben Stunde. Wenn sie sich lösen, strömt wieder Blut in die Finger. Diese röten sich und schmerzen. Das „Raynaud- Syndrom“ ist meist harmlos und kommt oft bei Frauen zwischen 20 und 40 Jahren vor. Vorsicht: Es können auch Bindegewebserkrankungen, Autoimmunreaktionen oder neurologische Probleme (multiple Sklerose, Nervenentzündungen, Nervenschäden im Handbereich wie Karpaltunnelsyndrom) oder Gefäßerkrankungen dahinter stecken. Ein Abklärung beim Hautarzt wäre in jedem Fall anzuraten.

Dr. Tamara Kopp, Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, Co-Gründerin von JUVENIS, www.juvenismed.at