Was mache ich am besten bei einem "Tennisarm"?

Ellbogen-Schmerzen

Was mache ich am besten bei einem "Tennisarm"?

Dr. Eleonore Hecking, Fachärztin für Unfallchirurgie,antwortet.

Frage: Ich habe einen sogenannten Tennisarm. Wodurch entsteht dieser? Was hilft am besten dagegen?

Antwort: Am häufigsten kommt es im Bereich des Ellbogens am körperfernen Ende des Oberarmknochens außen zu Schmerzen. Das ist meist der sogenannte Tennisarm. Kommt es zu Schmerzen an der Innenseite des Ellbogens, spricht man vom Golfer- oder Werferarm, da bei Sportlern von Wurfsportarten oder Golf die Schmerzen häufig innenseitig auftreten.

So entsteht der Tennisarm

Der Tennisarm (Epicondylitis radialis humeri) tritt aber nicht nur beim intensiven Tennisspielen auf, sondern auch bei Überbelastung und Fehlbelastung der Unterarmmuskeln, welche Finger und Handgelenk beugen und strecken. Dieses Ungleichgewicht zwischen Beuge- und Streckmuskulatur verursacht einen Druck- sowie Bewegungsschmerz, der vom Ellbogen in den Ober- und Unterarm ausstrahlen kann und manchmal immer wiederkehrende Probleme verursacht. Auftreten der Beschwerden: oft bei alltäglichen Überbelastungen wie Heben und Tragen von schweren Gegenständen, bei langer Computerarbeit oder auch bei Musikern. Grund dafür ist eine Überlastung und Entzündung der Muskeln, welche an dieser Stelle am Knochen verankert sind.

Behandlungsmöglichkeiten:

Mit einer Infiltration eines Schmerzmittels und eines entzündungshemmenden Stoffes kann ein rasches Ende der Schmerzen herbeigeführt werden. Kommt es hingegen wiederkehrend zu einem Tennisarm, ist es sinnvoll, eine Physiotherapie zu machen. Durch diese wird das Gleichgewicht der verschiedenen Muskelgruppen wieder hergestellt.

Dr. Eleonore Hecking, Fachärztin für Unfallchirurgie, Spezialgebiet Handchirurgie, 1080 Wien, www.mza.at