Was hilft am besten bei Blasensteinen?

Ablagerungen

Was hilft am besten bei Blasensteinen?

Dr. Ayman Tammaa, Urogynäkologe, antwortet.

Frage: Wodurch entstehen Blasensteine? Wie machen sie sich bemerkbar? Kann ich Blasensteinen vorbeugen?

Antwort:
Einflussfaktoren für Steine in den Harnwegen (Niere, Harnleiter, Blase) sind Nahrung, Klima und ethnische Herkunft. Speziell Ablagerungen in der Harnblase sind oft auf Fremdkörper zurückzuführen, wie etwa Harnkatheter, die längere Zeit in der Blase verweilen oder Fäden nach Operationen, die sich nicht auflösen und durch die Blasenwand gewandert sind. Für verschiedene Blasensteinarten (Kalziumoxalat-, Phosphat-, Harnsäuresteine) werden unterschiedliche Entstehungsfaktoren angenommen. Vermehrt Harnsäure produzierende Bakterien (z. B. Proteus mirabilis) bei Blasensteinen lassen auf eine bakterielle Ursache schließen. Symptome: häufiges und schmerzhaftes Urinieren, Blut im Harn, trüber oder auch dunkler Harn. Blasensteine rufen oft Unterbauchschmerzen hervor, können gelegentlich aber völlig asymptomatisch sein. Generell sind Männer von Harnsteinen eher betroffen. In den letzten Jahren steigt auch bei Frauen die Häufigkeit, was auf eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt wird. Junge Frauen, die reichlich trinken und sich kalziumreich ernähren, haben ein niedrigeres Risiko für Harnsteine. Risikofaktoren: Genuss von tierischem Eiweiß und Zucker sowie gesteigerte Einnahme von Kalzium als Nahrungsergänzung, verschiedene Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit oder erhöhte Blutfette und Harnsäure im Blut.
In der Schwangerschaft kommen Steine der Harnwege relativ selten vor, sind jedoch mit einem deutlich erhöhten Risiko für eine Frühgeburt assoziiert.

Dr. Ayman Tammaa, 1010 Wien, www.womanandhealth.at