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Das geht ins Auge

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Das geht ins Auge

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Die Kurzsichtigkeit hat in den letzten Jahren besonders bei Kindern stark zugenommen. Experte Torsten Hamberger klärt über Ursachen auf und verrät, wie Eltern gegensteuern können. 

Bis zum Jahr 2050 sollen einer Studien zufolge bis zu 50 Prozent der Menschen weltweit unter Kurzsichtigkeit, der Myopie, leiden (Quelle: Brien Holden Insitut). In der Nähe sehen Betroffene scharf, in der Ferne jedoch verschwommen.

Ursachen. Ob man eine Fehlsichtigkeit entwickelt, hängt sowohl von der genetischen Veranlagung als auch von den Sehgewohnheiten ab. Schlechte Sehgewohnheiten gefährden vor allem die Augen von Kindern und Jugendlichen, da sich ihr Augapfel noch im Wachstum befindet. "Fokussiert der Blick", erklärt Augenoptikermeister Torsten Hamberger, "sehr häufig Gegenstände auf kurze Distanz, passt sich das Auge irgendwann an." Eine Gefahrenquelle für das junge Auge sind vor allem Tablets und Smartphones. Deren Screens sind platt. Dies kann die Entwicklung des räumlichen Seh-und Vorstellungsvermögens bei Kindern beeinträchtigen oder den korrekten Wechsel zwischen Nah-und Fernsicht. Zudem kann es zum Schielen kommen.

Fehlsichtigkeit erkennen

"Kinder", so Hamberger, "merken nicht, dass sie schlecht sehen, da das kindliche Gehirn Fehlsichtigkeiten teilweise ausgleichen kann. Ist die Fehlsichtigkeit zu hoch, ermüden die Augen und auch die Kinder. Schlechtes Sehen kann zu Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und zu Lernproblemen führen." Ein signifikantes Symptom ist zudem das Zukneifen der Augen. Es ist übrigens Namensgeber für die Fehlsichtigkeit: Myopie ist das altgriechische Wort für zukneifen. Kurzsichtige versuchen durch die kleine Lücke, die beim Augenzusammenkneifen entsteht, Randstrahlen auszublenden, um noch ein etwas scharf sehen zu können. Wenn Eltern das Gefühl haben, ihr Kind könnte unter einer Sehschwäche leiden, sollte ein Termin beim Augenarzt vereinbart werden. Der Experte rät vor allem kurzsichtigen Eltern ihre Kids möglichst früh zur Augenuntersuchung zu schicken, da der Nachwuchs ein 60-prozentiges Risiko hat, ebenfalls kurzsichtig zu werden.

Gegensteuern

Hamberger empfiehlt, dass Kinder mindestens zwei Stunden pro Tag im Freien verbringen und so den Augen Abwechslung bieten. "Gleichzeitig sollten die Bildschirmzeiten vor dem Smartphone, Tablet oder Fernseher, wenn nicht schulisch notwendig, reduziert werden. Spezielle Brillengläser und Kontaktlinsen, also Spezial-Kontaktlinsen und Spezialbrillen können die Zunahme der Kurzsichtigkeit zusätzlich hemmen", sagt der Augenoptikermeister.