Pearl-index: Die Methoden im Check

Der Pearl-Index gibt an, wie sicher die häufigsten Verhütungsmittel im Schnitt sind:

Der „Pearl-Index“ gibt an, wie viele sexuell aktive Frauen trotz Verwendung eines ­bestimmten Verhütungsmittels innerhalb ­eines Jahres schwanger werden. Je niedriger der Prozentsatz, desto sicherer. Ein Index von 1 bedeutet, dass von 100 Frauen, die ­diese Methode gewählt haben, trotz Verhütung eine schwanger geworden ist.

Antibabypille

Pearl-Index: 0,1 bis 0,9 Die „klassische“ Kombinationspille wird an 21 Tagen des ­Monats eingenommen. In einer einwöchigen Pause setzt die Regelblutung ein. Bonus: Der Zyklus wird regelmäßiger und häufig auch weniger schmerzhaft, oft verbessert sich auch das Hautbild. Die Hormonbelastung ist jedoch hoch: Die Pille enthält eine Kombination aus Östrogen und Gestagen. Sie gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel.

Minipille

Pearl-Index: 0,5 bis 3 Die Minipille enthält im Gegensatz zur kombinierten Pille nur Gestagen und wirkt nur über die Gebärmutterschleimhaut. Sie ist für viele Frauen ­besser verträglich als die Pille und besonders arm an Nebenwirkungen.

Verhütungspflaster

Pearl-Index: 0,72 bis 0,9 Das Pflaster wird an eine bestimmte Hautstelle geklebt und einmal pro Woche erneuert. Es wirkt hormonell sehr ähnlich wie die Pille, die Hormon­belastung ist etwas geringer. Sehr sicher.

Drei-Monats-Spritze

Pearl-Index: 0,3 bis 0,88 Alle 12 Wochen wird vom Gynäkologen ein Gestagen-Präparat gespritzt, das den Gebärmutterhalsschleim undurchdringlich macht und die Schleimhaut am Wachsen hindert (ähnlich der Minipille). Sie gilt als sehr sicher.

Hormonimplantat

Pearl-Index: 0 bis 0,08 Ein kleines Stäbchen wird in den Oberarm eingesetzt, das Gestagen abgibt. Sehr sicher, hält drei Jahre lang.

Hormonspirale

Pearl-Index: 0,16 bis 0,3 Die Spirale wird vom Gynäkologen eingesetzt und gibt regelmäßige Dosen Gestagen ab. Die Wirkung hält fünf Jahre lang an.
 

Kupferspirale/–Kette

Pearl-Index: 0,9 bis 3 bei Spirale; 0,1 bis 0,5 bei Kette Wird vom Gynäkologen eingesetzt. Die Kupferpräparate geben laufend Kupferionen ab, die die Beweglichkeit der Spermien hemmen und so eine Befruchtung verhindern. Sie wirken zusätzlich auf die Gebärmutterschleimhaut, um eine Einnistung zu verhindern. Keine Hormonbelastung.

Kondom
Pearl-Index: 2 bis 12 Das Kondom umhüllt den Penis, fängt den Samen im Reservoir auf und verhindert so ein Eindringen in die Vagina. Die Sicherheit des Kondoms ist sehr stark von der richtigen Anwendung abhängig. Es schützt als einzige Empfängnisverhütung auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV und Hepatitis und empfiehlt sich daher als „Zusatzschutz“.