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NOTFÄLLE - Das ist zu tun

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NOTFÄLLE - Das ist zu tun

HERZ-KREISLAUF-STILLSTAND

Erkennen:
Atemkontrolle Halten Sie Ihr Ohr zum Mund der bewusstlosen Person. Es sind nur vereinzelte, flache oder gar keine Atemzüge zu hören? Sofort reagieren!
 

Das ist zu tun:
Reanimation 1. Handballen und zweite Hand über dem Druckpunkt (Mitte der Brust) platzieren. Bei Kindern nur eine Hand. 2. Arme durchstrecken, Finger verschränken und 30 Kompressionen durchführen. 3. Den Kopf überstrecken und 2 Beatmungen von Mund zu Mund durchführen (idealerweise durch ein Beatmungstuch). 4. Reihenfolge fortführen: Abwechselnd 30 Kompressionen und 2 Beatmungen durchführen – bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Sind Sie ungeübt, beschränken Sie sich auf die Kompressionen. Ist ein Defibrillator vor Ort, müssen Sie nur den Anweisungen folgen!

ALLERGISCHE REAKTION

Erkennen:
Keine Seltenheit Sehr viele Menschen leiden an Bienen- und Wespenstich-Allergien – häufig ohne ihr Wissen. Klassische Symptome: Schwellung an Einstichstelle, Kreislauf-Probleme, Herz­rasen, Übelkeit, Anschwellen der Atemwege, Atemnot, Bewusstseinstrübung bis -losigkeit. Andere Auslöser können bestimmte Nahrungsmittel oder Medikamente sein.

Das ist zu tun:
Gegenmaßnahme Droht ein Allergischer oder „anaphylaktischer“ Schock (Herz-Kreislauf-Versagen) muss wie folgt vorgegangen werden: 1. Patient flach hinlegen. 2. Atemwege von außen gut kühlen und Schwellung lindern.
Allergiker mit stark ausgeprägten Allergien tragen im Idealfall ein Notfallset bei sich: ein Kortison-Präparat, ein schnell wirksames Antihistaminikum sowie eine Adrenalin-Fertigspritze. Alle drei stabilisieren rasch den Kreislauf.

SONNENSTICH & KOLLAPS

Erkennen:
Keine Kleinigkeit Ein Sonnenstich bedeutet weit mehr als Kopfschmerzen und Erschöpfung. Übelkeit, Erbrechen, Fieber, roter Kopf, Kopf- und Nackenschmerzen, Bewusstseinstrübungen bis zur Bewusstlosigkeit sind Symptome ­eines Sonnenstichs oder Hitzekollapses.

Das ist zu tun:
Sonnen-Aus Obwohl leicht zu vermeiden (z. B. durch Schatten bevorzugen, Kopfbedeckung), sind Sonnenstiche bis hin zum Hitzekollaps im Sommer sehr häufig. Das können Sie tun: 1. Patient in den Schatten oder nach drinnen bringen. 2. Sorgen Sie für viel Flüssigkeitszufuhr und kühlen Sie den Nacken. Auch das Kühlen von Stirn und zentralen Pulsstellen ist hilfreich. (3. Bei starkem Erbrechen sollte zusätzlich zum Wasser eine Elektrolytlösung verabreicht werden.) Bei Bewusstlosigkeit oder merklichen Veränderung im Verhalten unbedingt Rettung rufen!

BEWUSSTLOSIGKEIT

Erkennen:
Kontrolle Reglose Person zuerst ansprechen und an der Schulter berühren. Folgt keine Reaktion, kontrollieren Sie, ob die Person regelmäßig atmet (Ohr über den Mund halten und zusätzlich auf ein Heben des Brustkorbs achten).

Das ist zu tun:
Seitenlage 1. Ist keine normale Atmung vorhanden, muss sofort mit der Reanimation begonnen werden (s. Punkt „Reanimation“ S. 26). Ein Notruf muss parallel dazu abgesetzt werden. Delegieren Sie auch an andere Leute.        2. Atmet die bewusstlose Person normal, sollte sie in die stabile Seitenlage gebracht werden: Arm im rechten Winkel weg vom Körper legen. Gegenüberliegendes Knie hochziehen und Handgelenk des anderen Arms darauflegen. Bewusstlosen zu sich drehen. Kopf überstrecken, Mund öffnen.

ERTRINKUNGSNOTFALL

Erkennen:
Treiben Das Problem ist schnell erkannt: Eine Person treibt reglos im Wasser, eventuell sind Lippen und Schleimhäute aufgrund von Sauerstoffmangel bereits blau verfärbt.

Das ist zu tun:
Maßnahmen 1. Retten Sie die Person aus dem Wasser und bringen Sie sie an sicheres Land. Bringen Sie sich dabei jedoch niemals selbst in Gefahr! 2. Überprüfen Sie die Atmung. Atmet der Patient selbstständig, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage (s. links). 3. Ist keine normale Atmung vorhanden, muss sofort mit der Reanimation begonnen werden. Achtung: Beim Ertrinken kommt es immer zu schwerem Sauerstoffmangel. Deshalb ist es wichtig, die Wiederbelebung mit fünf Beatmungen einzuleiten, ehe Sie mit den 30 Kompressionen fortfahren. Danach folgen wieder 2 Beatmungen und 30 Kompressionen (s. Punkt „Reanimation“ S. 26).
 

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