Wiederbelebungskurse in allen Volksschulen

Tolle Aktion

Wiederbelebungskurse in allen Volksschulen

Zweistündiger Kurs für Schüler der dritten Klasse ab kommendem Schuljahr in Wien.

Jährlich sterben in Wien rund 3.500 Menschen an plötzlichem Herztod. Durch sofortige Hilfsmaßnahmen kann die Überlebenschance aber deutlich gesteigert werden. Damit bereits der Nachwuchs die wichtigsten Schritte intus hat, startet die Stadt ab kommendem Schuljahr Wiederbelebungskurse für alle Schüler der dritten Volksschulklasse, kündigte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) am Dienstag an.

Reanimationskurs

Der verpflichtende zweistündige Reanimationskurs soll in den Regelunterricht integriert werden und somit etwa 20.000 Kinder pro Jahr erreichen. Altersgerecht soll dabei von Trainern der Rettungsorganisationen vermittelt werden, wie man die Atmung prüft, die Rettung ruft und mit der Herzdruckmassage beginnt, sagte Mediziner Mario Krammel in der Bürgermeister-Pressekonferenz. Er steht dem Verein Puls vor, der sich die Bekämpfung des plötzlichen Herztods zur Aufgabe gemacht hat. In einem Pilotprojekt, das dieser Tage startet, werden einmal 1.000 Volksschüler mit den lebensrettenden Maßnahmen vertraut gemacht.

Häufige Todesursache
"Die Rettung braucht durchschnittlich zwölf Minuten bis zum Einsatzort", so Krammel. Das Problem: In jeder Minute, die ohne Hilfe vergeht, sinkt die Überlebenschance jeweils um zehn Prozent. Der plötzliche Herztod sei die häufigste Todesursache in Österreich, nur jeder zehnte Betroffene verlasse das Krankenhaus lebend. Bei entsprechender Erstversorgung könne die Zahl der Überlebenden verdoppelt werden. Das Volksschulprojekt organisiert die Stadt in Kooperation mit den "Helfern Wiens" und dem Verein Puls.