Neue Forschung

Wer diese Gerüche nicht erkennt, hat ein höheres Demenzrisiko

02.10.2017

Geruchstests sollen eine Demenz-Gefährdung frühzeitig erkennen

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Forscher der University of Chicago behaupten, per Geruchstest eine Demenz-Gefährdung erkennen zu können. Sie sind sicher, eine klare Verbindung zwischen Geruchssinn und Demenzerkrankungen gefunden zu haben. Fünf spezifische Gerüche sollen in einem Testverfahren Aufschluss darüber geben, ob ein erhöhtes Demenzrisiko besteht.

Früherkennung besonders wichtig
Der neue Ansatz soll eine effiziente Möglichkeit der Früherkennung sein. Bereits Jahre vor Auftreten weitaus deutlicher Alzheimer-Symptome soll der reduzierte Geruchssinn ein erster aussagekräftiger Indikator sein. Durch das frühzeitige Erkennen kann rechtzeitig und effektiv gegen die degenerative Krankheit vorgegangen werden. Maßnahmen wie eine Ernährungs-Umstellung und gezielte Übungen für das Gedächtnis können viel dazu beitragen, die Krankheit hinauszuzögern oder das Fortschreiten zu verlangsamen.

Diese Gerüche kommen im Testverfahren zum Einsatz: Pfefferminz, Fisch, Orange, Rose und Leder. Wer weniger als vier davon erkennt, hat ein besonders hohes Risiko, später an Demenz zu erkranken – so die Forscher. Eine spätere Überprüfung hat die Prognosen der Forscher bestätigt: Fünf Jahre nach dem Geruchstest waren alle Testpersonen, die keinen einzigen der Gerüche benennen konnten, bereits mit Demenz diagnostiziert. 80 Prozent jener Personen, die einen oder zwei Gerüche im Test erkannten, hatten nach fünf Jahren ebenfalls bereits eine Demenz-Diagnose erhalten.

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