29. März 2016 14:31
Warnzeichen richtig deuten
So erkennen Sie einen Schlaganfall
Rasches Handeln könnte Leben retten
So erkennen Sie einen Schlaganfall
© Getty Images

Bei einem Schlaganfall werden Teile des Gehirns nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Daher sind die ersten Minuten und Stunden entscheidend, richtig zu handeln. Erst kürzlich verstarb der Jazzmusiker Roger Cicero an den Folgen eines Hirnschlags im Alter von nur 45 Jahren. Tatsächlich erleiden immer mehr junge Menschen einen Schlaganfall. Um die schlimmsten Folgen zu vermeiden, kann es lebensrettend sein, die Symptome zu erkennen und rasch zu handeln.

Kurzes Zeitfenster
Je früher im Gehirn beim Schlaganfall die Blutversorgung wiederhergestellt wird, desto weniger kommt es zu einer Schädigung mit Dauerfolgen. Von absoluter Wichtigkeit ist das Erkennen der ersten Symptome: z.B. Halbseitige Lähmungserscheinungen, plötzlich auftretende Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Sehstörungen, plötzliche Schwindelgefühle, starke Kopfschmerzen.

FAST-Test
Mit dem FAST-Test können auch medizinische Laien Schlaganfall-Symptome erkennen. FAST steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

So wird der Test gemacht:

Das sind die häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls:

  • Halbseitige Schwäche: Es kann die ganze Körperhälfte oder Teile davon betroffen sein. Die Symptome reichen von einer Muskelschwäche bis hin zur kompletten Lähmung einer Körperhälfte.
  • Halbseitige Gefühlsstörung: Taubheitsgefühl oder gestörtes Berührungsempfinden, z.B. tauber Arm, hängender Mundwinkel,
  • Sprachstörungen: Undeutliche Sprache, Verständigungsschwierigkeiten,
  • Sehstörungen: Plötzliche Sehverschlechterung, Doppelbilder
  • Plötzlich auftretende Kopfschmerzen (besonders bei Hirnblutung)
  • Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
  • Verwirrung
  • Bewusstlosigkeit oder Benommenheit
     

Risiken einschränken
Die Tatsache, dass immer mehr jüngere Patienten einen Schlaganfall erleiden, ist vor allem mit dem Gesundheitsstil zu erklären. Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes sind massive Auslöser für das Schlaganfallrisiko. Ebenso ist Rauchen ein vermeidbares Risiko. Die steigende Zahl der Hirnschläge bei Jüngeren ist laut Forschern vor allem durch diese wenig beachteten Risikofaktoren zu erklären. Gesunde Ernährung, wenig Salz und tierische Fette, aber auch ausreichend Bewegung und das Einschränken des Zigarettenkonsums gelten als die wichtigste Gesundheitsvorsorge.