Schwerhörigkeit: So können Sie als Angehöriger helfen

Neuroth Informationspaket

Schwerhörigkeit: So können Sie als Angehöriger helfen

Einige 100.000 Menschen in Österreich sind von einer Hörminderung betroffen - als erste leiden die Angehörigen darunter.

Schwerhörigkeit gilt nach wie vor als Tabuthema - das erschwert Angehörigen die Betroffenen davon zu überzeugen, dass sie etwas gegen die Hörminderung tun können und sollen. Oft kommt es zu Konflikten, denn viele Betroffene wollen dieses gesundheitliche Problem einfach nicht wahr haben. Ihnen hilft Neuroth nun mit einem umfassenden Informationspaket und nicht funktionsfähigen Hörgeräte-Mustern, die in allen österreichischen Neuroth-Fachinstituten kostenlos angeboten werden.

Die Scheu vor Hörgeräten gemeinsam überwinden.
„Wer schon einmal jemanden motivieren wollte, einen Hörtest zu machen, der weiß: Das ist gar nicht so einfach, wie es klingt“, erklärt Lukas Schinko, der Neuroth bereits in vierter Generation leitet. „Aus Erfahrung wissen wir, wie wichtig die Unterstützung zu Hause für eine Versorgung mit Hörgeräten ist. Daher möchten wir den Angehörigen so viel Hilfe wie möglich bieten.“

Schnelle Hilfe bringt höhere Chancen.
Prim. Univ. Doz. DDr. Antonius Kierner, HNO-Facharzt: "Ca. ein Fünftel der Österreichischen Bevölkerung ist von einer Schwerhörigkeit betroffen. Da die meisten Formen der Hörstörungen schleichend einsetzen wird die Schwerhörigkeit zunächst gar nicht wahrgenommen und dann als normal angesehen.“

Weil die Betroffenen die Hörminderung ignorieren, vergehen laut Studien im Schnitt bis zu zehn Jahre, bevor Hilfe gesucht und gefunden wird. Das ist, so Schinko, in doppelter Hinsicht ein Problem: „Es sind Jahre des sinnlosen Leidens und zunehmender Isolation. Außerdem wird es in der Eingewöhnung schwieriger, je älter ein Mensch ist der sein erstes Hörgerät bekommt, und je länger er zuvor schon mit dem beeinträchtigten Gehör leben musste. Ein Gehirn das jahrelang immer weniger Töne verarbeiten kann stellt sich nur mehr mit Mühe um.“

Vortragstermine für Angehörige
Passend zum Thema findet in Wien eine Vortragsreihe für die Angehörigen statt.

26.06.   17:30 Uhr Neuroth-Fachinstitut , Mariahilfer Straße 1, 1060 Wien
27.06. 15:00 Uhr Hotel "Am Spiegeln", Johann-Hörbiger-Gasse 30, 1230 Wien
03.07. 17:30 Uhr Neuroth-Fachinstitut , Hietzinger Hauptstraße, 1130 Wien
04.07. 15:00 Uhr NH Danube City, Wagramer Straße 21, 1220 Wien

Ein Herz fassen und helfen
Die Hilfe kommt im Paket, genauer gesagt im gemeinsam von Ärzten, Psychologen und den Neuroth-Akustikern entwickelten Herzens-Paket für Angehörige: Darin enthalten ist der Ratgeber „Hör doch auf mich!“ sowie ein Hörgeräte-Muster* zum Anprobieren zu Hause. „Mit diesem Muster möchten wir vor allem die Berührungsängste ausräumen und zeigen, wie klein und ästhetisch Hörgeräte heute sind“, so Lukas Schinko. Im Ratgeber finden Angehörige viele hilfreiche Tipps für den Umgang mit hörgeminderten Menschen und schlagkräftige Argumente für einen Besuch beim HNO-Arzt oder dem Hörakustiker.

© oe24

Das Herzens-Paket ist in allen Neuroth-Fachinstituten Österreichs kostenlos erhältlich. Man kann es auch telefonisch unter 00800 8001 8001 oder online unter www.neuroth.at/hilfe anfordern. Und wer sich über Social Media informieren oder austauschen möchte, findet in der Facebook-Gruppe „Bitte glaub mir: Du bist schwerhörig“ (www.facebook.com/groups/besser.hoeren/) Gleichgesinnte und Tipps von Hör-Experten.